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FAKE-ACCOUNT-AFFÄRE   

Als Privatmann könnte man das alles tun

Stetig erhält die Webzet Bilder und Hinweise zur Causa Stieringer. Sein neues/altes Auftreten wird von Bürger/innen kritisch gesehen. Zumindest solange er noch SPD-Mandatsträger ist.

Stieringer steht mit grünem Bürgermeister wieder auf der Bühne

Der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende baut offenbar auf die Vergesslichkeit der Menschen - und auf popul. Auftritte, so wie es sich für ihn schon früher ausgezahlt hat. Als Privatmann und als Vertreter privater Einrichtungen kann er das wohl tun. Aber als Mitglied und Mandatsträger einer demokratische Werte beanspruchenden Partei?
Worum geht es? Es ist nicht Klaus Stieringers erste Affäre, die er sich mit den “Fake news” Ende vergangenen Jahres eingebrockt hat. Ein prominenter Sozialdemokrat hat dazu geschrieben: “Klaus Stieringer hat mit und durch den Account Stefan Sandmann ein verzerrtes öffentliches Meinungsbild bewusst erzeugt. Ob ein derartiges Handeln samt Lügen mit einzelnen Positionen vereinbar ist, müssen die jeweiligen Gremien intern klären. Meine Hoffnung ist natürlich eine andere: Verantwortung übernehmen, Fehler eingestehen, Anstand und Moral leben.
Schön gesagt, aber die reale Entwicklung ist eine andere.
Klaus Stieringer tritt wieder auf, in alter Manier: Mit lieben Grüßen, schönen Bildern und belanglosen Sprüchen. So stand er kürzlich beim Familienfest der AOK auf der Bühne, neben ihm der grüne Bamberger Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (> Bild r.o.), lud zum Weinfest auf dem Maxplatz ein (> Textbild r.) und zeigt sich auch gern als Familienmensch (>Bild r.u.) Nun kann man sagen, das ist noch alles nicht schlecht. Ist es auch nicht, wenn es als Privatsache verstanden werden könnte. Aber Stieringer ist politischer Mandatsträger und hat als solcher sträflich gegen die Prinzipien demokratischen Verhaltens gehandelt. Er lehnt es ab, zu den Hintergründen der Facebook-Trolle Sandmann und Co. irgendwelche substanziellen Aussagen zu treffen und zur erdrückenden Beweislast. Fühlte er sich den Werten demokratischen Handelns verpflichtet, müsste er Konsequenzen ziehen und sich ins unpolitische Privatleben zurückziehen. Tut er aber nicht, er scheint sich eher auf ein Comeback vorzubereiten. Was schert ihn Demokratie oder die Sozial…kratie!

Und wieder ist Wartezeit angesagt

Die SPD wurde mehrmals aufgefordert, dem Drama Stieringer ein Ende zu setzen. Denn die Affäre Stieringer schadet der Partei, sie belastet die mit ihr verbundenen öffentlichen Institutionen – und sie spaltet die Genossen. Und das in einem sehr wörtlichen Sinne. Die Partei, für die Stieringer unter anderem bei der Sparkasse Bamberg und der Arbeiterwohlfahrt einflussreiche Aufgaben wahrnimmt, will für den Bereich des BT-Wahlkreises Bamberg-Forchheim (= SPD-Unterbezirk) eine neue Struktur erreichen. Der SPD-Kreisverband Bamberg-Stadt will sich von den bisher im Unterbezirk verbundenen Kreisverbänden Bamberg-Land und Forchheim abspalten. Könnte damit zusammen, weil der bisherige Unterbezirk Bamberg/Forchheim grünes Licht gegeben hat, gegen Stieringer ein Parteiverfahren einzuleiten, in dem dieser sich zu den vorgebrachten Vorwürfe erklären soll.
Um möglichen Vorwürfen lokaler Voreingenommenheit entgegenzutreten, wurde das Verfahren gegen Stieringer an dem Landesverband der SPD weitergegeben.
Damit ist wieder Wartezeit angesagt. Aber in Bamberg ist man mittlerweile daran gewöhnt, dass rechtsstaatliche Prozesse ihre Zeit brauchen. Hallo Hof!!
Hinweis: Im FT heute ist ein umfangreicher Bericht plus Kommentar zum Thema zu lesen.

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Alter Schwede
St. setzt auf Abstumpfung. Ihm ist es voll egal welchen Schaden er der Partei, der er seine Pöstchen verdankt, zufügt. Er ist kein Sozialdemokrat, nicht mal ein "Sozial...krat", sondern nur ein krat.
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supi
nun die bilder der neuen eintracht haben schon sehr verwundert. konsequenz unserer seite wird sein, das AOK familienfest wird nicht mehr beworben und nicht mehr finanziell unterstützt.
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CFRA2
Sorry @Clavius1970 aber die Grünen haben noch, vor allem in Bamberg, ihren grün-ökologischen-Fahrradwahn, mit dem sie am besten alle Autos in Bamberg verbieten würden! Das ist hier wesentlich schlimmer als Ihr Vergleich der Grünen mit der SED (egal wie immer die sich zur Zeit auch nennen). Denn die haben nur das letzte Honecker-Geld verschwinden lassen, und liegen deshalb bundesweit nur noch bei ca. 3,5%.
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Clavius1970
Die Grünen sind doch nach der PDS die größten Wendehälse in diesem Land und keinen Deut besser, als die anderen Ausbeuterparteien (ehemalige Christen, ehemalige Arbeiterpartei, ehemalige freiheitlich Denkende etc.). Kaum sind sie an der Macht werden erst mal die Pöstchen besetzt. Dann wird gegenüber der eigenen Kernklientel das "Geschwätz von gestern" vergessen, bzw. nur viertelherzlich und inkompetent umgesetzt.Momentan ist Herr Glüsenkamp in der Phase der Machtkonsolidierung und des Machterhalts.Da sind skrupellose Insider, vom Schlage des Sandmanns, sehr von Nutzen.Würde mich nicht wundern, wenn Stieringer das rote Mäntelchen mit dem Grünen tauschen würde.Der tiefe Fall wäre zumindest abgefedert.
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Sven K.
Hab ich richtig gelesen, Stieringer und Glüsi beim gleichen Auftritt. Erst vor einem hlben Jahr haben die Grünen verlangt, dass Stieringer alle Ämter abgibt. Jetzt schein wieder "Normalität" einzutreten.
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gablmann
Dem Klausi ist halt alles wurscht. A Kerl der a sei Schwiechermuddä verkaafn tät.
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CFRA2
Solange der Herr Sandmann (oder wie auch immer er sich im Moment nennt) noch etliche Aufsichtsratsposten und Ämter in Bamberg inne hat, kriegen wir ihn nicht los!Er muß alle Ämter abgeben und vor allem den Posten des Geschäftsführers des Stadtmarketings aufgeben.Bis jetzt meide ich alle Geschäfte konsequent, die beim Stadtmarketing Mitglied sind bzw. dessen Schexs-In-the-City einlösen. Aber eine gewisse Hoffnung schöpfe ich trotzdem, denn in einem vernünftig geschützten Browser wie Firefox (mit Werbeblocker, Spamschutz und weiterem) ist diese Seite, im Gegensatz zur webzet so gut wie nicht mehr funktionsfähig!
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