Auf einen guten Tag

 

Man klagt so sehr bei jedem Schmerz und freut sich so selten, wenn man keinen fühlt.
Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftsteller

 

14 Listen streben in den Bamberger Stadtrat, zwölf Bewerber wollten Oberbürgermeister werden. Zwei OB-Bewerber wurden allerdings nicht zugelassen. Trotzdem ein Rekord für Bamberg.

Wahlausschuss erklärt zwei OB-Kandidaturen für unzulässig

Alle vier „neuen“ Parteien und Wählervereinigungen, die für die Stadtratswahl am 15. März Wahlvorschläge eingereicht hatten, sind auch zur Wahl zugelassen. Bambergs Mitte, die ÖDP, Die Partei und VOLT konnten jeweils die erforderlichen 340 Unterstützungsunterschriften für sich gewinnen. Das wurde in der Wahlausschuss-Sitzung am 4. Februar festgestellt und bekanntgegeben.
Damit treten zur Stadtratswahl am 15. März in der Stadt Bamberg folgende Parteien und Gruppierungen an: Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. - Grünes Bamberg - Freie Wähler - Alternative für Deutschland - Sozialdemokratische Partei Deutschlands - Freie Demokratische Partei - Bamberger Bürger-Block - Bambergs unabhängige Bürger - Bamberger Linke Liste - Bamberger Allianz - Bambergs Mitte - Die PARTEI - Ökologisch-Demokratische Partei - Volt Deutschland.

Wahlausschuss erklärt zwei OB-Kandidaturen für unzulässig

Für die Wahl des Oberbürgermeisters wurden zwölf Bewerberinnen und Bewerber als Wahlvorschläge eingereicht. Hier wurden zwei Wahlvorschläge nicht zugelassen: Gregor Großkopf für die „Wunderburger“ erreichte nicht die erforderliche Zahl an Unterstützerunterschriften. Beim Kandidaten Stephan Kettner von der Bamberger Linke Liste stellte der Wahlausschuss Nichtwählbarkeit aufgrund der fehlenden deutschen Staatsbürgerschaft fest (Art. 39 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz (GLKrWG)). Kettner ist Österreicher. In Bayern gilt die von anderen Bundesländern abweichende Vorschrift, dass OB-Kandidaten anders als Bewerber um ein Stadtratsamt auch im Besitz eines deutschen Passes sein müssen.
Damit sieht das Feld der Bewerberinnen und Bewerber für die Oberbürgermeister-Wahl am 15. März (vorbehaltlich etwaiger fristgerechter Einwendungen oder notwendiger Änderungen von Amts wegen) so aus:
Dr. Christian Lange (Christlich-Soziale Union in Bayern e.V.)
Jonas Glüsenkamp (Grünes Bamberg)
Claudia John (Freie Wähler)
Andreas Starke (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)
Martin Pöhner (Freie Demokratische Partei)
Daniela Reinfelder (Bambergs unabhängige Bürger)
Dr. Ursula Redler (Bamberger Allianz)
Thomas Kellermann (Bambergs Mitte)
Fabian Dörner (Die PARTEI)
Dr. Hans-Günter Brünker (Volt Deutschland)
Sollten gegen die Beschlüsse des Wahlausschusses bis einschließlich 10. Februar Einwendungen Betroffener erhoben werden, muss der Stadtwahlausschuss am Dienstag, 11. Februar, 9.00 Uhr zu einer nochmaligen Beschlussfassung zusammentreten. Der Aushang der zugelassenen Wahlvorschläge in den Rathäusern am Maxplatz, am ZOB und im Baureferat in der Unteren Sandstraße erfolgt daher frühestens am 11. Februar, spätestens jedoch am 18. Februar.
5.2.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs nicht direkt freigeschaltet, sondern erst überprüft. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > rechte Spalte unten..

Kommentare   
0 # ThoMù 2020-02-05 09:40
14 Listen! Was soll das für Stadtrat werden?
Totale Zersplitterung! Von jedem etwas. Bis die Neuen sich eingearbeitet haben, ist die halbe Periode um. Ich bezweifle, daß ein solches Gremium handlungsfähig ist.
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-2 # Ecker 2020-02-05 16:59
Im Artikel fehlt noch ein wichtiges Detail: Der OB-Kandidat der Bamberger Linken Liste würde sich gerne einbürgern lassen, um antreten zu können. Allerdings wird ihm das verwehrt bzw. erschwert, da er Mitglied im VVN/BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) ist und dieser vom Verfaschungsschutz (sic!) beoabachtet wird. Ist schon interessant wie eine solche (durchaus Umstrittene) Erwähnung im Verfassungsschutzbericht so manchen Leuten das Leben schwer machen kann.
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+17 # supi 2020-02-05 18:46
ne ne da fehlt kein wichtiges detail. ob links oder rechts, es gehört vehement bekämpft, und wenn es dem guten so wichtig gewesen wäre, er hätte sich schon vor langer zeit den deutschen pass geben lassen können, wenn es ihm wichtig gewesen wäre, aber genau das war es nicht. im übrigen sollte ein OB-kandidat sich auch mit der gesetzeslage vertraut gemacht haben und auskennen, er strebt ja nicht ein x-beliebiges amt an. und dann noch etwas, nicht immer so kurz vor torschluss aktivitäten entfalten und auf die tränendrüse drücken und ansonsten gilt der grundsatz, wer sich nicht auskennt, wer nichts weiss, ist ungeeignet. etwas das im übrigen auch für einen grossen teil sonstiger bewerber gilt, die nur nach versorgung und posten gieren.
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-13 # Ecker 2020-02-07 17:22
Die Argumentation überzeugt mich überhaupt nicht. Der Kandidat war vorher schon im Stadtrat tätig und das ging auch ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Wie gesagt, der Kandidat möchte sich ja einbürgern lassen und das wäre in der Regel auch möglich, wenn es nicht durch die Behördern verzögert bzw. verhindert werden würde (was einigen politischen Akteuren sicher gelegen kommt). Und zu guter letzt: "ob links oder rechts, es gehört vehement bekämpft" - ich verstehe nicht warum sich diese unsinnige Hufeisentheorie so tief in den Köpfen sitzt, bei der politische Randgruppen gleichgesetzt werden ohne auf den Inhalt einzugehen. Vermutlich macht es das Leben der "Mitte" einfach, die mit Scheuklappen durchs Leben geht ohne nach links und rechts schauen zu müssen.
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+5 # supi 2020-02-07 19:22
nun dass der ob-kandidat kettner mitglied des bamberger stadtrates ist oder war ist mir bedauerlicherweise völlig neu, aber vlt lese ich ja auch nur die falschen presseverlautbarungen, sollte mich gar öfters beim städtischen presseamt anmelden, und ansonsten sollten wir uns auf einen gemeinsamen grundsatz einigen, ob linke oder afd, holz vom gleichen stamm, bei uns nichts verloren
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+1 # turnpike 2020-02-10 12:58
...dieses links-rechts Getue ist völliger Schwachsinn. Wir vergleichen eine verfassungsfeindliche Neo-Nazi-Partei mit einer regierungstauglichen Partei, die die Interessen der Bürger mehr vertritt als so manch andere große Volksparteien. Und gerade Bamberg hat es nötig die "kleinen Bürger" vor das große Geld zu stellen. Den Mittelstand interessiert keinen! Dem geht es in Bamberg eh viel zu gut.
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+7 # Werner 2020-02-05 21:41
Ich fühl mich jetzt schon überfordert und fürchte diesen Monsterzettel. Am Ende gibt’s auch noch Thüringer Zustände. Sowas aber auch mit dieser verflixten Demokratie.
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B 36
Bauän|fümbfä: Bauernfünfer. Schlitzohr.
Deä Bauänfümbfä hod mi aamol übäs Ooä kaud, a dswaidsmol bassiäd mä däs nimmä. Der Bauernfünfer hat mich einmal übers Uhr gehauen, ein zweites Mal passiert mir das nicht mehr.

-

Bauänramml: Bauernrammel.
Du Bauänramml, du raigschnaidä! Du hergelaufener Bauernrammel/-lümmel.

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Bauärai: Bauerei. Hausbau oder Landwirtschaft.
Edsd langd mäs mid dä Bauärai. Jetzt reicht mir´s mit der Landwirtschaft/Feldarbeit/Hausbauerei.
Mid dä Bauärai is nimmä waid heä. Mit der Landwirtschaft ist es nicht mehr weit her/kein Staat mehr zu machen.

-

Bauch, Böchd, Boich: Bauch, Bäuche.
Mai Bauch hod aa mai Gäld gäkosd. Mein Bauch hat auch mal Geld gekostet.
A Böchd grössä wi dä annä. Ein Bauch größer als der andere.
Boich aidsieng, iech will durch! Bäuche einziehen, ich will durch!

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Bauchä: missglückter Kopfsprung ins Wasser mit Bauchlandung.

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