Hinter den Kulissen wird heftig diskutiert. Im zuständigen Stadtratssenat ist alles friedlich. Die Auswirkungen verschiedener Baumängel beim Fuchspark-Stadion sind beträchtlich

Eigenanteil der Stadt zur Sanierung beträgt bis zu 2.560.00 €

Die Sanierung des städtischen Fuchsparkstadions in den Jahren vor 12 Jahren hat viel Geld gekostet. Umso ärgerlicher ist es, dass seine Nutzung wesentlich aufgrund von Baumängeln beeinträchtigt ist. In der Sitzung des städt. Kultursenats am 10.10.19 war die „Benutzbarkeit des Fuchsparkstadions“ auf der Tagesordnung. Obgleich mehrere Fragen einer Antwort harren, war der Sitzungsvortrag bemerkenswert dünn. Der Sachverhalt bzw. ein aktuelles Gutachten dazu wurde vom stv. Amtsleiter des für die Sportanlagen zuständigen Garten- und Friedhofsamtes, Michael Gerencer, mündlich vorgetragen. Er erläuterte, dass vor einem knappen Jahr der Tribünentrakt des wegen eines Schimmelbefalls in Folge eines Wasserschadens gesperrt werden musste, weil eine Gefahr für die Gesundheit der Nutzerinnen und Nutzer bestand. Um den Spielbetrieb dennoch weiter aufrechtzuerhalten, wurden im Juni 2019 Behelfstoiletten aufgestellt. Um in der Zeit der anstehenden Sanierungsarbeiten am Fuchs-Park-Stadion ein bayernligataugliches Spielfeld zur Verfügung zu haben, wurden im September 2019 vom Finanzsenat Haushaltsmittel zur Sanierung des „Alten 08-Platzes“ bereitgestellt. Die Sanierungsarbeiten sollen im Idealfall neben den Arbeiten am Kabinentrakt auch die Tartanbahn sowie das Rasenspielfeld umfassen. Es ist ebenfalls vorgesehen, dass Container aufgestellt werden sollen, in welchen Sportlerinnen und Sportler sich umziehen und duschen können. Der Finanzsenat hat zur Sanierung des Fuchsparkstadions einen Eigenanteil in Höhe von bis zu 2.560.00 € zur Verfügung gestellt.

Ist der Architekt oder die (damals) federführende Stadtspitze verantwortlich?

Wesentlich knapper fielen die Auskünfte zur Schadensursache und zur möglichen Behebung der Schäden aus. Schüsselsätze dazu waren, dass das Gebiet um Fuchsparkstadion »starken Wasserstandsschwankungen« unterliege und die sog. Weiße Wanne im Fundament des Stadions nicht so konstruiert und eingebaut sei, wie es notwendig wäre. Gerencer verwies auf das mittlerweile vorliegende Gutachten, aus dem nähere Informationen entnommen werden könnten.
In der kurzen Aussprache betonte Dr. Franz-Wilhelm Heller (CSU) den »Denkmalcharakter« des Volksparks. Wolfgang Metzner (SPD) räumte ein, dass der »Zustand des Stadions schlimm ist«. Er wies aber auch darauf hin, dass die Gewährleistungspflicht abgelaufen sei.
Ernsthaft kritisch äußerte sich nur Dieter Weinsheimer (BA). Nach seinen Worten seien die Probleme schon längere Zeit bekannt. Wesentlich ginge es darum, wer für die fehlerhafte Planung verantwortlich gewesen sei und wer deshalb zur Rechenschaft gezogen werden könne. Spekulativ werde gefragt, ob und wie der Architekt die Erfordernisse dargestellt habe, bzw. ob und wer in der Stadtspitze die Bedenken womöglich vom Tisch gewischt habe. Weinsheimer verwies zudem darauf, dass die hohen Wasserstände im Bereich des Fuchsparkstadions auf den Bau des Bambados zurückzuführen seien. Tatsache sei, dass die Wasserströme aus dem Hauptsmoorwald schon früher besondere Ausmaße hatten. Weinsheimer bestand darauf, Einblick in das Gutachten über die Situation beim Fuchsparkstadion nehmen zu können.
Bgm Dr. Lange künftig wies darauf hin, dass die Verwaltung zu regelmäßigen „Informationsrunden“ einladen werde, um die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu verbessern. Dazu zählen die Namensgeberin des Stadions, die Sportvereine, die Verantwortlichen des Schulsports sowie der Stadtverband für Sport.
11.10.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.