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Auf einen guten Tag

 

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern als ihr treu zu bleiben.
Friedrich Hebbel

 



 

Für den Bamberger Raum dürfte das nicht gelten. Wer Angst hat, lässt sich nicht für ein Mandat zur Kommunalwahl aufstellen. Sollte man aber die Familie nicht im Hintergrund halten?

Hass gegen das Gesellschaftssystem richtet ich gegen uns alle

Das Bayerische Innenministerium hat die kommunalen Amts- und Mandatsträgern im Freistaat in einem Schreiben über ein Präventionspaket und Unterstützungsangebot der Polizei informiert. Demnach sind die örtlichen Polizeipräsidien und Polizeidienststellen angewiesen, jederzeit individuelle und verhaltensorientierte Hilfestellungen zu geben. Seit dem 31. Januar 2020 wird ein spezifisches "Präventionspaket" bereitgehalten. Zuvor fand eine Expertenanhörung im Bayerischen Landtag statt, die sich mit der Problemstellung auseinandergesetzt hatte.
In einem Schreiben des Geschäftsführenden Vorstandsmitglieds des Bayerischer Städtetags, Bernd Buckenhofer, heißt es: „Hetzerische Äußerungen, Posts und (verbale) Drohgebärden sind nicht bloß harmloses Gerede. Nein, solcher Hass hat Folgen. Zunächst natürlich in der virtuellen Welt, wenn die Betroffenen sich ihres Lebens nicht mehr sicher fühlen. Aber auch im realen Raum, wenn auf Worte dann sogar Taten zu folgen drohen. 
Dieser teilweise schon kriminelle Hass, insbesondere auch gegen Amts- und Mandatsträger, richtet sich letztlich nicht nur gegen einzelne Personen oder Gruppen. Er richtet sich vielmehr gegen unser freiheitlich-demokratisches Gesellschaftssystem und damit letztlich gegen uns alle.“     

Den Sohn nicht öffentlich vermarkten

In Bamberg ist bis dato noch kein Fall bekannt geworden, bei dem ein/e Stadtrat oder Bürgermeister/in in der oben beschriebenen Weise angegriffen wurde. Wobei man sehr deutlich zwischen physischen und psychischen Attacken unterscheiden muss. Psychische bzw. wörtliche oder schriftliche Angriffe gab es immer und gibt es insbesondere seit wenigen Jahr verstärkt. Die WeBZet hat aus ihrer Kommentarspalte immer wieder deplatzierte Beiträge entfernt oder „entschärft“.
Angesichts der möglichen Gefahr kann berechtigt die Frage gestellt werden, warum diverse Kandidaten für ein kommunales Amt auf Plakaten, in Prospekten oder auf Internetseiten ihre komplette Familie mit bekannt machen. Muss das sein? Die Bewerberin der Bamberger Allianz für das Oberbürgermeisteramt, Dr. Ursula Redler, hält bewusst ihre Familie – Ehemann und Sohn – im Hintergrund. In einem FT-Bericht (v.18.2.) heißt es: Aufgrund ihres Jobs als Staatsanwältin „hält sie zum Schutz ihre Familie weitestgehend aus der Öffentlichkeit heraus.“ Sie tut das auch wegen ihrer hervorgehobenen Rolle in der Kommunalpolitik. Sie habe zwar keine Angst für sich, sagt sie, »aber ihren dreijährigen Sohn möchte sie nicht öffentlich vermarkten«.

18.2.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare.

Kommentare   
+20 # Werner 2020-02-18 15:47
Wenns nach Wahlplakaten und den darauf abgebildeten Konterfeis geht, wähle ich den Flori Silbereisen. Sein Plakat hängt ebenfalls überall in der Stadt verteilt.
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+4 # Bergradfahrer 2020-02-20 09:52
Werner, da bin ich mal vollkommen Ihrer Ansicht! Wenn ich mir die Plakate so anschaue...glaube ich auch, dass vielleicht eine Packung Gauloises den Job nicht schlechter als so mancher Kandidat oder Kandidatin machen würde.
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+4 # supi 2020-02-20 18:57
nun manchmal ist man versucht zu glauben, ein pfund rindfleisch bekommt auch noch mehr hin
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+8 # Bergradfahrer 2020-02-21 08:18
Derzeit ist der Bürger in Bamberg als Fußgänger und Radfahrer eher derjenige der von den Lokalpolitikern bedroht wird, wenn sie ihre scharfkantigen Werbeschilder an Masten und Pfosten derart intelligent befestigen, dass sie in Rad- und Gehwege hineinragen.
Wer ist bei Schäden da eigentlich haftbar?
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+6 # Werner 2020-02-21 18:22
Stimme Ihnen zu, manche Hänge gefährlich auf Kopfhöhe oder stehen in den Weg hinein.
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+24 # Bambergerin 2020-02-18 16:12
Tja, es gibt eben die, die vor allem ihre Kinder aus der Öffentlichkeit raus halten wollen, solange es geht. Und es gibt die, die bewusst Ehefrau, Hund und Söhne im Netz instrumentalisieren und in Großaufnahme zeigen (durchaus auch mal mit Bildern incl. des vollen Namens und Geburtsdatums des älteren Sohnes.)
Die eindeutig bessere Variante ist die, vor allem die Kinder aus der Öffentlich weitestgehend rauszuhalten.
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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 B 39
Bedä: Peter.
Bedä hassd a jeedä. Peter heißt ein jeder.

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bedd: bettet.
Wi mä sich bedd, so lichd mä. Wie man sich bettet, so liegt man.

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Bedd, Beddn, Beddä: Bett(en).
Di Beddn muss i aa nuch machn. Die Betten muss ich auch noch machen.
Hoid is schöö, doo ko mä di Beddä naushänga. Heute ist (das Wetter) schön, da kann man die Betten (ins Freie) hängen

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Bedd|badschä: Bettpatscher. Teppichklopfer.
Wad nä, wänn dä Vorrä kummd, grigsd si midn Beddbadschä! Wart nur, wenn dein Vater kommt, kriegst sie mit dem Bettpatscher.

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Bedd|brundsä, Beddsaachä: Schimpfwort. Bettnässer.
Woos willn deä Beddbrundsä doo? Was will denn der ...?

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Bedd|hoofm: Betthafen. Nachttopf.
Früä hod jeedä sain Beddhoofm undän Bedd kobd. Früher hat jede/r seinen/ihren Nachttopf unter dem Bett gehabt.

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Bedd|hubfäla: Süßes vor dem Schlafengehen.
Da, hosd a Beddhubfäla! Da, hast dein Betthüpferla!

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Beddi: Betti, Elisabeth
No, wänns dai Beddi ned waass, donn schdimmds ned. Nein, wenn es deine Betti nicht weiß, dann stimmt´s nicht.

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Bedd|schdäddla: Kinderbett.
Eä schlöffd fai nu in sain Beddschdäddla. Er schläft nun/jetzt in seinem Kinderbett. fai = unübersetzbares Füllsel!

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Bedd|schweän: Bettschwere, bisweilen auch nach Alkoholgenuss. Ermüdung. 
Mai Beddschweän hob i nu long ned. Meine Bettschwere hab ich noch lange nicht.

Forts.

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