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Von einer Welterbe Achse zwischen Wald und Stadt – von Bayreuth bis Würzburg schwärmten Bambergs Stadtverantwortliche bei einer Info-Fahrt in den Steigerwald. Tourismus als Hauptmotiv.

Eine Resolution erscheint eher unwahrscheinlich

Die Stadt Bamberg hat sich eingemischt. Die Vorstellungen der Stadtoberen konzentrieren sich derzeit darauf, dass ein Unesco-Weltnaturerbe mit dem oberfränkischen Steigerwald als Zentrum entstehen könnte. Im Zuge der Info-Fahrt des Stadtrates – an der nur relativ wenig Ratsmitglieder teilgenommen hatten, zeichnet Wolf Strecker vom Verein Nationalpark Nordsteigerwald das Bild einer „Welterbeachse“. Sie sollte von Bayreuth, über Bamberg bis Würzburg reichen – und mittendrin der Steigerwald als verbindende Spange.
Eine Gegenposition bezog der Leiter des staatlichen Forstbetriebs Ebrach, Ulrich Mergner, der unter anderem die Sicht der Eigentümer darlegte. Die normale Forstwirtschaft soll nicht verdrängt, sondern nur um wenige Prozent eingeschränkt werden. Ziel sei es, die Artenvielfalt zu erhöhen und die Region touristisch zu entwickeln.
Zur Sprache kam auch der Wunsch einiger Stadtratsmitglieder, der Bamberger Stadtrat möge eine Resolution beschließen und damit seiner Forderung nach einem Weltnaturerbe Nachdruck verleihen. Es erscheint aber unwahrscheinlich, dass dies wirklich geschieht. OB Andreas Starke ließ erkennen, dass eine gewisse Rücksichtnahme auf den Bamberger Landrat Johann Kalb (CSU) genommen werden sollte. Dieser strebt bekanntlich eine den Staatsforsten eher entsprechende Konzeption an.

Kennen die Bamberger das »Trittsteinkonzept«?

Im Rahmen eines sich mittlerweile weiter entwickelten Briefverkehrs hat Manfred Schötz, 1. Bürgermeister des Markts Oberschwarzach, an die Stadtvertreter geschrieben. Dieser unterstützt die Linie gegen die Ausweisung des Steigerwaldes als Weltnaturerbe. Schötz wirbt für »das weltweit einzigartige Trittsteinkonzept«, das bereits 2015 vom Leiter der Staatforsten Ebrach, Ulrich Mergner, entwickelt worden sei. Der Oberschwarzacher Bürgermeister meint, dass »der Großteil des Bamberger Stadtrats noch nichts davon gehört hat«. Er schlägt deshalb vor, den Erfinder des Trittsteinkonzepts, Ulrich Mergner, in eine Sitzung des Stadtrats einzuladen, »damit er es ihnen näher erläutern kann«.
Einen Treffer landet der Bürgermeister, wenn er »davon ausgeht, dass das Interesse der Stadt Bamberg rein in der touristischen Vermarktung des Naturparks Steigerwald liegt.« OB Starke wird in einem FT-Bericht von 3.7.18 zitiert: Er sei sich sicher, dass ein Weltnaturerbe vor den Toren der Welterbestadt ein großer Gewinn für die Region wäre.
4.6.18 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare. > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. NEU: Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung > öffne Impressum l. Spalte ganz unten.

Kommentare   

+7 #2 cunningham 2018-07-06 08:28
Was sollen diese Hirngespinste von einer Welterbe-Achse?

Bambergs "Stadtverantwortliche" sind unfähig, die elementarsten Aufgaben ihres Jobs zu erledigen. Die Verkehrsinfrastruktur ist in einem desolaten Zustand (WebZet Artikel 22.06. Auch eine Jahrhundertaufgabe). Die Konversion wurde verpfuscht. Dafür haben wir jetzt den "Lottogewinn" Bundespolizei, und unsere Stadt ist mit der AEO schön bunt. Mit diesem unseligen Welterbe-Status wird unsere Stadt von Touristenhorden überflutet. Und das Stadtmarketing heizt das noch mit den Stieringer-Lärmevents an.

Für das Wohl der Bamberger Bürger wäre es wünschenswert, wenn die hohen Herren aus dem Rathaus ihre Arbeit machen würden, und die Phantastereien von einer Welterbe-Achse jemandem anderes überlassen würden.
+5 #1 Baba Yaga 2018-07-04 13:04
Äh... N E I N !

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