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Auf einen guten Tag

 

Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren. Ein Augenblick der Ungeduld ein ganzes Leben zerstören.
chinesische Weisheit

 

Zwar hat die SPD bei der Stadtratswahl kräftig Federn lassen müssen, ihr Koalitionspartner Grünes Bamberg hat sie aber wieder in Amt und Würden verholfen.

Metzner wieder 3. Bürgermeister

Noch vor der konstituierenden Vollsitzung des Stadtrates am Mittwoch, den 6.5., hieß es im FT „Bamberger "Mega-Groko" deutet sich an“. Daraus wurde aber nichts, weil die CSU-BA-Fraktion schon am Tag vorher beschloss, einer angedachten „grün-schwarz-roten Groko“ nicht beizutreten. Die BA-Vertreterin in der neuen Fraktion, Ursula Redler, hatte dazu erklärt: »Es geht um Inhalte und nicht um Posten. –In der CSU-BA-Fraktion sei es bisher konstruktiv und mit dem Fokus auf Inhalte gegangen.«
Die Vollsitzung des Stadtrates war von Corona geprägt. Das führte auch dazu, dass kaum Zuhörer im Saal waren. Auch mit einem Presseausweis war es dem Berichterstatter nicht möglich, an der Sitzung teilzunehmen. Von Teilnehmern war schließlich zu erfahren, dass der grüne Kandidat Jonas Glüsenkamp (Bild r.) mit 33 Stimmen zum 2. Bürgermeister gewählt wurde. Der bisherige 3. Bürgermeister Wolfgang Metzner erhielt mit 32 Stimmen wieder sein Amt. Beide Bewerber hatten keine Gegenkandidaten.

CSU-BA wollte nur lockere Zusammenarbeit

Weil aus der Sitzung nicht direkt berichtet werden kann, nutzt die WeBZet eine Presseerklärung der CSU-BA-Fraktion, um zumindest aus deren Sicht die Situation zu erhellen. Fraktionsvorsitzender Peter Neller erklärt definitiv, dass die CSU-BA-Fraktion sich mit breiter Mehrheit entschlossen hatte, einer angedachten grün-schwarz-roten Mega-„Groko“ nicht beizutreten.
Am vergangenen Wochenende habe es zahlreiche Workshops zu verschiedenen Themen gegeben, an denen jeweils Vertreter der drei beteiligten Fraktionen (Grüne, SPD,CSU-BA) teilgenommen hätten. In konstruktiver Atmosphäre sei so ein Inhaltspapier entstanden, das zahlreiche Gemeinsamkeiten aufzeige, aber auch einen Interessenausgleich bei streitigen Themen. Laut Neller waren alle Beteiligten bemüht, sich aufeinander zuzubewegen. Die CSU-BA sah es so: »Die Wählerinnen und Wähler haben in der Wahl zum Ausdruck gebracht, dass sie Bewegung in festgefahrenen Positionen und bisherigen Blockbildungen wollen. Dem wollten wir durch sachgerechte Kompromisse Rechnung tragen, um so eine Gestaltungsmehrheit für Bamberg zu finden.« Seine Fraktion habe das erarbeitete Inhaltspapier als Grundlage der künftigen Arbeit im Stadtrat – wenn auch unter Hintanstellung von Bedenken – grundsätzlich gebilligt, betont Neller. »Wir wollten allerdings eine nur lockere Zusammenarbeit, unter Wahrung und Schärfung des eigenständigen Profils und haben deshalb die Eingehung eines förmlichen Mega-Bündnisses zwischen Grünen, Schwarzen und Roten abgelehnt.« Dies sei nicht zuletzt deshalb geschehen, »um den Eindruck zu vermeiden, die Besetzung von Posten solle durch inhaltliche Aussagen nur „etwas garniert“ werden«.
Die CSU-BA-Fraktion habe sich mit großer Mehrheit für eine grün-schwarze Kooperation ausgesprochen und einen entsprechenden Beschluss gefasst,. »Dies geschah in der Überzeugung«, so der Fraktionsvorsitzende, »dass eine „grünere“ und nachhaltige Politik von den Bürgerinnen und Bürgern gewollt und für die Erhaltung der Lebensqualität in Bamberg auch wichtig und richtig sei.« „Wenn unsere Entscheidung jetzt nicht zum Tragen kommen kann, dann respektieren wir dies und reichen allen im Stadtrat vertretenen demokratischen Kräften die Hand zur Zusammenarbeit“, so Neller.
6..5.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+15 # Baba Yaga 2020-05-06 23:22
So so. Schon wieder dieser eventaffine Grüßgottonkel.
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+5 # cunningham 2020-05-07 12:04
Eine Groko-Diktatur hatten wir in Bamberg schon viel zu lange. Die Absichtserklärung der CSU-BA-Fraktion hört sich zumindest gut an: Verzicht auf Postenschieberei, Fokus auf Inhalte, dem Wählerwillen Rechnung tragen.
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+9 # Sebastian 2020-05-07 19:47
Was mich interessieren würde, ob die Grün-Rot-Groko nicht klammheimlich von Linke/Die Partei unterstützt wird? Denn Grün-Rot hat doch allein keine Mehrheit. Und eine offene Unterstützung durch die Hardcore-Linken traut man sich doch nicht.
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-5 # Bergradfahrer 2020-05-08 08:23
Ich finde sie lustig, die offensichtlich umgehende Angst, dass die Linken Bamberg zu einer Räterepublik machen könnten.
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+12 # ThoMü 2020-05-07 22:15
Die CSU geht freiwillig in die Opposition! Sie scheinen begriffen zu haben, dass sie in dieser möglichen Mega-GroKo sicher die Verlierer gewesen wären. Jetzt werden sie wenigstens ab und zu gebraucht. Machtpolitisch können sie dazu lernen.
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+2 # DerBamberger 2020-05-19 23:53
Ja. Das kann die CSU. Machtpolitisch dazu lernen, dass sie nämlich keine Macht mehr hat. Wird das begriffen, kann man endlich die alten Socken ausziehen und sich auf die Suche nach der Zukunft machen. Das tut bei dem Haufen nämlich wirklich not.
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+3 # Charles M. 2020-05-09 11:59
Kann es sein, daß ein Berichterstatter mit einem Presseausweis nicht in eine öffentliche Sitzung nicht reinkommt? Das fängt ja gut an.
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+3 # zerberus 2020-05-14 11:24
Ehrlich gesagt: So recht klug werde ich nicht aus dieser etwas verschwurbelten Pressemitteilung der CSU-Fraktion.
Denn offensichtlich hat man ja Zeit und Mühe investiert, um eine gemeinsame inhaltliche Plattform zu erarbeiten. Und diese Plattform wird ja nach wie vor als tragfähige Grundlage für die künftige Arbeit betrachtet.
Warum also wird sie nicht unterschrieben und weiter mitgetragen?
Dafür werden - wenn ich das richtig sehe - zwei Gründe angeführt: Zum einen, eher rückwärts gewandt, die Tatsache, dass man als CSU in der GroKo nicht genügend wahrgenommen worden sei. Das richtet sich zum einen gegen die SPD (kann man vielleicht nachvollziehen), ist aber auch ein Stück weit selbstkritisch. Besser gesagt: kritisch gegenüber der Arbeit ihres herausragenden Vertreters in der GroKo, Bürgermeister Lange nämlich. Oder?
Zum anderen will die CSU mit der Nicht-Unterschrift unter dem Kooperationspapier erreichen, dass sie nicht mit der Besetzung der zu vergebenden Posten (= Bürgermeister) in Verbindung gebracht wird. In diesem Papier ist aber von den Personalien überhaupt nicht die Rede, da geht es nur um inhaltliche Fragen.
Was nicht heißen soll, dass die Personalien keine Rolle spiel(t)en, aber eben nicht in diesem Papier. Bei der Besetzung der Posten gab es doch wohl zwei wesentliche Haltungen: Starke wollte ZWEI hauptamtliche weitere Bürgermeister, um diese Super-GroKo personell zu untermauern. Der hauptamtliche dritte Bürgermeister war aber für die Grünen, schon aus finanziellen Gründen, ein absolutes No-Go.
Die Grünen wollten eigentlich nur EINEN weiteren Bürgermeister, waren aber bereit, um den inhaltlichen Kompromiss nicht völlig zu gefährden, einen dritten ehrenamtlichen Bürgermeister mitzutragen. Der sollte dann, der Arithmetik der Wahlergebnisse folgend, von der CSU kommen.
Ich frage mich mich, warum die CSU nicht auf diesen Vorschlag eingegangen ist. Klar ist, dass Lange das nicht wollte, weil das seinen Status als Polit-Profi beendet hätte. Aber dieser Status ist ohnehin erst einmal vorbei. Oder hofft er darauf, als berufsmäßiger Stadtrat (Kulturreferent) wieder ins Spiel kommen zu können? Das würde aber die Aussage der CSU-Fraktion, sich nicht an der Posten-Besetzung beteiligen zu wollen, zumindest im Nachhinein völlig unglaubwürdig machen.
So hat die CSU jetzt gar nichts, sondern stattdessen einen weiteren SPDler (die konkrete Person will ich lieber nicht kommentieren...) als 3. Bürgermeister. "Worst case" könnte man das nennen. Aber vielleicht ist das der Preis, ich spekuliere jetzt, den man in Teilen der CSU bereit war zu zahlen, um den intern ja nicht unumstrittenen Lange endgültig aufs Abstellgleis zu schieben?
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B 42

Bfennich, Bfenning, Bfenni: Pfennig.
Deä dreed an jeedn Bfennich um. Der dreht einen jeden Pfennig um. (= sehr sparsam, knausrig)
Schaiss auf di boä Bfenning! Scheiß/pfeif auf die paar Pfennige!

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Bfennich|fugsä: Pfennigfuchser, Knauserer 
Deä old Bfennichfugsä nimmd fai aa niggs mied. Der alte Pfennigfuchser nimmt (fai) auch nichts mit (wenn er stirbt).

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Bferde|schdoll: Pferdestall.
Doo riechds wi in an Bferdeschdoll. Da riecht es wie in einem Pferdestall.

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Bfiffä: Pfiffer. Pilze.
Du bisd mä dä a Bfiffä! Du bist mir (dä) vielleicht ein Pfiffer.
Iech möchäd widdä amoll naus di Bfiffä. Ich möchte wieder einmal hinaus zu den Pilzen. (Pilzsammeln)

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Bfiif: gepanschtes Bier, Gesöff
Gee mä fai mid dän Bfiif, eerä sauf i goä niggs! Geh mir (fai) weg mit diesem Gesöff.

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Bfingsd|ogs: Pfingstochse = sehr herausgeputzt
Deä laffd aa immä rum wi a Bfingsdogs. Der läuft auch immer herum wie ein Pfingstochse.

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Braugsd goä ka Bfläädschn dsieng! Du brauchst gar kein beleidigtes Gesicht zu ziehen/machen.

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