In Zahlen dargelegt. Wie sieht die lokale Bevölkerung der Welterbestadt Bamberg die Rolle und Wirkung des Tourismus in ihrer Stadt? Die Ergebnisse einer Bürgerbefragung.

In sechs Stadtteilen Bambergs wurden 3.000 Fragebögen verteilt

Städtetourismus ist kein neues Phänomen. Neu ist hingegen die Entwicklung eines Massentourismus, der Städtedestinationen mitsamt ihren Einwohnern vielerorts an ihre Belastungsgrenzen zu bringen scheint. Zehn Artikel von verschiedenen Autoren können in der aktuellen Inselrundschau des Bürgervereins Bbg-Mitte gelesen werden. Das Thema „Zu Gast im Welterbe“ wird im Rahmen einer Pro- und Contra-Betrachtung des Tourismus dargelegt. Die WeBZet übernimmt hier in gekürzter Form den Artikel „Tourismusakzeptanz“ von Anna Wittig, einer ehem. Mitarbeiterin im Tourismus & Kongress Service (TKS Bamberg. In voller Länge kann dieser Beitrag so wie andere auch im Internet nachgelesen werden.
Wittig geht explizit auf eine im August 2016 im Auftrag des TKS durchgeführte Einwohnerbefragung ein. In sechs Stadtteilen Bambergs (Babenbergerviertel, Innenstadt, Gärtnerviertel, Sandgebiet, Altstadtrandlage im Süd-Westen und Gartenstadt) waren 3.000 Fragebögen verteilt worden.

Ein Blick auf ausgewählte Fragen

Wie die Einwohner Bambergs das Tourismusgeschehen in ihrer Stadt wahrnehmen und beurteilen, zeigt ein Blick auf ausgewählte Fragen und deren zusammengefasste Ergebnisse:

• Wie empfinden Sie die aktuelle Anzahl der Touristen in Bamberg?
zu niedrig: 3,1%, genau richtig: 32,2 %, zu hoch: 64,7% 
• Ist Tourismus Ihrer Meinung nach ein bedeutender Wirtschaftszweig für Bamberg?
ja: 80,3%, nein: 12,5%
• Welche der folgenden Vorteile bringt der Tourismus für Bamberg mit sich?
Sicherung von Arbeitsplätzen: 61,2%, gastronomische Vielfalt: 61,0%; lebendige Innenstadt: 59,1%
• Welche Probleme für die Stadt Bamberg werden durch den Tourismus mitverursacht?
überfüllte Straßen und Plätze: 80,8%, Verkehrsbelastung: 64,2%, schlechte Parksituation: 63,4%
• Wie nehmen Sie persönlich das touristische Geschehen in Bamberg wahr?
Touristen sind wichtig für Bamberg: 80,9% 
Der Tourismus schafft Arbeitsplätze: 78,3%
Ich bin stolz auf Bambergs Anziehungskraft als Reiseziel 75,0%
Tourismus in Bamberg entwickelt sich zu intensiv 65,5%
Ich fühle mich in meinem Alltag durch die Touristen eingeschränkt 45,1%
• Wie bewerten Sie die touristischen Auswirkungen insgesamt?
positiv: 46,1%, neutral: 17,4%, negativ: 36,2%

Für Anna Wittig zeigt die Einwohnerbefragung in Bamberg, dass Tourismus in der Regel nicht ausschließlich positiv oder negativ bewertet wird und das Tourismusgeschehen in Bamberg vielfältig wahrgenommen wird.
Generell ist das Tourismusbewusstsein gut ausgeprägt und ein Großteil weiß ob der (wirtschaftlichen) Notwendigkeit des Tourismus. Aber nicht alle empfinden es als Glück, dort leben zu dürfen, wo andere Urlaub machen. Da es den Anschein macht, dass die Grenzen der Belastbarkeit in Bamberg absehbar sind, kann der momentane Zustand bereits durch kleine Veränderungen ins Wanken geraten.
Dieses Gleichgewicht in Zukunft zu halten, ist Aufgabe der Tourismusverantwortlichen. Ihnen stehen eine Vielzahl an harten (z. B. Besucherkontingente, Eintrittspreise) und weichen (z. B. Marketing, Planung) Maßnahmen zur Besucherlenkung und –regulierung zur Verfügung. Der TKS arbeitet in Kooperation mit Vertretern der Tourismusbranche und der Stadt bereits an Maßnahmen, um die Bamberger Bewohner für Tourismus zu sensibilisieren.
Hinweis: Die ganze Untersuchung mit ausführlichen Quellenangaben: https://tinyurl.com/yxjk4koq und https://tinyurl.com/yybkhevj
11.5.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+9 # DerBamberger 2019-05-12 22:54
das mit der wirtschaftlichen Notwendigkeit sollte noch einmal überdacht werden. Die Kaufkraft derer, die im Tourismus arbeiten scheint mir doch mehrheitlich überschaubar. Da sind Boschler beispielweise um einiges kaufkräftiger. Nur so mal als Beispiel.
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+19 # cunningham 2019-05-13 10:19
Das mittlere Bruttoeinkommen im Tourismus liegt bei 1961 Euro, es wird nur noch von den Beschäftigten der Reinigungsberufe unterschritten (1861 Euro). Beide unterschreiten somit die bundesweite Niedriglohngrenze.

Fazit: Die meisten Beschäftigten werden ausgebeutet, und können sich das teure Wohnen in Bamberg nicht mehr leisten. Nur wenige Manager/Hoteliers machen sich die Taschen voll. Das scheint unseren, immer freundlich in die Kamera lächelnden OB aber nicht zu stören.

https://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/niedriglohn-mehr-als-drei-millionen-menschen-verdienen-unter-2000-euro-a-1264827.html
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-16 # supi 2019-05-13 18:32
na ja mal die kirche im dorf lassen, mit trinkgeld, am besten unversteuert und ab und an mal nen griff in die börse des gastes kommt man auch auf nen annehmbaren verdienst, bloss für die rente halt ne nullnummer.
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+17 # Baba Yaga 2019-05-13 13:41
Der Tourismus als Wirtschaftsfaktor wird total überschätzt. Mit dieser Branche lässt sich keine Wirtschaftskraft generieren. Nur nette Titelseiten, auf denen sich schön die lächelnde Fratze in die Kamera halten lässt.
Eine Dominanz dieser Branche bedeutet üblicherweise Strukturschwäche. Das gilt weltweit. Dieser Tatsache sollte man sich bewusst sein.
Ab einem gewissen Grad, den wir längst erreicht haben, trägt der Tourismus auch nicht mehr zu Werten wie Weltoffenheit oder anderweitigen mentalen Fortschritten bei. Das Gegenteil ist der Fall.

Wir könnten jedenfalls auch ohne. Man kann bzw. muss ihn deshalb nicht abschaffen, aber Berichte über die ach so ungemeine Wichtigkeit des Tourismus verärgern schon. Damit sollte man sich zurückhalten. Genauso wie beim sog. "Marketing".

Ich kann diesen Blödsinn nicht mehr hören.
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-12 # supi 2019-05-13 19:07
na ja es mag ja auswüchse geben, aber was sollen in europa andere städt sagen und ich möchte wirklich nicht wissen, wie es hier in der stadt aussehen würde, wenn überhaupt kein tourist mehr kommen würde, wahrscheinlich könnten viele geschäfte den laden dicht machen
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+6 # Michl 2019-05-14 00:14
Wär schon sehr schade um die maßlos überteuerten Eisdielen an der oberen Brücke!
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+8 # Bamberger 2019-05-14 12:14
Zwischen Schwarz und Weiß passt immernoch ein Eis! Spaß beiseite. Zwischen "überhaupt keine Touristen" und "ich brauche 10 Minuten um über die obere Brücke zu kommen" liegt schon noch etwas dazwischen. Man könnte die Touristen, die sich in 2 Stunden durch die Stadt schleusen lassen und dann wieder auf ihr Schiff verschwinden durchaus eindämmen. Den großen wirtschaftlichen Wert sehe ich ehrlich gesagt nicht. Bei Käthe Wohlfahrt wird man sicher widersprechen, aber sonst?
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+17 # cunningham 2019-05-14 11:37
Unglaublich, mit welchem Aufwand bereits schon jetzt die Rathauspropaganda in Form von aufwändigen Videoproduktionen mediengerecht inszeniert wird. Wozu braucht es dann noch das neue Propaganda-Presseamt mit zusätzlichen 10 Mitarbeitern?
https://www.youtube.com/watch?v=nK2MTyAQPqY
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+10 # multiresistent 2019-05-15 13:36
schon typisch für diese stadt, dass man ausgerechnet bürger in der gartenstadt und am babenberger ring befragt. dort haben sie noch nie einen touristen gesehen. somit wird das ergebnis der befragung natürlich mehr als geschönt. :-x
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-
Bäldsä: Faulenzer.
Bäldsä hom mä scho gänuch. Faulenzer haben wir schon genug.

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bäldsäd, bälsi, bälsich: pelzig, ohne Gespür.
Deä Räddich is bälsäd. Der Rettich ist 
Däs is dä a bälsädä Hund, a bälsädä! Das ist vielleicht ein dickfelliger Hund.
Mai Füüss sän gands bälsich. Meine Füße sind ganz pelzig (gefühllos).

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bäldsäna Bäldskabbm: pelzerne Pelzkappe, unnötige Wiederholung.
Däs is doch a bäldsäna Bäldskabbm, wosd doo redsd! Das ist doch ein unnötiges Wiederholen, was du da redest. 

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Hald dai Bäldsgoschn! Halt dein ... Mundwerk.

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