„Als größte Fraktion kommt uns Grünen sowohl Gestaltungsauftrag als auch Führungsrolle zu“, verlautet die Partei. Man beanspruche das Amt des Zweiten Bürgermeisters.

Wahlergebnis hat fest gefügte Blöcke im Stadtrat aufgelöst

Die Fraktion von „Grünes Bamberg“ geht mit neuem Selbstbewusstsein und dem Anspruch auf Teilhabe an der Macht in die neue Amtsperiode. Als größte Fraktion im Stadtrat wolle man die Zukunft Bambergs wesentlich mitgestalten. Um grüne Inhalte umzusetzen, so heißt es in einer Pressemitteilung, strebe man in der Verwaltung eine verantwortliche Position wie das zweite Bürgermeisteramt mit einer Referatsleitung an.
“Wir sind bereit, politische Verantwortung für unser aller Zukunft zu übernehmen, sowohl inhaltlich als auch personell. Dabei kommt uns als größter Fraktion innerhalb des Stadtrats die Führungsrolle zu”, betonen die Grünen in ihrer Mitteilung.
Das Votum der Wähler/innen habe fest gefügte Blöcke im Bamberger Stadtrat aufgelöst und macht deutlich, dass der Politikstil der letzten Jahrzehnte ausgedient hat. „Eine aktive Stadtgesellschaft, wie wir sie wollen, braucht mehr Transparenz im Rathaus sowie vielfältige Beteiligungsformen. Wir wollen Austausch und Debatte mit den Bürger/innen, wir wollen eine glaubwürdige Politik vertreten und das verloren gegangene Vertrauen vieler Menschen in die Politik zurückgewinnen.“

Mehrheiten für neuen Politikstil suchen

Ziel sei es, das verloren gegangene Vertrauen vieler Menschen in die Politik zurückgewinnen und den ökologisch-sozialen Umbau auf lokaler Ebene zu schaffen. Dabei seien längerfristige Bündnisse oder Kooperationen ebenso möglich wie wechselnde Mehrheiten
Die Grünen verweisen darauf, dass sie in einem Eckpunktepapier erarbeitet haben, welche Projekte sie in den kommenden sechs Jahren umsetzen wollen, um diese Herausforderungen anzugehen und den ökologisch-sozialen Umbau auf lokaler Ebene zu schaffen.
Diese Inhalte stünden an erster Stelle der Grünen-Agenda. Für sie suche man jetzt Mehrheiten und Mitstreiter/innen im Bamberger Stadtrat. Diese könnten durch längerfristige Bündnisse oder Kooperationen gefunden und gesichert werden, sie sind aber auch durch wechselnde Mehrheiten möglich. Durch zahlreiche Gespräche mit allen demokratischen Parteien und Gruppierungen habe man den Prozess dazu in Gang gebracht.
Der Ausgang dieses Prozesses wird nun von den Prioritäten und der Haltung aller Kräfte im Bamberger Stadtrat abhängen. „Grünes Bamberg“ sei zuversichtlich, dass sich alle gemeinsamen Verantwortung bewusst sind, dass man eine sachliche demokratische Kultur im Stadtrat pflegen und sich gegenseitig respektvoll begegnen könne.
16.4.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.