Wer in fünf Wochen zur Bienen-Info-Wabe im ERBA-Park kommt, dürfte ein blühendes Wunder erleben: eine bunte Blumenwiese auf der sich Schmetterlinge und Wildbienen tummeln.

Über 70 heimische Blumen- und Gräser-Arten

Und das ist nur der Auftakt für die „Bamberger Blühoffensive“, die Gartenamt und Umweltamt gestartet haben.
Den Anfang macht eine 1200 Quadratmeter große Fläche, die sich an die Bienen Info-Wabe der Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ anschließt. Dort wurde, sehr zur Freude auch von Imkerin Ilona Munique, jüngst eine hochwertige Schmetterlings- und Wildbienensaum-Mischung angesät, die über 70 heimische Blumen- und Gräser-Arten enthält. Im Zuge der Biodiversitätsstrategie werden außerdem die Grünflächen im Hain im Bereich des ehemaligen Haincafés, dem Geschwister-Scholl-Ring und am Jacobus-von-Hauck-Platz sowie an der Wassermannstraße in Wiesen umgewandelt. An diesen fünf Stellen wird darüber hinaus ein Informationsschild aufgestellt, das die Potenziale der neuen Wiesenflächen erläutert.
Damit aber nicht genug: Neben den genannten Bereichen sind weitere Grünflächen für die Umwandlung in Wiesenflächen vorgesehen und zwar an folgenden Straßen: Bamberger Straße, Höfener Weg, Buger Berg, Graf-Arnold-Straße, Lobenhoffer Straße, Panzerleite, Breslaustraße.

„Ordentlich“ und eintönig gemähte Rasen sind passé

In der Sitzung des Umweltsenates am 7.5.2019 wurden entsprechende Grundsatzbeschlüsse gefasst (was in einer PM der städt. Pressestelle offensichtlich wieder übersehen wurde). Grundlage waren drei Anträge der Stadtratsfraktionen von SPD, Bamberger Allianz (BA) und GAL. In der Debatte betonte der städt. Gartenamtsleiter Robert Neuberth, dass sich in der Bevölkerung die Wahrnehmung der städt. Grünflächen gewandelt habe. Während früher der Wunsch nach „ordentlich“, aber eintönig gemähtem Rasen vorherrschte, achteten die Bürger heute viel mehr darauf, ob die Wiese lebendig sei und sich Bienen und Schmetterlinge darauf tummeln. Angesichts des Artenschwundes und der Bedrohungen des Klimawandels nehme die Stadt die Ziele für eine vielfältige Stadtlandschaft als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen ernst und handele auch entsprechend.
In diesem Sinne entwickle das Gartenamt schon seit Jahren für einen stetig wachsenden Teil der städt. Grünflächen naturnahe Pflegekonzepte.

14.5.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten.  Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.