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Auf einen guten Tag

 

Man wächst durch seine Aufgaben.
unbekannt

 

Die jüngeren unter uns werden sich dran erinnern. Viele Jahre und einige Brückendesaster ist es her, als ein damals noch junger Oberbürgermeister mit einem großen Versprechen antrat

 Der 3. Bürgermeister wird fürs Händeschütteln bezahlt

… dem Versprechen, die Verwaltung zu verschlanken und damit kräftig Personalkosten einzusparen. Nun, einige Jahre im Passiv-Rathaus-Standard später, scheint er sich tatsächlich auch wieder daran zu erinnern. Sapperlot, so ein Zufall! Dass dieses Wiederaufflammen an alte Wahlversprechen ganz offensichtlich rein zufällig mit dem Moment zusammenfällt, wo die Hälfte des Spitzenpersonals am Maxplatz vom Schreib- an den Ratsseniorenstammtisch verabschiedet wird, dürfte nur dem treuen Beobachter städtischer Personalien auffallen. Zeitgleich ist – bedingt durch die Kommunalwahl – zusätzlich der Posten des Kultur- und Schulreferenten vakant, weil aus dem Bürgermeister ein Altbürgermeister wurde. Aber halb so wild. Schulen und Kultur, das haben wir in den letzten Monaten gelernt, ist ohnehin nicht systemrelevant und faktisch momentan nicht existent.
Seit der Wahl wird nun hinter den Kulissen gebastelt und gewerkelt, ganz unbemerkt von der Öffentlichkeit, die ihre Pflicht mit der Wahl erfüllt zu haben glaubt und davon ausgeht, dass ihr heiliger Wählerwille nun auch Umsetzung bei der Besetzung von Referentenposten im Rathaus findet. Referenten, das sind oftmals berufsmäßige Stadträte und Bürgermeister, denen dann der ehrenamtliche Stadtrat und die Bamberger Presse auf die Finger schaut. – Ja. OK. War ein Witz. Referenten machen in Bamberg traditionell ihr Ding.

Wenn‘s nun eben nach diesem Wählerwillen ginge (und weil unser neuer 2. Bürgermeister ja nicht wie der 3. Bürgermeister fürs Händeschütteln bezahlt wird – wobei sich hier die Frage stellt, wofür der 3. Ehrenamtliche Bürgermeister aktuell bezahlt wird, wenn er nicht mal Händeschütteln darf. Aber anderes Thema…), müsste Jonas Glüsenkamp das Referat für Fahrradfahren übernehmen. Gibt’s leider nicht. Dafür aber Umwelt, also ungefähr das gleiche. In dem Bereich kann er hier in der Stadt wenig kaputt machen. Und das hat nix mit seinem Alter zu tun, der Witz ist inzwischen oft genug von irgendwem gemacht worden. Der Bereich Umwelt ist bis heute eine Art unbeachteter, alter Kartoffelacker.
 
Das Referatsgeschubse unauffällig nutzen …

 

Beim Personal und den Finanzen ist das natürlich was Anderes. Da könnte man nun das Referatsgeschubse nutzen und vielleicht unauffällig hin- und herschieben, ohne dass es jemand so recht merkt. Wichtig wäre nur: Wenn das weiterhin unter Kontrolle von ganz oben bliebe, vielleicht sogar in einer Hand, ließe sich womöglich noch zwei, drei Jahre vernebeln, was die personelle Aufrüstung der Pressestelle hin zu einem richtigen Amt und das neue Amt für Bürgerbeteiligung an Kosten verschlungen hat, die man nun irgendwo einsparen muss. Einsparen?! Niemals! Da wedeln sie ja gern groß, die hohen Damen und Herren: „Sparen: Ja! – Aber nicht an der Jugend. Die ist ja unsere Zukunft. Und wo wir dabei sind: Auch nicht an der Kultur. Weil: Wir sind ja eine WeltKULTURerbestadt.“
Achso, ja, richtig. Das vakante Referat für Schule und Kultur! Was tun? – „Ach Gott. Ja.“, höre ich die Verantwortlichen bald stottern. „Entscheidend ist doch, dass wir sagen, dass uns Kultur und Schule am Herzen liegen!“ – Und für die ganzen Baustellen in diesem Bereich, für die eh kein Geld da ist? – Ja, da wird sich einer oder eine finden. Am besten jemand, der weiß, welches Geld ganz sicher nicht da ist. Einen oder eine, der oder die selbst das auch noch ganz geschickt und mit viel Floskelei als großen Erfolg und als Stärkung für die Kulturszene verschwurbelt bekommt? – Ach ja. Ich bin gespannt, wen sie da wohl hochloben.
19.6.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. rechte Spalte unten) freigeschaltet.
Kommentare   
+20 # Heiner 2020-06-21 09:43
Nix gegen den Metzner, aber die Aufgaben vom 3ten Bürgermeister können sich auch die Fraktionsvorsitzenden teilen.
Antworten | Dem Administrator melden
0 # Bambercher 2020-06-22 11:01
https://www.stadt.bamberg.de/buergerinformationssystem/vo020.asp?VOLFDNR=8013

Personalkosten sparen...naja...
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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 B 39
Bedä: Peter.
Bedä hassd a jeedä. Peter heißt ein jeder.

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bedd: bettet.
Wi mä sich bedd, so lichd mä. Wie man sich bettet, so liegt man.

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Bedd, Beddn, Beddä: Bett(en).
Di Beddn muss i aa nuch machn. Die Betten muss ich auch noch machen.
Hoid is schöö, doo ko mä di Beddä naushänga. Heute ist (das Wetter) schön, da kann man die Betten (ins Freie) hängen

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Bedd|badschä: Bettpatscher. Teppichklopfer.
Wad nä, wänn dä Vorrä kummd, grigsd si midn Beddbadschä! Wart nur, wenn dein Vater kommt, kriegst sie mit dem Bettpatscher.

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Bedd|brundsä, Beddsaachä: Schimpfwort. Bettnässer.
Woos willn deä Beddbrundsä doo? Was will denn der ...?

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Bedd|hoofm: Betthafen. Nachttopf.
Früä hod jeedä sain Beddhoofm undän Bedd kobd. Früher hat jede/r seinen/ihren Nachttopf unter dem Bett gehabt.

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Bedd|hubfäla: Süßes vor dem Schlafengehen.
Da, hosd a Beddhubfäla! Da, hast dein Betthüpferla!

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Beddi: Betti, Elisabeth
No, wänns dai Beddi ned waass, donn schdimmds ned. Nein, wenn es deine Betti nicht weiß, dann stimmt´s nicht.

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Bedd|schdäddla: Kinderbett.
Eä schlöffd fai nu in sain Beddschdäddla. Er schläft nun/jetzt in seinem Kinderbett. fai = unübersetzbares Füllsel!

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Bedd|schweän: Bettschwere, bisweilen auch nach Alkoholgenuss. Ermüdung. 
Mai Beddschweän hob i nu long ned. Meine Bettschwere hab ich noch lange nicht.

Forts.

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