Saubere Luft im Stadtgebiet ist ein wichtiges umweltpolitisches Ziel. In Stadtgebiet Bamberg werden an sieben Standorten Messungen zur Schadstoffkonzentration in der Luft durchgeführt.

Nur in der Unteren Königstraße wird der Grenzwert überschritten

2016 haben die Stadträte Peter Gack (GAL) und Dieter Weinsheimer (BA) den Antrag gestellt, Messgeräte für Stickstoffoxid in der Stadt aufzustellen. Seit 2017 werden daher kontinuierlich an sieben Standorten Messungen zur Schadstoffkonzentration – vornehmlich Stickstoffdioxid - in der Luft durchgeführt. Es wird dabei überprüft, inwieweit die EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe zum Schutz der Bevölkerung eingehalten werden. Diese liegen - über eine volle Stunde gemessen – bei 200 Mikrogramm pro Kubikmeter bei 18 zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr. Über das Kalenderjahr gemittelt beträgt der Grenzwert 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. In der Sitzung des Umweltsenates hat die Stadtverwaltung die Ergebnisse der Stickstoffdioxid-Jahresmesswerte aus dem Jahr 2018 vorgelegt.
Aus den Ergebnissen ist zu erkennen, dass an sechs von sieben Messstandorten die EU-Grenzwerte eingehalten worden sind. Lediglich am Standort Untere Königstraße ist eine Überschreitung des Grenzwertes zu verzeichnen. Im Sitzungsbericht der Verwaltung heißt es dazu: „Dies ist hier auf die relativ hohe Verkehrsbelastung zurückzuführen, mit der ein nahezu permanenter Rückstau einhergeht. Außerdem kommt es durch die ausgeprägte Straßenschlucht über eine Länge von mehreren hundert Metern und der Verkehrsführung in Einbahnstraße zu einer Anreicherung der Luftschadstoffkonzentration.

117 reine Elektrofahrzeuge und 300 Kfz mit Hybridantrieb

In der Gesamtbetrachtung stellt die Verwaltung heraus, dass Bamberg mit dem Jahresmittelwert sowohl im Jahr 2017 wie auch im Jahr 2018 konstant mit 24 Mikrogramm pro Kubikmeter weit unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter liegt. Mittelfristig sei, bedingt durch die Flottenumstellung des privaten und gewerblichen Kraftfahrzeugverkehres, sogar mit einer Abnahme der Stickstoffdioxidbelastung zu rechnen. So nehme der Anteil der Otto-Motoren, sowie der Anteil der E-Mobilität am Verkehr kontinuierlich zu. Aktuell gebe es in Bamberg 117 reine Elektrofahrzeuge und 300 Kfz mit Hybridantrieb. Daher würde auch kein Handlungsbedarf bestehen. Das Umweltamt empfiehlt dennoch das Messprogramm im Jahr 2021 erneut durchzuführen um eine längerfristige Tendenz nachvollziehen zu können. Bereits im Jahr 2018 wurde der Verlauf der Stickstoffdioxidkonzentration in der Unteren Königstraße mit Hilfe des Messwagens der Stadt Bamberg aufgezeichnet. Die jeweils zulässigen Grenzwerte werden weit unterschritten.
Im aktuellen Beschluss des Umweltsenates wurde dennoch festgehalten, dass auf die Verkehrssituation in der Königstraße im Rahmen der Beratungen des Verkehrsentwicklungsplanes besonderes Augenmerk zu legen ist.
13.5.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+14 # Clavius1970 2019-05-13 13:28
Wenn das Umweltamt wieder Messwagen aufstellt, sollten sich die Damen und Herren an die Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz halten. Sie werden vom Bürger bezahlt und nicht von dubiosen Lobbyverbänden. Bei Verstößen gegen die o.g. Verordnung, wäre ein Disziplinarverfahren gegen zu schläfrige Mitarbeiter, sicher hilfreich. Aber die Angst vor den Klimaterroristen, auch im Bamberger Stadtrat, ist viel zu groß,
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+3 # supi 2019-05-16 15:30
nur wenn man an den richtigen stellen misst, passen auch die ergebnisse
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+3 # Sabine 2019-05-15 08:34
Ich habe da einen FT Artikel im Kopf, vom 23.Juli 2010 !!!, indem steht: Bamberg verfehlt seine Klimaziele - 1990 hat der Stadtrat sas Ziel formuliert, den Kohlendioxidausstoß i. Bbg. bis 2010 zu halbieren. Diese Vorgabe wurde drastisch verfehlt, lt. Stadtentwicklungssenat, gab es eine Vermehrung der Pro-Kopf-Zahlen.Mit großer Mehrheit beschloß er damals einen neuen Klimaschutzfahrplan, der bis 2030 !!! läuft. Spätestens bis dahin sollen sich die CO2- Werte halbiert haben.
Wir wollten des öfteren Messungen i..d.Maternstraße ( sehr schmal, kein Abzug der Luft, hohes Verkehrsaufkommen). Den Messwagen dort zu platzieren wurde mit 1000en fadenscheinigen Argumenten erschwert. 1x stand er dann da. Soviel zu meinen Erfahrungen mit Schadstoffkonzentration in Bamberg.
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+1 # Baba Yaga 2019-05-16 10:30
Ich kann mir nicht helfen und erachte einen Faktor bei diesem Thema für besonders wesentlich: Die Bequemlichkeit. Die Menschen bewegen sich einfach nicht genug.
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