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DEMOKRATIE 

Kampf den Extremisten!

Wenn Sie es noch nicht gemerkt haben sollten: In Bamberg tobt der Extremismus. Von links und - natürlich ganz besonders - auch von rechts. Die Stadt hat den Extremisten den Kampf angesagt.

Bamberg ist für ein Pilotprojekt gegen Extremismus ausgewählt worden

Wie erst kürzlich zu erfahren war, braucht Bamberg mittlerweile eine/n Antisemitismus-Beauftragte/n. Dabei kämpft man schon gegen Sexismus, Rassismus, Anti-Genderismus, Nationalismus, Neonazismus, Faschismus. Als Sammelbegriff kristallisiert sich dabei der Kampf gegen die “alten, weißen Männer” heraus. Weniger gegen die alten weißen Frauen, denen der/die junge Mann/Frau zubilligt, von den Vorgenannten selbst unterjocht (gewesen) zu sein.In der Textausgabe BR24 des Bayerischen Rundfunks wird verkündet, dass “Bamberg den Extremisten den Kampf ansagt”. Dort steht geschrieben: “Die Stadt ist eine von sechs in Deutschland, in der stellvertretend für viele andere, Wege aus der Radikalisierung erprobt werden.
Von rd. 20 deutschen Kommunen, die sich für das Projekt beworben haben, sind neben Bamberg noch Augsburg, Berlin, Essen, Heidelberg und Wolfsburg ausgewählt worden. Dort sollen Erfahrungen gesammelt werden, was nötig ist, um einer Radikalisierung entgegenzuwirken.”
“Die Stadt Bamberg habe sich beworben”, so heißt es, “weil die Welterbe-Stadt seit rund 15 Jahren verstärkt im Blick von Extremisten stehe. In der Stadt hatten bereits mehrere Bundes- und Landesparteitage der NPD stattgefunden. Die rechtsextreme Kleinstpartei "Der 3. Weg" führte im vergangenen Jahr eine Großkundgebung in der Stadt durch. Bamberger Neonazis planten zudem Anschläge gegen Asylunterkünfte.”
Zudem gebe es in Bamberg “nach Angaben der Stadt auch eine linke Szene mit Kontakten zu Extremisten”, wird in dem Artikel eingeräumt.

Es melden, wenn bei Bürgern/innen eine Radikalisierung beobachtet wird?

Weiter ist in dem BR24-Artikel zu lesen: “Das nun in Bamberg geplante `Deradikalisierungsnetzwerk` soll aus drei Komponenten bestehen: Einerseits soll ein Runder Tisch einberufen werden, wenn bei Bürgern eine Radikalisierung beobachtet wird. Die Teilnehmer bestehen aus Vertretern der Sicherheitsbehörden, städtischen Mitarbeitern und auch Angehörigen der jeweiligen Extremisten. Der Runde Tisch soll den Einzelfall genauer betrachten.”
Im Rahmen des Bamberger Konzeptes werde eine Koordinierungsstelle in der Stadtverwaltung geschaffen, um die verschiedenen Akteure im Bereich der Radikalisierung zusammenzubringen. “An diese Stelle könnten sich Familienmitglieder, Lehrer, Arbeitgeber und Verwaltungsbeschäftigte wenden, wenn sie Anzeichen für eine extremistische Einstellung bei Menschen erkennen. Das alles koste zunächst rund 47.000 €. Der größte Teil davon komme vom Bund.

Kommentar zum Kommentar: Mit Extremismus wurden bisher politische Einstellungs- und Verhaltensmuster bezeichnet, die bei der üblichen Rechts-Links-Skala ganz außen angesiedelt sind. Etwas konkreter: Extremisten wollen den demokratischen Verfassungsstaat beseitigen oder seine Prinzipien einschränken. Bei der Vielfältigkeit der als extremistisch bezeichneten Meinungen können mittlerweile aber selbst die Aufpasser leicht in Gefahr geraten, selber von einer solchen, nur einer anders geprägten befallen zu sein.
Was wird aus unserer Stadt noch werden?
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