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Auf einen guten Tag

 

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern als ihr treu zu bleiben.
Friedrich Hebbel

 



 

Muss erst der Klima-Notstand erklärt werden, um die Ernsthaftigkeit von notwendigen Maßnahmen deutlich zu machen? Im Stadtrat wollte man wieder eine Resolution ausrufen.

Es bedarf richtungsweisender Beschlüsse und konsequenter Umsetzung

Wieder einmal beschäftigte sich die Vollversammlung des Bamberger Stadtrates (am 23.7.19) mehr mit der Sinnhaftigkeit einer Resolution und wenig bis überhaupt nicht mit notwendigen und möglichen Maßnahmen für ein reales Aktionsprogramm. Dabei äußerte sich auch Ralf Haupt, der bei der Stadtverwaltung zuständige Referent, kritisch zur Ausrufung eines „Klimanotstandes“, wenn keine Konsequenzen damit verbunden werden. Haupt wies zudem darauf hin, dass bereits Maßnahmen gegen den drohenden Klimawandel auf der Agenda von Stadt und Landkreis Bamberg stehen. Er ergänzte: »Nötig sind konkrete Maßnahmen, die auch auf regionaler Ebene wirkungsvoll umgesetzt und gesteuert werden können. Dies erfordert fachliche Vorbereitung, inhaltliche Diskussion, richtungsweisende Beschlüsse und eine konsequente Umsetzung.«

Nur ein »Schaufensterantrag«?

Anlass für die wenig fruchtbare Debatte war ein Antrag von Stadtrat Heinrich Schwimmbeck (Linke), der die Ausrufung des Klimanotstandes in Form einer Stadtratsresolution zum Thema hatte. CSU-Stadtrat Dr. Helmut Müller bezeichnete die Initiative als »Schaufensterantrag« und äußerte sich nicht weiter zum Sachverhalt. Für den Antrag, der aber »unter Haushaltsvorbehalt steht«, sprach sich SPD-Sprecher Klaus Stieringer aus. Die Ausrufung des Klima-Notstandes »soll Mahnung und Hinweis sein, dass auch unpopuläre Dinge gemacht werden müssen«. Namens der GAL-Fraktion stellte Wolfgang Grader fest, »dass es sich um ein Thema handelt, das die „grüne Seele“ anspricht«. In Bamberg würden die Bürger/innen die Themen setzen und nicht mehr die politischen Organe. Schon wie bei einem Tagesordnungspunkt vorher (Bamberg als „sicherer Hafen“ für Flüchtlinge) wandte sich Dieter Weinsheimer (BA) auch bei diesem Thema gegen die Verabschiedung einer Resolution. »Wir möchten konkrete Maßnahmen hören«, sagte er. »Mit großen Erklärungen verlieren wir letztlich immer mehr an Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit.«
Die Vollversammlung bekannte sich per Beschluss zu der Aufgabe, das Erreichen der Pariser Klimaziele auf lokaler Ebene zu unterstützen. Sie beauftragte die Verwaltung damit, ein konkretes Aktionsprogramm zur Erreichung der Umwelt- und Klimaziele zu erarbeiten und dem Stadtrat in der nächsten Sitzung des Umweltsenats vorzulegen.
3.8.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+16 # Bamberger 2019-08-02 09:35
Worte sind besser als Taten.
Mit Taten gegen den Klimawandel würde man jemandem weh tun müssen. Das will man (OB und große Teile des Stadtrates) tunlichst vermeiden.
Wasser Predigen und Wein saufen:

- Kostenloses Parken in der Innenstadt
- Kein Wegfall von PKW Parkplätzen zu Gunsten des Radverkehrs
- Fahrradstraßen

Achja und vor allem: MUNA?!
Wie kann man sich jetzt so scheinheilig hinstellen und den Klimanotstand ausrufen, wo man noch vor wenigen Monaten die Umwelt zu Gunsten einen Gewerbegebietes bereitwillig opfern wollte?
Kommt man sich dabei nicht selbst komplett lächerlich vor?
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+12 # Baba Yaga 2019-08-03 02:39
Diese Sprücheklopferei habe ich auch satt. Mit (für die baulich beengten Verhältnisse sehr großen )PKW-Freundlichkeit und Festivitäten kann man die Leute schön in ihrer einlullenden Komfortzone halten. Manchmal glaube ich, viele Menschen sind wirklich so primitiv, dass sie nicht in der Lage sind (sein wollen) ihr Konsumverhalten zu verändern. Die Grünen als Partei wissen und haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass es ohne Einschnitte nicht geht (dafür aber mit Zugewinnen an anderer Stelle). Jetzt liegt es an den "Trendwählern", auch zu liefern.
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Redensarten und Redeweisen

 B 39
Bedä: Peter.
Bedä hassd a jeedä. Peter heißt ein jeder.

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bedd: bettet.
Wi mä sich bedd, so lichd mä. Wie man sich bettet, so liegt man.

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Bedd, Beddn, Beddä: Bett(en).
Di Beddn muss i aa nuch machn. Die Betten muss ich auch noch machen.
Hoid is schöö, doo ko mä di Beddä naushänga. Heute ist (das Wetter) schön, da kann man die Betten (ins Freie) hängen

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Bedd|badschä: Bettpatscher. Teppichklopfer.
Wad nä, wänn dä Vorrä kummd, grigsd si midn Beddbadschä! Wart nur, wenn dein Vater kommt, kriegst sie mit dem Bettpatscher.

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Bedd|brundsä, Beddsaachä: Schimpfwort. Bettnässer.
Woos willn deä Beddbrundsä doo? Was will denn der ...?

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Bedd|hoofm: Betthafen. Nachttopf.
Früä hod jeedä sain Beddhoofm undän Bedd kobd. Früher hat jede/r seinen/ihren Nachttopf unter dem Bett gehabt.

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Bedd|hubfäla: Süßes vor dem Schlafengehen.
Da, hosd a Beddhubfäla! Da, hast dein Betthüpferla!

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Beddi: Betti, Elisabeth
No, wänns dai Beddi ned waass, donn schdimmds ned. Nein, wenn es deine Betti nicht weiß, dann stimmt´s nicht.

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Bedd|schdäddla: Kinderbett.
Eä schlöffd fai nu in sain Beddschdäddla. Er schläft nun/jetzt in seinem Kinderbett. fai = unübersetzbares Füllsel!

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Bedd|schweän: Bettschwere, bisweilen auch nach Alkoholgenuss. Ermüdung. 
Mai Beddschweän hob i nu long ned. Meine Bettschwere hab ich noch lange nicht.

Forts.

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