Auf einen guten Tag

                                    

Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.

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Der Boss persönlich. Michael Stoschek, Aufsichtsratsvorsitzender der Brose Bamberg, äußerte sich zu den Metropolplänen. Manches wurde klarer, anderes nicht.

Jetzt stellen sich erste konkrete Fragen

Die Redakteure der FT-Lokalredaktion waren zu einem Exklusiv-Interview über das Metropolprojekt der Brose Bamberg eingeladen. Informationen aus erster Hand. In der Wochenendausgabe des FT war´s nachzulesen. Wohl aufgrund einiger Turbulenzen hat sich Brose-Bamberg-Boss Michael Stoschek zu verschiedenen Fragen geäußert. Seiner Meinung nach geht es um die Zukunft des Basketballs in Bamberg - der »größten Attraktion der Stadt«. Mit seinem Konzept soll der Basketball zukunftsfähig gemacht werden. Davon würde »Bamberg am meisten profitieren«. Wobei wir schon bei der ersten Ergänzungsfrage wären: Meint er die Stadt oder die Bambergerinnen und Bamberger? Klar ist, für die meisten Bamberger Basketball-Freunde wäre es super. Aber: Wenn in Bamberg weiter Spitzenbasketball geboten werden soll, dann müssten die Voraussetzungen für eine Beteiligung in der Euroleague sichergestellt werden. Das geht nur mit deutlich mehr überregionalen Sponsoren, dazu bedarf es wieder einer großen Multifunktionshalle etc. Dabei räumt Stoschek ein, dass das Projekt noch lange nicht sicher sei. Doch er werde es versuchen und er zähle auf die Unterstützung von Politik und Bürgern. Unter anderem habe er auch schon Kontakt mit dem bayerischen Finanzminister Markus Söder aufgenommen. Dieser habe eine öffentliche Förderung in Aussicht gestellt.

Das Szenario verdüsterte sich überraschend

Stoschek hat einige Antworten gegeben, insbesondere scheint er auch auf die in der WeBZet aufgeworfenen Fragen eingegangen zu sein. Die Namensfrage kann derzeit vernachlässigt werden und bei den Konzeptideen muss sich erst Konkretes zeigen. Anders sieht es bei Fragen auf, die die Stadtentwicklung direkt betreffen. Hier ist die Stadtpolitik gefordert. Beispielsweise: Wo soll denn jetzt die neue Halle entstehen? Wie kann man sich die Verkehrsanbindung vorstellen? Welche unmittelbaren Kosten könnten auf die Stadt zukommen? Welche Garantien werden voraussichtlich von der Stadt erwartet? Welche Garantien muss sie verlangen?

Im FT-Artikel heißt es: „Was die Kosten einer solchen Halle für die Stadt angeht, verdüsterte sich ... das Szenario überraschend. Die Hoffnung, dass ein solches Gebäude ohne kommunale Beteiligung oder Absicherung möglich sei, scheint sich nun wohl doch zu zerschlagen."

"Beteiligung der Stadt" heißt jetzt offensichtlich auch, dass die Stadt „eine Arbeitsgruppe bildet, die die Idee vorantreibt“ – so steht´s im FT. Das sei schon so vereinbart. Aber das würde Personalkosten bewirken und über die müsste eigentlich der Stadtrat entscheiden. Also, welche Kosten werden hier veranschlagt?

Die 2001 fertiggestellte „alte“ Halle soll abgerissen und die Fläche für ein Wohnbaugebiet genutzt werden. Überlegungen dafür sollen bereits bestehen. Was wurde hinter den Kulissen schon vereinbart? Laut Stoschek müssten bis 2019 Investoren, Betreiber und Standort feststehen. Mit den Antworten darauf wird die Sache erst richtig spannend.

Gewürdigt soll hier aber auch werden, dass sich laut FT Stoschek im Interview „auch als Mensch zeigte“. Zitat: „Die Kritik einiger Fans am möglichen Namen Brose Metros, die persönlichen Vorwürfe haben ihn nicht unberührt gelassen, weil sie seine guten Absichten in Frage stellen und dem Projekt schaden könnten.

7.8.17 Bilder: WeBZet; brose bamberg. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

Kommentare   

+11 #6 schönlangsam 2017-08-09 08:40
#2
oder aber seinen betriebsgewinn durch große verlustzuweisungen noch mehr drücken. denn sooo viele hallen mit gewinn wird niemand in deutschland aufzählen können.

womit also schon wieder der bamberger zur kasse gebeten wird. und der landkreis lacht sich krumm.
+30 #5 Bremer 2017-08-08 21:47
Ich meine auch, dass Bamberg eine große Multifunktionshalle nicht brauchen kann. Im Umland werden die Entwicklungen in Bamberg genau beobachtet. Dort ist man froh, dass die ganzen Leute von Bamberg aufgesogen werden und nicht zu ihnen kommen. Auch werden die hohen Wohnkosten und die nicht gesicherte Kinderbetreuungssituation in Bamberg sehr genau registriert. Bamberg ertrinkt. Es ist Irrsinn, diese Stadt über den Basketball noch bekannter machen zu wollen. Diese kleine Stadt darf nicht in einer Reihe mit irgendwelchen Metropolen stehen. Um Himmels Willen, wollt ihr diese schöne Stadt kaputt machen?
-10 #4 gablmann 2017-08-08 16:34
...oder Oberquetschenmemmbach
+12 #3 Frau Holle 2017-08-08 11:58
Wenn die Metropolregion ernsthaft profitieren soll, darf eine solche Halle aber nicht zwischen Bamberg und Nürnberg gebaut werden. Das würde den sowieso schon zu hohen Andrang auf diesen Bereich nochmal verstärken. Sinnvoll wären Ansbach, Amberg, Weiden oder Hof.
0 #2 Bambergerin 2017-08-08 09:46
Liebe WeBZet, der Betrieb einer solchen Halle ist doch dann auch gewerbesteuerpflichtig, oder?

WeBZet: Wenn ein privater Träger eine Halle mit Gewinn betreiben sollte, dann müsste er diesen sicher auch versteuern.
+24 #1 FranzK 2017-08-07 22:09
Da sind also noch etliche Fragen offen. Haltet euch ran, daß sie auch wahrheitsgemäß und öffentlich beantwortet werden

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