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Auf einen guten Tag

 

Wer keinen Sinn im Leben sieht ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.
Albert Einstein

 

Erste Entscheidungen sind getroffen. Erfahrungsgemäß kann man an Personalentscheidungen am ehesten mögliche neue Denkmuster entdecken. Fehlanzeige!

Neue Referenten wurden ohne Ausschreibung gekürt

In der abgelaufenen Wahlperiode gab es im Bamberger Stadtrat die weite Einsicht, dass Führungsposten im Rathaus grundsätzlich ausgeschrieben werden sollten. Mit besonderem Nachdruck hat sich dafür die grüne Fraktion (GAL) eingesetzt: Ausschreibungen bei Vergaben und höheren Personalentscheidungen. Vergessen.
Symbolisch kam es bei der Ernennung einer neuen Leitungsperson für Kultur zu einer harten Debatte und schließlich zu einer Kampfabstimmung. Der Grundsatzstreit hatte sich an der Beförderung von Ulrike Siebenhaar entzündet. Die bisherige Leiterin des städt. Presseamtes soll nach dem Wunsch von OB Starke, der SPD-Fraktion und der Fraktion Grünes Bamberg zum 1. Juli zur neuen Referentin für Kultur und Welterbe befördert werden. Die 51-jährige studierte in den 90er Jahren Kunstgeschichte und Archäologie in Erlangen und gilt in der Starke-Seilschaft im Rathaus als Basiskraft. Nicht aber die Person an sich stand im Mittelpunkt der streitigen Diskussion, sondern der Umstand, dass die Entscheidung unter Verzicht von externer und gar interner Ausschreibung und damit ohne Mitbewerber erfolgen sollte. Es ging um eine Prinzipfrage, in der sich insbesondere die CSU-BA-Fraktion an die Vorsätze der letzten Jahre erinnerte. In einem schriftlichen Antrag verlangte sie, zukünftig die Stellen der Referenten/innen sowie die der Amtsleiter/innen (Beamte und Angestellte) auszuschreiben. »Wir brauchen hier keine Personalpolitik von Majestäts Gnaden«, sagte Fraktionschef Peter Neller. »Wir müssen ein transparentes Verfahren einführen, das der Staat bei seinen Beamten schon lange praktiziert.«

Dem Vorwurf eines Postenschachers aus dem Weg gehen

Die Sprecherin der Fraktion „Grünes Bamberg“, Ulrike Sänger meinte dazu lediglich, wir lehnen den Antrag der CSU-BA-Fraktion ab. Weitere Redner des grün-roten Bündnisses hoben hervor, dass Ausschreibung schon gut sei, »aber nicht immer sinnvoll« (Grader, GB) und »wir leben jetzt in anderen Zeiten« (Schwimmbeck, BaLi). Auf deutlichen Unmut stieß SPD-Sprecher Klaus Stieringer. Er warf der CSU-Fraktion irritierendes Verhalten vor und dass diese nur „ihren“ Ex-Bürgermeister und Kulturreferenten Dr. Christian Lange unterbringen wolle. Dieser »Legendenbildung« widersprach Ursula Redler (CSU-BA). Die CSU habe die Zusammenarbeit mit Grünen und SPD auch deshalb abgelehnt, weil sie dem Vorwurf eines Postenschachers aus dem Weg hat gehen wollen »Wir hätten Dr. Christian Lange auf direktem Weg haben können, sagte Redler, »haben uns aber für den sauberen Weg einer Ausschreibung entschieden.«
Es meldeten sich noch mehr Redner. Schließlich lehnten 23 Stadträte (grün-rot-rot-Volt) den Antrag der CSU-BA ab, 19 waren dafür.
Für die Leitung des Schulreferats und die demnächst vakante Spitzenposition des Personalamts sind von Stadtspitze und Stadtratsmehrheit Dr. Matthias Pfeufer und Robert Sporer, bisher Leiter des Schlachthofs Bamberg, vorgesehen.
26.6.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die Webzet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+8 # GodFather 2020-06-26 14:51
Hat die Hof-Propagandistin ihre Rolle gut ausgefüllt? Wird sie also von Strippenzieher-Andi's Gnaden befördert. Weil sie so qualifiziert ist, denn ihr Herz schlägt für die Kultur? Really?
Sche####, Grünes Bamberg, so hätte ich mir den Start nicht vorgestellt. Eine Konservative für die Kultur, dann gute Nacht Subkultur. Da war ja der Prediger noch das kleinere Übel.
Hoffentlich war es kein Fehler diese Kröte zu schlucken und bei Verkehr, Klima, Bau, Energie hat man das Heft des Handelns in der Hand.
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+13 # supi 2020-06-26 16:33
nun es ist doch immer schön mit anschauen zu dürfen, dass sich nichts verändert, alles immer gleich abläuft. da haben es doch unsere grün-alternativen-ökos binnen knapp 8 wochen geschafft, zu begreifen, wie der hase läuft. eine leistung in anbetracht der zweidimensionalität. nun mit den problemen und deren lösung vor ort haben sie noch ein problem, dafür tummeln sie sich mittels diverserer resolutionen schon mal in der grossen weltpolitik. merke auch die zwidimensionalität hindert keinen zu grösserem berufen zu sein.
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+22 # CFRA2 2020-06-26 16:43
... und wieder so ein Beispiel der links-grünen, wenn es um die eigenen "Pöstchen" (=Geld) geht, werden die früher ehren Ideale flugs über Bord geworfen!
Ebenso sollte gerade Stieringer, mit dem immer noch im Raum stehende Vorwurf der Wahlkampffinanzierung durch sein Stadtmarketing, ganz ruhig sein!
Da wird auf Bamberg noch einiges Ungemach zukommen!
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+12 # Heiner 2020-06-26 20:21
Ich, der ja immer schreit man muss zur Wahl.....
So langsam mag auch ich nicht mehr, bin angepisst total, grad auch von denen die diese Entscheidung getroffen haben. Das ist ein toller Start für den neuen Stadtrat. Florian Herrnleben mach doch von diesem Theater ein Stück!
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+18 # Werner 2020-06-26 21:13
Alter Wein in neuen Schläuchen - nix anderes ist das!
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+11 # Landkreisbürger 2020-06-26 22:03
Ich lese ja nahezu täglich die WebZet....

Aber was für ein Wendehalshaufen in Bamberg Stadt.
A la Seehofer, usw.

Zum Glück ist's auf dem Länd'le noch a wenger ruhiger;
Ansonsten: "Anna-Maria, mei Tropfen, bitte!!" ;-)
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-21 # Christiane Hartleitn 2020-06-27 09:24
Als Beirätin des Vereins "Kunstraum Jetzt!", der sich seit Jahren für den Erhalt & die Weiterentwicklung des Kesselhauses einsetzt, habe ich versucht, eine Einschätzung abzugeben:
"...(Der Posten einer Stabschefin) der Pressestelle ist von so umfassender Bedeutung, dass die grüne Mehrheit hier UNBEDINGT eine Änderung erreichen musste. Wenn ich so drüber nachdenke, hat das die CSU über Jahre versäumt. Die Pressemitteilungen aus dem Rathaus hat unsere CSUler bisweilen kalt erwischt. ... Diese zentrale Position wird der OB schmerzlich vermissen. (Schau doch mal das neue Rathaus-Journal an, da kann man das bereits erkennen…)
...
Die bisherige Stabschefin hat eine lebenslange Stelle, hochdotiert. Damit die Bezüge, die ja sowieso gezahlt werden müssen, ordentlich verwendet werden, braucht es auf der oberen Verwaltungsebene eine Stelle. ... (Die Entscheidung) ist nicht nur Gehalts- sondern auch Gesichtswahrend. Als Kunsthistorikerin ist sie (Ulrike Siebenhaar) ja auch nicht berufsfremd. ... Denn auch hier hat sie Gestaltungsmöglichkeiten und einen guten Mitarbeiterstab. Sie hat Führungsqualitäten, die sie (und die Kultur) gut nutzen können, ihre Erfahrungen in der Presse kann für uns (die Kultur, die Kulturschaffenden, das Kesselhaus) gut sein! ..."

Und vielleicht sollte man auch mal die Entscheidungsgrundlage von Grünes Bamberg lesen: https://www.gruenes-bamberg.de/ein-neuanfang-fuer-die-kultur-in-bamberg/2020/06/26/?fbclid=IwAR3Q0ye8XPK4ZNPBvINNpk3EzfiWhd_byj71vspxMFii-gw1retAzNBOsr8
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+27 # CFRA2 2020-06-27 14:37
@Christiane,
jetzt wird es aber doch etwas peinlich, nur weil die Grünen in Ihrer Entscheidungsfindung
gendergerecht weibliche Personen bevorzugen, soll diese Entscheidung korrekt sein?
Hat sich denn in ihren Reihen immer noch keine "Diverse Person_div" gefunden? Die müsste doch,
egal welche Qualifikation diese "Person*in*div" aufweist bevorzugt werden.
Rätsel über Rätsel!
Ich (als Mann!) sehe weiterhin schwarz für alle Bamberger Bewohner (ohne *innen!)
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+32 # Informierte Bürgerin 2020-06-27 15:15
@Christiane
Das rechtfertigt das Postengeschachere, das der OB seit Jahren - bislang mit der csu jetzt mit den Grünen - und nun froh und munter weiter praktiziert in keiner Weise. Wäre die besagte Person wirklich so gut, hätte sie sich doch auch in einer Ausschreibung durchgesetzt. Dass sie aus dem Dunstkreis des OB ist und nun in eine noch höhere Position weiter rückt ohne jedes Auswahlverfahren, stinkt zum Himmel: Versorgungsposten auf fast allen wichtigen Stellen. Das Studium der Kunsthistorik ist sicherlich für sich genommen kein ausreichendes Qualifizierungsmerkmal, ebensowenig das Geschlecht. Ich finde es anmaßend, wie einige wenige („Kultur“-)Stadträte meinen, genug Fachkenntnis zu haben, um ohne Verfahren eine Position auf diese Art zu vergeben. Es handelt sich hier schlichtweg um HinterzimmerDeals.
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0 # Gerd Rudel 2020-07-03 10:29
Gestern wurde im FT Herr Neller folgendermaßen zitiert:
„Was da abgeht, hätte sich die CSU in ihren besten Zeiten nicht getraut.“
Wenn das nicht so dreist gewesen wäre, hätte ich vielleicht herzlich gelacht.
So musste ich an den berühmten Spruch von F.W. Bernstein denken: "Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche."
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B 44
Bfrobfä: Schimpfwort. Pfropfen. Korken.
Deä Bfrobfä brauchd äs Maul aufraissn. Der "Propfen" braucht das Maul aufreißen.

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bfrobfäd voll: überfüllt, übersättigt.
Nooch dän Ässn wori bfrobfäd voll. Nach dem Essen war ich randvoll.

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bfrobfän: leise vor sich hinschimpfen.
Woos bfrobfäd si dänn scho widdä? Was schimpft sie denn schon wieder vor sich hin?

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Bfüll: Pfühl. Federkissen.
A schöss Bfüll. Ein schönes Kissen.

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Iä Moo is a Bfundskärl. Ihr Mann ist ein Pfundskerl.

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