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Auf einen guten Tag

 

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern als ihr treu zu bleiben.
Friedrich Hebbel

 



 

Am Anfang war alles gut. Noch am vergangenen Wochenende haben GRÜNES BAMBERG/ÖDP/VOLT, SPD und CSU-BA ein gemeinsames Papier für die Stadtratsperiode 2020 bis 2026 erarbeitet. Dann stieg CSU-BA aus.

Ein „Bamberg-Pass“ wird eingeführt

Das Kooperationspapier umfasst mehrere Seiten und soll jetzt auch für die beschlossene Koalition aus GRÜNES BAMBERG / ÖDP / VOLT, SPD ohne CSU-BA gelten. Die WeBZet kann hier nur einige Schwerpunkte in Stichworten benennen.

1. Haushalt und Finanzen

Eine solide Haushaltspolitik stellt die Leistungsfähigkeit einer Stadt sicher und ist die Grundlage für die Verwirklichung der politischen Ziele. Für alle politischen Entscheidungen gilt der Haushaltsvorbehalt. An der „Politik der soliden Finanzen“ soll möglichst festgehalten werden, doch behält man sich aufgrund der Corona-Krise eine Erhöhung der Nettokreditaufnahme vor.

2. Soziales
Vier Aufgabenbereiche wurden gesondert herausgearbeitet.
• Bildung und Kinderbetreuung: Dazu heißt es: Kinder sind Bambergs Zukunft. Durch die Ausweitung des bestehenden Betreuungsangebotes soll die Vereinbarung von Familie und Beruf erleichtert werden. So wollen wir in den kommenden 6 Jahren die Ganztagesangebote entscheidend verbessern. Einen besonderen Schwerpunkt werden wir auf die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft in Bamberg legen.
Bis 2026 sollen mindestens 1000 neue Betreuungsplätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren schaffen, sowie 500 neue Pflegeplätze. Bis 2025 sollen alle Schultoiletten generalsaniert sein. Ein Digitalisierungskonzept für Schulen soll bis 2023 umgesetzt werden. Mit einer Mitmach-App sollen ab spätestens 2021 die Bürger mehr an der Stadtpolitik teilhaben.
• Senior/innen, Pflege und Soziales: Der Zusammenhalt einer Stadt gelingt nur dann, wenn vor allem diejenigen unterstützt werden, die auf Hilfe angewiesen sind.
Bis 2026 werden 500 neue Pflegeplätze geschaffen; bis 2025 sollen mindestens 100 dringend benötigte Kurzzeitpflegeplätze entstehen. Ein „Bamberg-Pass“ wird zum 01.01.2022 eingeführt.
• Bürger/innenbeteiligung: Neue und bewährte Strukturen sollen dafür sorgen, dass sich Bürger/innen über städtisches und kommunalpolitisches Handeln informieren und sich wirkungsvoll daran beteiligen können.
Ein Konzept für eine digitale Teilhabe in Form einer Mitmachapp wird bis spätestens Juli 2021 erstellt. Unter Einbindung der Bürgervereine sind eine Bürger/innenbeteiligung-Satzung und ein geloster Bürger/innenrat zu prüfen.
• Migration, Integration, Gleichstellung: Kulturelle Vielfalt ist eine Chance für Bamberg. Für die schnellstmögliche Schließung des „Ankerzentrums“ spätestens zum Vertragsende 2025 und die Nachnutzung wird ein Strategiepapier erstellt, außerdem werden zeitnah Verhandlungen mit Bund und Land aufgenommen. Die Arbeit an der Erstellung des Strategiepapiers wird sofort aufgenommen.

„Bayerlein-Bilder“ im Rathaus Maxplatz werden abgehängt

3. Stadtentwicklung – Konversion – Bauen – Wohnen - Bahnausbau
• Wohnen: Bis 2026 sollen 500 Sozialwohnungen geschaffen werden. Die Sozialklausel wird auf eine Bandbreite von 20 bis 30 Prozent erhöht.
• Konversion: Auf der Muna sind Schutzzonen in Form von Bannwald, Landschaftsschutzgebieten und Naturschutzgebieten auszuweisen. Es können maximal 20 ha nutzbare Fläche ausgewiesen werden, wozu vornehmlich versiegelte Flächen heranzuziehen sind.
Die Verhandlungen zum Erwerb der Fläche des Ankerzentrums sind zeitnah aufzunehmen. Für eine Umnutzung dieses Areals ist im Herbst 2020 ein Aufstellungsbeschluss zu fassen.
• Bahnausbau: Die Errichtung von Photovoltaikanlagen entlang der Bahntrasse ist zu prüfen. Die Stadt regt bei der Bahn an, die Bürgerbeteiligung zu den Ausbauvorhaben besonders intensiv durchzuführen.

4. Kultur – Sport - Wirtschaft – Tourismus – Digitalisierung - Europa
• Kultur: Das neue Kulturzentrum auf der Lagarde (Posthalle und Kulturhof) wird realisiert. Ein erstes niedrigschwelliges Angebot zur Nutzung muss im Jahr 2020 starten. Ansonsten sind Zwischennutzungen dort zu befürworten. Der Nutzungsvertrag für das Kesselhaus wird um vier Jahre verlängert. Fünf Prozent der Haushaltsmittel aus dem Kulturetat werden der freien Kulturszene zur Verfügung gestellt. Bei der Sanierung der Immobilie „Obere Sandstraße 20“ wird die Möglichkeit von Musikveranstaltungen angestrebt. Die seit Jahren umstrittenen „Bayerlein-Bilder“ im Rathaus Maxplatz werden abgehängt.
Städtische Liegenschaften und Räumlichkeiten des Konzerns Stadt (wie z.B. Konzert- und Kongresshalle, Brose-Arena, VHS, etc. und bspw. Schulen) sollen für lokale Kulturschaffende geöffnet werden. Dies kann nach dem Vorbild der Vereinbarung der IG Freie Darstellende Künste mit dem ETA Hoffmann Theater geschehen.
• Sport: Die Maßnahmen des Sportentwicklungsplans werden fortgesetzt.
• Wirtschaft: Ansiedlung weiterer Unternehmen auf der Lagarde vorrangig mit den Profilen Innovation und Zukunftsfähigkeit. Stärkere Etablierung Bambergs im Rahmen des „medical valley“ der EMN.
• Tourismus: Die Einführung einer Tourismusabgabe wird angestrebt. Besucherströme sollen besser gelenkt werden, etwa durch Höchstbesucherzahlen.
• Digitalisierung: Weiterer Ausbau der Digitalisierung der internen Verwaltungsprozesse sowie der digitalen Dienstleistungen der Verwaltung für die Bürger.
• Europa: Für Neubürger aus EU-Staaten wird ein Willkommenspaket eingeführt. Am 8. Mai soll jährlich ein städtisches Europafest stattfinden.
Selten sind WeBZet-Artikel so lang wie der vorliegende. Dennoch wird noch ein zweiter zum Thema kommen, der sich ausschließlich mit den Bereichen „Umwelt, Mobilität, Klima“ befassen wird.
8.5.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+5 # supi 2020-05-09 18:14
nun sind wir mal ehrlich, eine ansammlung von allgemeinpätzen, alles sehr nebulös wenig konkret, wenig substanz, vlt kann es ja der angekündigte teil 2 retten, obwohl ich auch da meine bedenken habe.
Antworten | Dem Administrator melden
+2 # Delivery 2020-05-10 11:54
20% Gewerbe auf der Muna? Dabei wird es nicht bleiben. Bei DEN Märchenerzählern im Rathaus....
Lasst die Muna Muna bleiben, als öffentlich begehbares Lost-Place-Mahnmal. Geschichte und Natur sind wichtiger als dieses hinterherrennen nach immer mehr Geld.
Antworten | Dem Administrator melden
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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 B 39
Bedä: Peter.
Bedä hassd a jeedä. Peter heißt ein jeder.

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bedd: bettet.
Wi mä sich bedd, so lichd mä. Wie man sich bettet, so liegt man.

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Bedd, Beddn, Beddä: Bett(en).
Di Beddn muss i aa nuch machn. Die Betten muss ich auch noch machen.
Hoid is schöö, doo ko mä di Beddä naushänga. Heute ist (das Wetter) schön, da kann man die Betten (ins Freie) hängen

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Bedd|badschä: Bettpatscher. Teppichklopfer.
Wad nä, wänn dä Vorrä kummd, grigsd si midn Beddbadschä! Wart nur, wenn dein Vater kommt, kriegst sie mit dem Bettpatscher.

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Bedd|brundsä, Beddsaachä: Schimpfwort. Bettnässer.
Woos willn deä Beddbrundsä doo? Was will denn der ...?

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Bedd|hoofm: Betthafen. Nachttopf.
Früä hod jeedä sain Beddhoofm undän Bedd kobd. Früher hat jede/r seinen/ihren Nachttopf unter dem Bett gehabt.

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Bedd|hubfäla: Süßes vor dem Schlafengehen.
Da, hosd a Beddhubfäla! Da, hast dein Betthüpferla!

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Beddi: Betti, Elisabeth
No, wänns dai Beddi ned waass, donn schdimmds ned. Nein, wenn es deine Betti nicht weiß, dann stimmt´s nicht.

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Bedd|schdäddla: Kinderbett.
Eä schlöffd fai nu in sain Beddschdäddla. Er schläft nun/jetzt in seinem Kinderbett. fai = unübersetzbares Füllsel!

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Bedd|schweän: Bettschwere, bisweilen auch nach Alkoholgenuss. Ermüdung. 
Mai Beddschweän hob i nu long ned. Meine Bettschwere hab ich noch lange nicht.

Forts.

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