Wieder ist Bürgeraktion gefragt. Der Bund Naturschutz startet einen „Bürgerantrag“ für ein Naturschutzgebiet „Flugplatz Breitenau“. Dazu werden gut 500 Unterschriften benötigt.

Es drohen weitere Beeinträchtigungen und Zerstörungen

Die Freifläche des Flugplatzes Bamberg-Breitenau ist ein Sandlebensraum von bayernweiter Bedeutung. Bereits seit über zwei Jahrzehnten fordert der Bund Naturschutz die Ausweisung des Flugplatzes als Naturschutzgebiet. Bisher leider vergebens. Um dieser Forderung jetzt Nachdruck zu verleihen, erklärt die BN-Kreisgruppe Bamberg auf seiner Internetseite, dass sie nun einen sog. Bürgerantrag starten will.
Hinweis: Mithilfe eines Bürgerantrags können Bürger den Stadtrat verpflichten, sich mit einer bestimmten Angelegenheit in einer Sitzung zu befassen. Dazu müssen mindestens 1 % der Gemeindeeinwohner unterschreiben.

In der Begründung des BN heißt es: „In den letzten Jahren wurden die Biotopflächen des Flugplatzes immer kleiner und die Beeinträchtigungen nahmen zu. Nun drohen mit dem geplanten Instrumentenflug und weiteren baulichen Eingriffen durch die Erweiterung einer großen Firma weitere Beeinträchtigungen und Zerstörungen. Es ist also dringend geboten, die großen Sandlebensräume des Bamberger Flugplatzes in ihrer Gesamtheit als Naturschutzgebiet zu sichern und vor weiteren Eingriffen und Flächenverlusten zu bewahren.“ Mit einem erfolgreichen Bürgerantrag wolle man den Bamberger Stadtrat dazu bewegen, selbst ein Naturschutzgebiet bei der Regierung von Oberfranken zu beantragen.
Den Bürgerantrag mit Unterschriftenliste und einem Plan der abgegrenzten Fläche kann hier herunterladen werden. Bitte auf einer Seite (Vorder- und Rückseite) ausdrucken. Er ist auch im BN-Büro erhältlich. Unterschreiben können nur BambergerInnen. Abgeben kann man die Listen im BN-Büro Bamberg oder bei einer der auf den Listen angegebenen Adressen.

Auch für Kramersfeld ist der Flugplatz weiterhin ein Thema

Der Sonderflugplatz Breitenau ist auch weiterhin ein Thema für den Bürgerverein Kramersfeld-Bruckertshof-Hirschknock. Bei der diesjährigen Hauptversammlung des Bürgervereins (BüV) stand die Entwicklung auf dem Flugplatz Breitenau im Mittelpunkt. Laut FT (8.5.19) informierte der BüV-Vorsitzende Hans Jürgen Bengel die Mitglieder über die aktuelle Lage. Demnach hat das Luftfahrtsamt die Stadt Bamberg um eine Stellungnahme zum Antrag auf Sichtflugverkehr gebeten. Die Unterlagen liegen zur Einsichtnahme im Rathaus aus. Bis zum 20. Mai könne man Einwände bei der Stadt einreichen. Bengel legte dar, dass für das Lärmschutzgutachten nicht die Spitzenwerte berücksichtigt werden, sondern ein Durchschnittswert des Lärmpegels errechnet wird. Aufgrund dessen würde auch keine unzulässige Belastung prognostiziert werden. Der Aero-Club und die Firma Brose hätten im vergangenen Jahr einige Maßnahmen ergriffen, die die Lärm und Abgasbelästigung für die Anwohner reduzieren. Wenn alle versprochenen Maßnahmen realisiert würden, „dann könnten wir mit dem Flugplatz, wie er jetzt ist, einigermaßen leben“, bemerkte Bengel.
Die Anliegen der Bewohner von Kramersfeld sind nicht mit den Zielvorstellungen des Bund Naturschutz identisch. Dennoch könnte der Bürgerantrag auch im Interesse des Bamberger Stadtteils sein.
14.5.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
-1 # R.Pfaff 2019-05-15 13:58
Wozu bedarf es denn eines Bürgerantrages? Findet sich denn keine Partei, die hier einen Antrag stellen möchte?
Ich bin generell ein Freund basisdemokratischer Instrumente. Ich bin aber auch ein Freund ganzheitlicher Betrachtungen und des sachlichen und fachlich fundierten Diskurses.
Und genau hier fehlt mir etwas, nämlich die Frage welche Auswirkungen die Ausweisung eines Naturschutzgebietes an dieser Stelle mit sich brächte. Was kann dann dort noch geschehen und was nicht?
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+11 # Weinsheimer 2019-05-15 16:33
Natürlich könnte ein Stadtratsmitglied oder eine Fraktion einen solchen Antrag stellen. Erfahrungsgemäß würde der von den Gegnern aber leicht abgebügelt werden. Wenn ein solcher Antrag von 550 oder mehr Bürgern gestellt wird, fällt das etwas schwerer ...
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+4 # R.Pfaff 2019-05-17 13:56
Bei dieser Argumentation, die ich durchaus teile, ergeben sich aber, meiner Meinung nach, wesentlich tiefergehende Fragen.
Wie nah ist der Stadtrat an den Bürgern? Wie gut vertritt der Stadtrat die Interessen der Bürger? Und langfristig gesehen stellt sich die Frage, ob bei Vorhaben in bestimmten Bereichen oder einer bestimmten Größenordnung die Bürger nicht generell stärke eingebunden werden sollten und zwar auch mit Stimmrecht? Das würde solche "Hilfskonstruktionen" möglicherweise obsolet werden lassen.
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+5 # Werner 2019-05-15 20:42
off-topic: die WebZet war insgesamt auch schon mal kritischer, polarisierender, zynischer und ehrlicher. Die Berichte der letzten Wochen sind doch alle recht langweilig und inhaltslos, mehr Masse statt Klasse. Ferner zielen sie immer auf das gleiche Thema nach meiner Auffassung ab. Will man hier wohl jemanden in einer Wählerschaft ködern, oder sind tatsächlich in Bälde Wahlen. Diskutiert wurde auch schon mal wesentlich häufiger, ich hab mich immer gern daran beteiligt, aber die Inhalte der Berichte schau ich mir kaum noch an, wenn nicht zig Kommentare drunter sind. Reflektiert mal ein bisserl. Danke trotzdem.
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+2 # supi 2019-05-16 15:35
aber auch bienen brauchen einflugschneisen und landebahnen
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