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Auf einen guten Tag

 

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern als ihr treu zu bleiben.
Friedrich Hebbel

 



 

Am 15. März wollen zehn Kandidaten Oberbürgermeister/in werden. Vier davon stechen besonders hervor: drei Männer und eine Frau. Tritt zuletzt eine Frau gegen einen Mann an?

Die ersten Plätze dürften belegt sein

Es sind schon recht viele Kandidaten, die sich um das Oberbürgermeisteramt in Bamberg bewerben. Inklusive der Amtsinhaber. Nach Stand der Dinge hat sich mittlerweile aber eine kleinere Gruppe abgesetzt, deren Mitglieder sich zwar nicht alle im gleichen Prozentturm befinden, aber dennoch die ersten Plätze belegen könnten. Glaubt man einer vor zwei Monaten gefertigten und nicht ganz ernst genommenen Vorwahlumfrage, dann wären das tatsächlich nur drei männliche Bewerber: Andreas Starke (SPD), Jonas Glüsenkamp (Grüne) und Dr. Christian Lange (CSU). Dem sich erkennbar abzeichnenden Meinungsbild bei interessierten Bürgern und Bürgerinnen gesellt sich inzwischen aber auch noch eine weibliche Kandidatin dazu: die BA-Bewerberin Dr. Ursula Redler. Gut zum „Tag der Frauen“, der erst am vergangenen Sonntag (8.3.) auch bei uns im Land vielfältig herausgestellt wurde.

Vielleicht ein lokaler „Tag der Frau“

Ein ganz typisches Merkmal für Kommunalwahlen ist, dass man es auf lokaler Ebene nur wenig mit den großen politischen Fragen zu tun hat, sondern mit sehr viel alltäglicher Politik und Verwaltungshandeln. Das heißt, die Parteizugehörigkeit an sich spielt oft keine besondere Rolle. Bei diesen Wahlen mag es bei den Grünen etwas anders sein, auch ihr Kandidat in Bamberg schwimmt auf einer kräftigen Parteiwelle, die zurzeit das ganze Land überschwemmt. Glüsenkamp und seine Mitstreiter bedienen sich dabei aller gängigen Parteithemen, auffällig ist tatsächlich nur, wie brav die Bamberger Grünen mittlerweile geworden sind. Bereitet man sich schon auf die Machtteilhabe vor?

Eindeutig außerparteilich bewegt sich nur die Frau unter den vier Bewerbern, was oft auch an ihrer Argumentation zu erkennen ist. Sei es Familie, Verkehr, Migration oder Finanzen – es muss die Stadt betreffen. Sie langt dabei schon mal kräftig zu. 
Andreas Starke kann nur schwerlich als Sozialdemokrat eingeordnet werden, aber in diesem Wahlkampf hat er den sozialen Wohnungsbau oder die Wohnungsfrage allgemein entdeckt. Was ihm vorher glatte zehn Jahre verborgen geblieben ist. Ansonsten wird ihm diesmal manches Handeln vorgehalten, das bei ihm zwar nicht neu ist, aber sich bisher keine/r sagen traute.

Bei Christian Lange sieht man den Versuch, sehr breite Bevölkerungsschichten anzusprechen und es sich mit keiner Gruppe zu verderben. Auch nicht mit seinem bisherigen Partner Starke in der Rathaus-Koalition. Da lässt sich nur schwer Wahlkampf machen. 

Was ist mit der Frau? Unter den vier Favoriten hat sie das gewichtigste Alleinstellungsmerkmal. Neben drei Männern ist sie eine Frau. Optisch ist das augenscheinlich, bei den Sachfragen durchaus erkennbar, im Handeln erscheint sie ihren männlichen Mitbewerbern mindestens ebenbürtig.
Die offene Frage für den kommenden Sonntagabend ist für alle gleichermaßen: Wer kommt in die Stichwahl? Dabei erscheint der amtierende OB Starke gesetzt. So richtig ausgewogen wäre es, wenn ihm statt eines Mitbewerbers eine Mitbewerberin gegenüberstehen würde. Das wäre dann zumindest ein lokaler „Tag der Frau“.
13.3.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs nicht direkt freigeschaltet, sondern erst überprüft. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare (r. Spalte u.).

Kommentare   
0 # Susanne Mü 2020-03-14 15:30
Bisher ist die Frau ganz schön untergebuttert worden. Sie hat halt nur eine begrenzte Hausmacht. Aber über einen lokalen „Tag der Frau“ würde ich mich auch freuen.
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+6 # Alfred E. Neumann 2020-03-14 16:07
Nichts langweilt mehr, als Werbung in eigener Sache.
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+6 # Wolfgang Huber 2020-03-14 18:11
Müsste das nicht Denjenigen gesagt werden, der ein ganzes Presseamt für die eigene Werbung einspannt ...
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+2 # hollermöffel 2020-03-14 20:08
natürlich ist es höchste Zeit, für eine weibliche oberste Führungskraft, weg vom Größenwahn, hin zum gesunden Menschenverstand, etc.
Aber ich denke mal, nicht alle Bamberger Bürgerinnen werden gewählt haben... :sad:
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+12 # lesegern 2020-03-14 20:45
Da braut sich was Neues zusammen. Diesmal ist Stieringer die Hauptperson. https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=137396234464894&id=111692560368595
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+1 # Werner 2020-03-16 16:14
@WebZet: wie lautet Ihre Wahlempfehlung für die anstehende Stichwahl? Starke/Grünkohl/Enthaltung?
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0 # supi 2020-03-16 16:26
nun wünschenswert, und auch etwas völlig neues wäre es gewesen, bloss leider kam es anders.
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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 B 39
Bedä: Peter.
Bedä hassd a jeedä. Peter heißt ein jeder.

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bedd: bettet.
Wi mä sich bedd, so lichd mä. Wie man sich bettet, so liegt man.

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Bedd, Beddn, Beddä: Bett(en).
Di Beddn muss i aa nuch machn. Die Betten muss ich auch noch machen.
Hoid is schöö, doo ko mä di Beddä naushänga. Heute ist (das Wetter) schön, da kann man die Betten (ins Freie) hängen

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Bedd|badschä: Bettpatscher. Teppichklopfer.
Wad nä, wänn dä Vorrä kummd, grigsd si midn Beddbadschä! Wart nur, wenn dein Vater kommt, kriegst sie mit dem Bettpatscher.

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Bedd|brundsä, Beddsaachä: Schimpfwort. Bettnässer.
Woos willn deä Beddbrundsä doo? Was will denn der ...?

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Bedd|hoofm: Betthafen. Nachttopf.
Früä hod jeedä sain Beddhoofm undän Bedd kobd. Früher hat jede/r seinen/ihren Nachttopf unter dem Bett gehabt.

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Bedd|hubfäla: Süßes vor dem Schlafengehen.
Da, hosd a Beddhubfäla! Da, hast dein Betthüpferla!

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Beddi: Betti, Elisabeth
No, wänns dai Beddi ned waass, donn schdimmds ned. Nein, wenn es deine Betti nicht weiß, dann stimmt´s nicht.

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Bedd|schdäddla: Kinderbett.
Eä schlöffd fai nu in sain Beddschdäddla. Er schläft nun/jetzt in seinem Kinderbett. fai = unübersetzbares Füllsel!

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Mai Beddschweän hob i nu long ned. Meine Bettschwere hab ich noch lange nicht.

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