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Auf einen guten Tag

 

Man sollte nie aus sich herausgehen, bevor man nicht in sich gegangen ist.
Günther Baruschke, dt. Aphoristiker und Essayist

 

Diskussionen und Spekulationen, Ansprüche und Versprechungen. Zurzeit dreht sich das Machtkarussell: Wer mit wem macht was im Rathaus? Zwei mögliche „Koalitionen“ stehen in der engeren Wahl.

Vielleicht ist die AfD am Ende die einzige Opposition

Noch ist nichts entschieden. Wer wird mit wem zusammenarbeiten? Glaubt man dem Rathausgeflüster, dann hat der wiedergewählte Oberbürgermeister Andreas Starke das Heft des Handelns voll in der Hand. Gegenüber Anfängern und interessengesteuerten Ratsmitgliedern sollte er sich leichttun. Aber die Zahlenkombinationen machen es selbst einem gewieften Taktiker wie ihm schwer.
Zurzeit stehen zwei mögliche Koalitionsgebilde in der Diskussion:
- Eine grün, schwarz, rote Zusammenarbeit,
- eine grün, rot, rote Zusammenarbeit.
Die erste Variante wäre die sicherste, weil 12 Grüne, 10 Schwarze und 7 Rote + 1 OB eine sichere Mehrheit bilden würden – rein rechnerisch.
Die zweite Variante ist schon zahlenmäßig eine unsichere Angelegenheit: 12 Grüne, 7 SPD + 1 OB, 3 Linke+Die Partei (wie man hört).
Bei beiden Modellen könnte man noch davon ausgehen, so wird angenommen, dass Interessenträger wie Pöhner (FDP), Reinfelder (BuB) oder auch Tscherner (BBB) klammheimliche Unterstützung leisten würden. Wie die anderen Splittergruppen sich verhalten werden, das ist momentan noch nicht sicher abzuschätzen.
Im schlimmsten Fall werden nur noch die beiden AfD-Räte so etwas wie eine Opposition bilden – falls sie die Kraft und Kompetenz dazu haben.

Die Postenvergabe kann eine entscheidende Hürde sein

Neben den Zahlenspielen und parteipolitischen Interessenlagen soll aber auch diesmal – so wie schon in früheren Jahren – die Postenvergabe eine besondere Rolle spielen. Vielleicht auch eine entscheidende Hürde. OB ist klar (SPD); aber wer wird zweiter Bürgermeister? Lange (CSU) kommt so gut wie sicher nicht mehr in Frage. Vielleicht ein anderer CSU-ler? Ein zusätzliches Problem könnte dann entstehen, wenn Jonas Glüsenkamp von den Grünen (immerhin zweiter im Gesamtrennen der vergangenen Wahl), entweder den Posten nicht will oder bei seinen eigenen Leuten auf massive Schwierigkeiten stößt. Glaubt man verschiedenen Aussagen, dann gibt es bei Bambergs Grünen erhebliche Interessenkämpfe – zudem sind 10 von 12 Neulinge.
Den CSU-Anspruch auf einen Posten in der Stadtregierung soll man dadurch befriedigen wollen, indem man dem bisherigen 2. Bürgermeister Christian Lange einen Referentenposten gibt (z.B. für den bald ausscheidenden Sozialreferenten Ralph Haupt). Der dritte Bürgermeister – in der abgelaufenen Periode vorrangig als Unterhaltungsangebot aufgetreten – soll weiterhin möglichst ehrenamtlich sein und als Joker zwischen den geplanten Koalitionspartnern wirken.
Neben den Machtspielen zur „Regierungsbildung“ soll es selbst bei der notwendigen Formierung der Stadtratsmitglieder Probleme geben. Kein Wunder bei der einmaligen Zersplitterung. Darüber aber ein anderes Mal.
10.4.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden vor der Freischaltung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten).erst überprüft

Kommentare   
+11 # Bürger99 2020-04-11 09:50
Des Kaisers neue Kleider...oder Stadträte... erinnert mich an Putin, der war ja öffentlich gar nicht mehr Präsident und hat weiter die Fäden gezogen... Machthaber entmachten dann ändert sich etwas ansonsten nicht!
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+13 # Werner 2020-04-11 19:29
Das ist jetzt leider auch zu spät, der Soverän ist nun mal da und Kraft Mehrheiten gewählt worden. Hätten Sie und Ihre Nachbarn halt anders gewählt. Aber es ist amtlich und in der CoVid-19-Sachlage hätte ein anderer vielleicht nur zum stottern angefangen.

Der größte Looser dieser Wahl scheint mir der Lange zu sein: vom 2. Bürgermeister zu ... naja ... eigentlich gar nichts. Wird spannend bleiben, was sie dem für ein Pöstchen noch zuschustern.
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+18 # Bergradfahrer 2020-04-11 14:15
Wie lustig ist denn das, ein Kirchenhistoriker als Sozialreferent? Ich verstehe ja, dass der freie Arbeitsmarkt für diese Fachrichtung quasi nicht existent ist,aber muss das wirklich sein?
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+12 # supi 2020-04-11 16:58
Wenns die um die versorgung geht, kann jeder alles
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0 # kwz 2020-04-20 17:26
Nun es war nach letzten Wahlen immer eine Tendenz festzustellen, welche dahin gegangen ist, daß sich Gruppierungen/Listen einfach aufgespaltet haben, dass einzelne Bewerber plötzlich wo ganz anders aufgetaucht sind, diese Tendenz wird sich auch im Jahre 2020 fortsetzen, nachdem ja schon sehr viele Einzelbewerber den Sprung in den Stadtrat geschafft haben.
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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 42

Bfennich, Bfenning, Bfenni: Pfennig.
Deä dreed an jeedn Bfennich um. Der dreht einen jeden Pfennig um. (= sehr sparsam, knausrig)
Schaiss auf di boä Bfenning! Scheiß/pfeif auf die paar Pfennige!

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Bfennich|fugsä: Pfennigfuchser, Knauserer 
Deä old Bfennichfugsä nimmd fai aa niggs mied. Der alte Pfennigfuchser nimmt (fai) auch nichts mit (wenn er stirbt).

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Bferde|schdoll: Pferdestall.
Doo riechds wi in an Bferdeschdoll. Da riecht es wie in einem Pferdestall.

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Bfiffä: Pfiffer. Pilze.
Du bisd mä dä a Bfiffä! Du bist mir (dä) vielleicht ein Pfiffer.
Iech möchäd widdä amoll naus di Bfiffä. Ich möchte wieder einmal hinaus zu den Pilzen. (Pilzsammeln)

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Bfiif: gepanschtes Bier, Gesöff
Gee mä fai mid dän Bfiif, eerä sauf i goä niggs! Geh mir (fai) weg mit diesem Gesöff.

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Bfingsd|ogs: Pfingstochse = sehr herausgeputzt
Deä laffd aa immä rum wi a Bfingsdogs. Der läuft auch immer herum wie ein Pfingstochse.

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Bflaadschn: großes, flächiges Stück.
A Bflaadschn Schnidsl woä dä däs! Ein großes Schnitzel war das.

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Bfläädschn: beleidigtes Gesicht od. weinerliches Gesicht
Braugsd goä ka Bfläädschn dsieng! Du brauchst gar kein beleidigtes Gesicht zu ziehen/machen.

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bfläädschn: regnen, weinen.
Äs bfläädschd äs wi. Es regnet wie selten/sehr stark.
Höä auf dsä bfläädschn, sunsd fängsd nu aana! Hör auf zu weinen, sonst fängst/bekommst noch eine Ohrfeige.

Forts.

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