.

.

 

Auf einen guten Tag

 

Man sollte nie aus sich herausgehen, bevor man nicht in sich gegangen ist.
Günther Baruschke, dt. Aphoristiker und Essayist

 

Leistungen sollen eingeschränkt, Investitionen verschoben werden. In Bamberg könnten die sog. freiwilligen Leistungen z.B. für Sport-, soziale und kulturelle Einrichtungen komplett wegbrechen.

Lage schlimmer als bei der Finanzkrise 2009

Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich bereits in nächster Zeit auf drastische Kürzungen von Leistungen und harte Sparmaßnahmen in ihren Städten und Gemeinden einrichten. So berichtet die Süddeutsche Zeitung (Ausgabe v. 14.4.) über die Folgen der Corona-Pandemie für die kommunale Daseinsfürsorge. Wie auch in der WeBZet bereits dargelegt, brechen Steuer- und andere Einnahmen der Kommunen erheblich ein. Unterm Strich fehlt nach der Einschätzung kommunaler Spitzenverbände deutschlandweit ein zweistelliger Milliardenbetrag. Die Rede ist von 18 Milliarden €. Mancherorts heißt es, die Lage sei schlimmer als bei der Finanzkrise vor zehn Jahren. Die meisten Kommunen warnen, dass bereits beschlossene Investitionen etwa in Kindertagesstätten, Schulen oder Straßen verschoben werden müssten. Auch bei den laufenden Ausgaben werde man sparen müssen. Hintergrund ist, dass viele Unternehmen aufgrund ihrer geschlossenen Geschäfte keine oder kaum noch Gewerbesteuer bezahlen. Auch der Anteil an der Einkommensteuer, der bei den Kommunen landen wird, fällt geringer aus, je mehr Menschen kurzarbeiten oder arbeitslos werden. Gleichzeitig fehlen Städten und Gemeinden Einnahmen etwa aus dem Betrieb von Kindertagesstätten, Bädern, und anderen öffentlichen Einrichtungen, die infolge der Pandemie geschlossen sind. Vertreter der Kommunen fordern daher von Bund und Ländern einen Rettungsschirm.

In Bamberg ist von einer Haushaltssperre die Rede

Eine Kommune nach der anderen zieht bereits die Notbremse, heißt es in dem Bericht der überregionalen SZ. Verschiedene Kommunen würden bereits an der Erstellung eines Nachtragshaushalts arbeiten. Selbst bei kleinen Dingen müsse gespart werden. 
In Bamberg ist von einer Haushaltssperre die Rede, was bedeuten würde, dass sich Ausgaben nur noch im Rahmen des letztjährigen Haushalts bewegen dürfen. Auch Neuvergaben von Aufträhgen z.B. für Bauvorhaben müssen auf den Prüfstand. Der beabsichtigte Neubau der Buger Brücke fällt z.B. unter dieses Verdikt. Für viele Sport-, soziale und kulturelle Einrichtungen dürfte besonders schmerzhaft sein, wenn aufgrund der Haushaltssperre die sog. freiwilligen Leistungen der Stadt nicht mehr ausgezahlt werden.
Die im vergangenen Kommunalwahlkampf gemachten Versprechungen und gestellten Forderungen werden wohl vollkommen zu den Akten gelegt werden können.
19.4.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden erst nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+4 # Bamberger 2020-04-20 08:04
"Der beabsichtigte Neubau der Buger Brücke fällt z.B. unter dieses Verdikt."

Ich dachte die bricht Morgen, spätestens Übermorgen zusammen?
Verrückt, dass man bei knapper Haushaltslage 6 Mio. EUR dafür freimachen konnte, weil es ja so dringend war die Brücke zu sanieren. Und jetzt landet sie als allererstes Projekt auf der Streichliste.

Ich gehe mal stark davon aus, der Eigenanteil für das RH am Maxplatz wird auch nicht mehr gestemmt werden können?

Kostenlose Wahlversprechen oder Vorschläge, die leicht umsetzbar sind:
- Autofreie Innenstadt
- Härteres Durchgreifen bei Parken auf Geh- und Radwegen (bringt sogar Geld ins Stadtsäckel)
- Parken in Parkhäusern wieder teuerer machen (bringt auch Geld)

Na dann, ans Werk!
Antworten | Dem Administrator melden
-2 # supi 2020-04-20 15:34
also das hier ist mal wieder bamberger lokalpolitik vom feinsten. da wird uns bürgern seit jahren erzählt, wie wichtig diese brückenverbindung über die regnitz ist, damit der bamberger stadtteil bug nicht abgehängt wird, ja dass er überhaupt überleben kann. was ist wegen der baukosten alles zurückgestellt worden, und dann kommt so ein virus und die brücke - schlupp und weg - war halt wohl doch nicht so wichtig
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 42

Bfennich, Bfenning, Bfenni: Pfennig.
Deä dreed an jeedn Bfennich um. Der dreht einen jeden Pfennig um. (= sehr sparsam, knausrig)
Schaiss auf di boä Bfenning! Scheiß/pfeif auf die paar Pfennige!

-

Bfennich|fugsä: Pfennigfuchser, Knauserer 
Deä old Bfennichfugsä nimmd fai aa niggs mied. Der alte Pfennigfuchser nimmt (fai) auch nichts mit (wenn er stirbt).

-

Bferde|schdoll: Pferdestall.
Doo riechds wi in an Bferdeschdoll. Da riecht es wie in einem Pferdestall.

-

Bfiffä: Pfiffer. Pilze.
Du bisd mä dä a Bfiffä! Du bist mir (dä) vielleicht ein Pfiffer.
Iech möchäd widdä amoll naus di Bfiffä. Ich möchte wieder einmal hinaus zu den Pilzen. (Pilzsammeln)

-

Bfiif: gepanschtes Bier, Gesöff
Gee mä fai mid dän Bfiif, eerä sauf i goä niggs! Geh mir (fai) weg mit diesem Gesöff.

-

Bfingsd|ogs: Pfingstochse = sehr herausgeputzt
Deä laffd aa immä rum wi a Bfingsdogs. Der läuft auch immer herum wie ein Pfingstochse.

-

Bflaadschn: großes, flächiges Stück.
A Bflaadschn Schnidsl woä dä däs! Ein großes Schnitzel war das.

-

Bfläädschn: beleidigtes Gesicht od. weinerliches Gesicht
Braugsd goä ka Bfläädschn dsieng! Du brauchst gar kein beleidigtes Gesicht zu ziehen/machen.

-

bfläädschn: regnen, weinen.
Äs bfläädschd äs wi. Es regnet wie selten/sehr stark.
Höä auf dsä bfläädschn, sunsd fängsd nu aana! Hör auf zu weinen, sonst fängst/bekommst noch eine Ohrfeige.

Forts.

Weiterlesen ...

5/20-629- 217 Insgesamt 1452198

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Richtlinien für Kommentare

Die Kommentarfunktion der webzet-blog wird bei manchen Themen intensiv genutzt. Leider auch mit destruktiver Absicht. „Richtlinien für Kommentare“ sollen vor Missbrauch schützen. 

Weiterlesen ...

Copyright © 2015.