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Auf einen guten Tag

 

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern als ihr treu zu bleiben.
Friedrich Hebbel

 



 

Eine eingeschlagene Autoscheibe – zerstörte Plakate. Die Vermutung liegt nahe, dass sich die Handlungen gegen die OB-Kandidatin Redler richten. Sie erhält aber auch Solidaritätsbekundungen.

Das Wahlvideo ist verschwunden

Die Oberbürgermeister-Kandidatin der Bamberger Allianz, Dr. Ursula Redler, hat gehandelt. Jetzt scheint es so, dass sie dafür auch Konsequenzen tragen muss. Wie auch der WeBZet mitgeteilt wurde, wurde der Pkw ihres Mannes in der Nähe des Hauses und auch das Garagentor beschädigt. Zudem seien im Umfeld ihres Wohnhauses auch Wahlplakate von ihr verschwunden. Da insbesondere der zeitliche Zusammenhang zu den Zeitungsartikeln zu den Amtsmissbrauchsvorwürfen augenscheinlich ist, ermittelt der Staatsschutz. Die Polizei ermittelt dabei in alle Richtungen. Laut einem FT-Bericht vom 26.2. „wehren sich die E.T.A.-Schüler gegen Vorwürfe wegen des Erklärvideos“. In einer Stellungnahme betont ein „überzeugtes Mitglied der Jungen Union Bayern“, dass die Kritik schon deshalb „abwegig erscheint, weil er für die Ziele der CSU und nicht für die der SPD einstehe“. Dem Schüler scheint dabei entgangen zu sein, dass das Video an sich nicht Gegenstand der Kritik ist, sondern der Umstand, dass dieses auf der amtlichen Seite der Stadt zugänglich war. Auf der privaten Webseite von Andreas Starke könnte das Video jederzeit stehen. Mittlerweile ist der Kurzfilm auch entfernt worden.

Die Juristin Ursula Redler betont: »Es ist schade, wenn missverkannt wird, dass es bei dem Antrag zum Verwaltungsgericht alleine um die Verwendung des Videos geht und darum, dass die Neutralitätspflicht auf öffentlichen Seiten insbesondere in Wahlkampfzeiten sehr genau zu nehmen ist«. Sie habe zu keiner Zeit das Video an sich kritisiert.

Glüsenkamp: Das städtische Presseamt wird für Wahlkampfzwecke genutzt

Zu diesem Vorfall und zu den Tätlichkeiten gegenüber den BA-Wahlplakaten in den vergangenen Tagen hat sich auch OB Starke zu Wort gemeldet. Er rufe alle betroffenen Parteien, Gruppierungen und Kandidaten dazu auf, unverzüglich Strafanzeige bei den Ermittlungsbehörden zu erstatten, wenn der Verdacht von strafbaren Handlungen vorliegt. Nur so sei es möglich, dass Täter ermittelt und weitere Straftaten verhindert werden können.
Mittlerweile hat Ursula Redler auch von anderen OB-Kandidaten Solidaritätsbekundungen erhalten. Jonas Glüsenkamp von Grünes Bamberg pflichtet seiner Konkurrentin im Wahlkampf in dieser Sache bei. Auch er sehe in der Verwendung des Videos nur ein Beispiel, wie unsensibel OB Starke mit der aus Steuermitteln finanzierten Infrastruktur der Stadtverwaltung umgehe. Schon vorher habe er kritisiert, dass auch das städtische Presseamt für Wahlkampfzwecke genutzt werde. Glüsenkamp: »Für den Wahlkampf braucht ein Bewerber eine eigene Infrastruktur, die unabhängig von den Ressourcen des Oberbürgermeisteramtes im Rathaus ist.« (FT v. 25.2.20)

Dem Verwaltungsgericht Bayreuth ist es jetzt überlassen, ob in Sachen Video ein Verstoß gegen das Neutralitätsgebot durch die Stadt Bamberg vorlag oder nicht.
26.2.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs nicht direkt freigeschaltet, sondern erst überprüft. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare.

Kommentare   
+4 # Paule 2020-02-27 12:03
Gibt es Zusammenhänge zu dem oben beschriebenem Schaden bei Fr. Redler zu dem bei infranken.de aufgeführten Artikel, bei dem ein Unbekannter (anscheinend wahllos) mehrere Autos im Bamberger Stadtgebiet aufgebrochen hat?

https://www.infranken.de/regional/bamberg/bamberg-autoknacker-brechen-zahlreiche-pkw-auf-das-raet-die-polizei-den-buergern;art212,4921349
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+8 # WeBZet 2020-02-27 17:15
Ob ein Zusammenhang besteht, kann derzeit nicht beantwortet werden. Rein quantitativ ja, das Auto von Redler wurde zwar so wie andere auch beschädigt, aber es wurde nichts entwendet. Zudem ist das Garagentor in der Nähe mälträtiert worden.
Nach unserem Kenntnisstand wird es (derzeit) von der Polizei als 50/50-Situation gesehen.
Bei den Plakaten kann man hingegen gut zwischen (z.B.) Sturmschäden oder mutwilliger Beschädigung/Zerstörung unterscheiden.
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+2 # Leserin 2020-02-28 18:17
Bei mir im Gebiet fällt mir auf, dass die ba-Plakate besonders häufig beschädigt oder abgerissen werden.
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Redensarten und Redeweisen

 B 39
Bedä: Peter.
Bedä hassd a jeedä. Peter heißt ein jeder.

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bedd: bettet.
Wi mä sich bedd, so lichd mä. Wie man sich bettet, so liegt man.

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Bedd, Beddn, Beddä: Bett(en).
Di Beddn muss i aa nuch machn. Die Betten muss ich auch noch machen.
Hoid is schöö, doo ko mä di Beddä naushänga. Heute ist (das Wetter) schön, da kann man die Betten (ins Freie) hängen

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Bedd|badschä: Bettpatscher. Teppichklopfer.
Wad nä, wänn dä Vorrä kummd, grigsd si midn Beddbadschä! Wart nur, wenn dein Vater kommt, kriegst sie mit dem Bettpatscher.

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Bedd|brundsä, Beddsaachä: Schimpfwort. Bettnässer.
Woos willn deä Beddbrundsä doo? Was will denn der ...?

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Bedd|hoofm: Betthafen. Nachttopf.
Früä hod jeedä sain Beddhoofm undän Bedd kobd. Früher hat jede/r seinen/ihren Nachttopf unter dem Bett gehabt.

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Bedd|hubfäla: Süßes vor dem Schlafengehen.
Da, hosd a Beddhubfäla! Da, hast dein Betthüpferla!

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Beddi: Betti, Elisabeth
No, wänns dai Beddi ned waass, donn schdimmds ned. Nein, wenn es deine Betti nicht weiß, dann stimmt´s nicht.

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Bedd|schdäddla: Kinderbett.
Eä schlöffd fai nu in sain Beddschdäddla. Er schläft nun/jetzt in seinem Kinderbett. fai = unübersetzbares Füllsel!

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Bedd|schweän: Bettschwere, bisweilen auch nach Alkoholgenuss. Ermüdung. 
Mai Beddschweän hob i nu long ned. Meine Bettschwere hab ich noch lange nicht.

Forts.

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