Heiße Debatten vor Ort! Dann ein eindeutiges Ergebnis. Der umstrittene Hochbehälter auf dem Rothofhügel darf gebaut werden. Vielleicht sind noch Verbesserungen möglich.

Der Wasserspeicher hält Trink- und Löschwasser vor

Ein Stabgerüst verdeutlichte die künftigen Höhen des Wasserspeichers auf dem Rothofplateau. Die Kritiker des Vorhabens, Anlieger aus dem Berggebiet, aber insbesondere Mitglieder der Vereine "Schutzgemeinschaft Alt Bamberg" und "Bewahrt die Bergstadt", nahmen die Maße mit Skepsis auf. Sie konfrontierten die Stadtratsmitglieder bei einer Ortsbegehung (am 3.7.19) mit kritischen Bemerkungen über ein Bauwerk, das den beliebten Ausflugsort erkennbar überragen wird. Die WeBZet hat die Kritikpunkte in zwei Vorgängerberichten aufgezeigt.
Dr. Michael Fiedeldey, Chef der Stadtwerke Bamberg (StWB), erläuterte größtenteils persönlich die Anforderungen des geplanten Bauwerks. Man lege nach umfänglich geäußerter Kritik am Jahresanfang eine »optimierte Planung« vor, betonte Fiedeldey. Der Standort sei weiter nach Westen gerückt, dort entstehe nun ein 1000 Kubikmeter umfassender Wasserspeicher mit zwei Kammern, der das Gelände zwar selbst nur mit 3,50 m übersteigt, aber noch einmal von einer Erdaufschüttung überdeckt sein wird. Das Revisionsgebäude des Speichers soll umgeben von einer Hecke und von Bäumen möglichst unsichtbar gemacht werden. Fiedeldey hob auch die Versorgungsverpflichtung der Stadt hervor. Der Behälter muss gebaut werden, weil von hier sowohl das obere Berggebiet mit Wasser versorgt werden kann, als auch das westlich gelegene Wildensorg. Zudem müsse der Behälter auch ausreichend Löschwasser vorhalten.

Die Gestaltung des Bauwerks noch etwas verbessern

In der Debatte des Senates äußerten sich fast alle Redner positiv zu dem geplanten Bauwerk. Die Notwendigkeit war unumstritten; zum Standort »sehe ich keine bessere Alternative«, meinte SPD-Sprecher Heinz Kuntke. Dr. Franz-Wilhelm Heller (CSU) sah als Kernpunkt die Tatsache, dass »die Stadt zu einer gesicherten Wasserversorgung verpflichtet ist«. Nachdem die bestehenden Behälter diese Aufgabe nicht mehr erfüllen können, muss ein neue Anlage gebaut werden. GAL-Sprecherin Petra Friedrich konzentrierte sich letztlich darauf, dass man das beabsichtigte neue Baugebiet in Wildensorg ablehne, deshalb auch den neuen Wasserspeicher für nicht notwendig halte. Ein GAL-Antrag auf zweite Lesung wurde von allen anderen abgelehnt.
Namens der Fraktion Bamberger Allianz (BA) schlugen Herbert Lauer und Michael Bosch vor, durch eine Vergrößerung der Bodensohle den Hochbehälter möglicherweise doch noch einen oder wenigstens einen halben Meter tiefer zu bekommen.
Die Anregung fand insofern Widerhall, weil Sitzungsleiter Dr. Christian Lange (CSU), den Beschlussvorschlag ergänzte: So sollen die StWB dafür sorgen, dass der Hochbehälter hinsichtlich der Zufahrt, der Eingrünung und Modellierung der Überdeckung möglichst landschaftsschonend und abwechslungsreich eingepasst wird.
Dieser Beschlussvorschlag fand dann – gegen zwei Stimmen der GAL - auch große Zustimmung.
5.7.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
-2 # Peter MK 2019-07-06 07:45
Die Grünen sind auch dann dagegen, wenn es keinen sachlichen Grund mehr gibt. Man fordert zwar mehr Wohnraum, ist aber gegen die Ausweisung von Wohngebieten (wie auch von Gewerbegebieten).
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-3 # rüpel ralle 2019-07-07 17:21
Die sind wegen der Bienen auch gegen das Mähen öffentlicher Grünflächen aber Mähen ihren eigenen Garten gnadenlos ab, so ist das nun mal halt, der Anspruch und die Wirklichkeit oder Sein und Schein
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0 # Clavius1970 2019-07-13 17:33
Hoffentlich haben die im oberen Berggebiet auch ihre Erschließungsbeiträge bezahlt. Soll ja schon vorgekommen sein. ;-)
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