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Auf einen guten Tag

 

Nicht weil es so schwer ist wagen wir es nicht. Sondern weil wir es nicht wagen ist es so schwer.

unbekannt

 

Bissige Fragen stellt die CSU-BA-Fraktion zum Stadtmarketing und dessen Geschäftsführer Klaus Stieringer. Über die Verwendung des städt. Zuschusses soll künftig Rechenschaft abgelegt werden.

Ein Zuschuss nur noch dann, wenn die Fragen zufriedenstellend beantwortet sind

Schon Vorgänge im Zuge des Kommunalwahlkampfs im Frühjahr haben die mittlerweile politischen Gegner des Vorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion dazu veranlasst, dessen Handeln genauer unter die Lupe zu nehmen. In einem Antrag an OB Andreas Starke verlangt  die CSU-BA-Stadtratsfraktion jetzt die Einführung einer jährlichen Evaluierung der Arbeit des Stadtmarketing-Vereins gegenüber dem Stadtrat.
In einer Pressemitteilung begründet der Vorsitzende der Fraktion, Peter Neller, den Vorstoß seiner Fraktion nicht nur mit den Ergebnissen tieferer Recherchen, sondern auch mit Kritik und Fragen zahlreicher Geschäftsleute in der Stadt. Von einigen Werbeplakaten und einem aktuellen Spendenaufruf zur Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung habe man heuer keine weitere Initiative bemerken können. Dennoch habe der Verein seinen jährlichen Zuschuss in Höhe von rd. 70.000 € erhalten und erwarte sicher eine Fortsetzung der Unterstützung im Jahr 2021. „Wir werden aber einer weiteren Bezuschussung nur dann zustimmen, wenn unsere Fragen zufriedenstellend beantwortet werden“, hebt Neller hervor.
So will die Fraktion unter anderem wissen, wie es in der Vereinbarung über die Bezuschussung geregelt ist, dass das Stadtmarketing auch Rechenschaft über die Verwendung abzulegen hat? Wie die Struktur und Bezahlung der vom Stadtmarketing gesponserten und organisierten Festivitäten abläuft? Ob und wie die Künstler bei Bamberg zaubert oder dem Jazzfestival üblicherweise bezahlt werden? Ob Gewinn erwirtschaftet wird? Man bittet um Darlegung anhand eines Beispiels aus 2019 mit Einnahmen- und Ausgabenposten, heißt es in dem CSU-BA-Antrag.
Wesentlich aufgrund kritischer Bemerkungen von Geschäftsleuten wurde in dem Schreiben auch die Frage aufgenommen: „In welchem Verhältnis steht die wirtschaftliche Betätigung im Stadtgebiet Bamberg im Vergleich zur Gesamtzahl der Mitglieder sowie dem gesamten Beitragsaufkommen?

Hat sich Stieringer Wahlanzeigen vom Stadtmarketing finanzieren lassen?

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Ursula Redler, fragt in dem Schreiben an den Oberbürgermeister auch danach, „wie auf die rechtlich nicht erlaubte Wahlwerbung des City-Managers im zurückliegenden Wahlkampf reagiert worden ist“. Die damals von Klaus Stieringer im Fränkischen Tag vom 14.3.2020 FT gegebene Antwort sei falsch gewesen. Wie man mittlerweile wisse, sei die politische Werbeanzeige für die Person Klaus Stieringer über das Unternehmensprofil des Stadtmarketings aufgegeben worden und nicht auf seinen privaten Account.
Die Mitunterzeichner des CSU-BA-Antrags, die Stadträte Gerhard Seitz und Stefan Kuhn, halten es für zwingend, dass in Zukunft eine Evaluierung der Arbeit des Stadtmarketing-Vereins anhand von Zielvereinbarungen stattfindet. Der Zuschuss der Stadt soll nur noch jährlich genehmigt werden. Das sei mittlerweile Usus bei kommunalen Unterstützungsleistungen und muss „unseres Erachtens erst recht und mit höheren Anforderungen bei institutioneller Förderung wie bei Stadtmarketing zwingend erfolgen“.
Hinweis: In der Wochenendausgabe des Fränkischer Tag (10/11.10.) ist ein umfassender Bericht zum Thema zu lesen. Insbesondere der Kommentar von Chefreporter Michael Wehner spricht eine klare Sprache.
11.10.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+30 # Baba Yaga 2020-10-11 10:47
So ein Vorstoß ausgerechnet von diesen langjährigen Eventabnickern.
Kaum fällt dieser Quatsch mal aus, wird die Existenzberechtigung des Veranstalters in Frage gestellt. Dabei ist doch längst bekannt, dass das Stadtmarketing eine reine Eventagentur ohne weitere nennenswerte Betätigungsfelder ist. Dass das nicht Sinn der Sache ist, ist auch längst bekannt.
Die Kritik hätte vor 10 Jahren, also im vollen Eventlauf kommen müssen. Sie kam aber nicht, es wurde nur penetrant abgeknickt und abgenickt. So etwas zum jetzigen Zeitpunkt wirkt einfach nur noch scheinheilig.

Das Thema sind doch überhaupt nicht die 60 oder 70 Tausend Euro, sondern der Umstand, dass - egal wie man es dreht und wendet - diese lautstarken Veranstaltungen einfach nur bescheuert sind. Das Stadtmarketing ist (bestenfalls) überflüssig. Und jeder weiß das seit mindestens einem Jahrzehnt.
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+14 # Doro 2020-10-11 11:24
Wir können doch froh sein, dass die CSU jetzt einen anderen Kurs fährt. Nach meinem Kenntnistand haben die zwar auch in den vergangenen Jahren kritische Fesstellungen getroffen. Jetzt ist halt der Koalitionszwang weggefallen. Vielleicht liegt´s auch an der BA-Frau, dass jetzt mehr hingelangt wird.
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+21 # Clavius1970 2020-10-11 12:45
Ihre Ausführungen sind schlüssig und nachvollziehbar. Man sollte aber der CSU auch eine Neupositionierung in der Opposition zugestehen.
Bei der SPD habe ich da die Hoffnung aufgegeben. Jetzt wackelt halt der Schwanz (Grünes Bamberg) für 6 Jahre mit dem Hund (Stadtrat).
Unsere Demokratie wird es überleben und nach der Wahl ist vor der Wahl.
Zu sicher sollte sich Herr Stieringer der politischen Unterstützung nicht sein.
Als möglicher Mitbewerber und Konkurrent von Jonas Glüsenkamp bei der nächsten OB-Wahl wäre es hilfreich Ihn vorher politisch kalt zu stellen.
Vorrausgesetzt die CSU kann einen aktzeptablen bürgerlichen Kanditaten ins Rennen schicken, könnte Glüsenkamp sogar die Stichwahl verpassen.
CSU und Grüne einschl. Splittergruppen hätten hier ausreichende Mehrheiten um den Citymanager abzusägen.
Und man kann über die Grünen sagen was man will. Sich im Intrigantenstadel zu bewegen, lernen sie immer sehr schnell. :-)
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+13 # Bergradfahrer 2020-10-11 12:35
Muss eine private GmbH eigentlich überhaupt Auskunft geben? Das ist doch der neue Trend, die allen voran die aktuelle Bundesregierung betreibt. GmbH gründen und somit jeglicher Transparenzpflicht ausweichen, solange keine hoheitlichen Aufgaben erfüllt werden.
(vgl. auch hier: https://www.heise.de/meinung/Best-of-Informationsfreiheit-Bundesregierung-auf-der-Flucht-ins-Privatrecht-4925110.html)
Schlau, die Bamberger haben das schon lange vorher gemacht...man kann vielen vorwerfen, aber dumm sind sie nedd die Amigos. ;-)
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+4 # gablmann 2020-10-14 15:15
Das ist keine GmbH - es ist ein Verein der Zuschüsse erhält. Da sollte der Zuschussgeber (Stadt) schon den Verwendungszweck erfahren dürfen.
Am Ende kommt raus, dass wir mit dem Zuschuss nur das Gehalt vom Geschäftsführer bezahlen.
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+10 # supi 2020-10-12 17:40
na ja wenn man sich mal den etat des VEREINS, die zahl der mitarbeiter und dessen/deren leistung in der umsetzung anschaut, ja da kommt man schon etws ins grübeln, man könnte natürlich auch zu dem schluss kommen, hier ist ein fass ohne boden.
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B 49
Bimbäla wichdich, Bämbäläs wichdich: Wichtigtuer.
Wi sai Voddä, däs woä aa scho so a Bimbäla wichdich, braugsd di ned wunnän! Wie sein Vater, der war schon so ein Wichtigtuer, brauchst dich nicht zu wundern.

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Bimbäläs|loodn: Kleinkramgeschäft.
Ka Wunnä is ned, dass deä dsugämachd hod mid sain Bimbäläsloodn. (K)ein Wunder ist es nicht, dass der (Besitzer des Ladens) zugemacht hat mit seinem Kleinkramgeschäft.

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Wos willn deä Bimbl? Was will denn der Bimbl.
Bimbl|hubä: Wichtigtuer.
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Bindä: Binder. Krawatte.
Mächsd an Bindä noo? Machst du eine Krawatte um?

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Bindn: Binde. Hals, Rachen.

Sai Grossvorrä hod aa gän an hindä di Bindn gägossn. Sein Großvater hat auch gern Eines (z.B. Bier) (hinter ...) mehr getrunken.

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Iech muss scho widdä dsän Binggln. Ich muss schon wieder pinkeln (gehen).

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