Auf einen guten Tag

 

Dräng dich nicht vor, sonst musst du dich wieder zurückziehen; zieh dich aber nicht ganz zurück, sonst wirst du vergessen. 
Buch Jesus Sirach 13,10

 

Kunststoffabfälle in der Umwelt ist ein mittlerweile wichtiges Thema. Bei vielen Bürgern hat sich dafür eine besondere Sensibilität entwickelt. Leider nicht bei allen.

Das leichte Kunststoffmaterial wird ins Meer getragen

Auf eine besonders problematische Situation wurde die Stadtratsfraktion der Bamberger Allianz aufmerksam gemacht. Im Außenbereich der Kompostierungsanlage im Bamberger Hafengebiet sammeln sich Kunstoffabfälle aufgrund von „Verfliegungen“ ab. Stadtrat Hans-Jürgen Eichfelder beschreibt in einer Pressemitteilung der BA-Fraktion das Problem so: Vorwiegend mit dem Bio-Abfall aus den Haushalten kommt das leichte Kunststoffmaterial (meist Reste von Verpackungskunststoffen) sowohl in den „frischen“ Abfallmieten der Kompostierungsanlage wie auch bereits ausgesiebt in auf eigenen Halden vor. Tritt stärkerer Wind auf, werden die Kunststoffteile weggetragen und sammelt sich zunächst im näheren Umfeld der Kompostierungsanlage an. »Wobei das Material im Nahbereich der Anlage in sichtbarer Dichte auftritt“, so Eichfelder, „im Zuge weiterer Verwehungen aber weitläufig weggetragen wird.« Dieses leichte Kunststoffmaterial wird dann insbesondere durch Wasserläufe schließlich auch ins Meer getragen.
BA-Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer weist darauf hin, dass nach von ihm eingeholten Informationen diese Umweltbeeinträchtigung mit geeigneten Zaunanlagen oder mit einer vollständigen Einhausung der ausgesiebten Kleinplastikreste begegnet werden kann. »Darüber müsste mit dem Betreiber der Kompostierungsanlage gesprochen werden«, meint Weinsheimer.
Beiden Stadträten ist aber auch der Hinweis wichtig, dass für die Entstehung des Problems maßgeblich die Verbraucher verantwortlich sind. Ein wesentlicher Grund für die Vermischung von Plastikmüll mit Bioabfällen sind Fehlwürfe in den Bioabfall durch Unachtsamkeit oder Unkenntnis über die Schädlichkeit diverser Kunststoffmaterialien. So gelangen die Fremdstoffe durch die Biomüllanlieferungen in die Kompostierungsanlage. Dort treten dann die genannten Verfliegungen von Kunststoffresten auf.
Die BA-Stadträte haben in einem Antragsschreiben Oberbürgermeister Andreas Starke auf das Problem aufmerksam gemacht und bitten das Thema im Umweltsenat des Stadtrates behandeln zu lassen.

Kampagne „Sei kein Dreckspatz!“

Nahezu gleichzeitig haben die BA-Stadträte Ursula Redler und Michael Bosch in einem eigenen Antrag dem Oberbürgermeister vorgeschlagen, in Bamberg wieder eine umfassende Kampagne für eine saubere Stadt durchzuführen. Sie erinnern daran, dass es vor etlichen Jahren in Bamberg eine Kampagne „Sei kein Dreckspatz!“ gegeben habe. Diese Aktion wurde mit Aufklebern und Plakaten unterstützt bzw. dauernd an die Zielvorstellung erinnert. Jetzt sollte man eine erneute längerfristige und umfassende Kampagne in Erwägung ziehen, wobei heutzutage vielleicht besser der Slogan: „Sei kein Schmutzfink!“ oder wie in Regensburg „SAUBER BLEIBEN“, gewählt werden sollte.
»Es erscheint uns wichtig«, betont Ursula Redler, »dass auch aufgrund der bisweilen ungenügenden Trennung von Plastikabfällen von Biomüll das allgemeine Bewusstsein für eine saubere Stadt und Umwelt gefördert wird.« 
27.5.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+4 # Baba Yaga 2019-05-29 09:24
Der Grund für diese Problematik liegt - genau wie beim Thema Verkehr - in der massiven Bequemlichkeit vieler Menschen, die nur ihren eigenen Konsum im Blick haben.
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B 26
bäldsn: faulenzen.
Deä bäldsd si wos. Der faulenzt ...

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bälfän: schimpfen, husten.
Höä auf dsä bälfän! Hör auf zu schimpfen!
Di bälfäd scho drai Dooch. Die hustet schon seit drei Tagen.

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Balggn: Balken.
Deä lüüchd, dass si di Balggn bieng. Der lügt, dass sich die Balken biegen.

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Balmäs: Kopf.
Deä hod dä an Balmäs aufsidsn! Der hat (vielleicht) einen Kopf drauf (aufsitzen)!

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bälln: bellen. schimpfen.
Woos si nä scho widdä dsä bälln hod? Was sie denn schon wieder zu schimpfen hat?
Di Hünd, wuu bälln, di baissn ned. Hunde die bellen, beißen nicht.

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bämbän: klopfen, hämmern, schmieden.
Wos ä nä scho widdä dsä bämbän hod, deä old Bämbärä! Was er schon wieder zu klopfen hat, der alte Klopfer.

Forts.

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