Auf einen guten Tag

 

Berate dich mit einem stets Besonnenen ...! Doch achte auch auf den Rat deines Gewissens. Wer ist dir treuer als dieses? Das Gewissen des Menschen gibt ihm bessere Auskunft als sieben Wächter auf der Warte. Bei alledem bete zu Gott! Er wird in Treue deine Schritte lenken.
Buch Jesus Sirach 37,13-15

 

Eine Recherche des Bamberger FT zur „Grünausstattung“ der Stadt kam zu einem Ergebnis, das wenig überrascht: Bambergs Osten fällt im Vergleich der Stadtteile deutlich ab.

Im Osten könnte Bamberg deutlich grüner werden

Wie grün ist Bamberg wirklich? In der Sa-Ausgabe des Fränkischer Tag (28.9.19) gab Chefreporter Michael Wehner Antwort auf diese Frage. Im Vergleich der vier kreisfreien Städte Bayreuth, Würzburg und Erlangen kann sich Bamberg sehen lassen. Das liegt vor allem an der Fläche, die Michelsberger, Bruder- und Hauptsmoorwald auf dem Stadtgebiet einnehmen. Und auch bei den Parks, Grünanlagen und Sportflächen schneidet Bamberg mit einem Anteil von sechs Prozent des Stadtgebiets gut ab. Allerdings würden sich diese Grünflachen vornehmlich im Westen und Süden der Stadt finden. „Der Bamberger Osten fällt im Vergleich der Stadtteile deutlich zurück. Vor allem zwischen Bahnlinie und Berliner Ring fehlt es an grünen Naherholungsgebieten“, schreibt Wehner in seinem Artikel. Sein Fazit: Im Osten könnte Bamberg deutlich grüner werden.

Auch im Zuge der Konversion wurden Grünplanungen reduziert

Die so genannten Erholungsflächen, zu denen neben Parks auch Sport-, Freizeitflächen und die Friedhöfe zählen, umfassen in Bamberg 362 Hektar, das sind 6,6 Prozent der Stadtfläche. Bamberg ist damit auch in dieser Kategorie Spitzenreiter in dem fränkischen Vergleichsfeld. Rechnet man auch noch die Wälder dazu, wird Bambergs Sonderstellung noch augenfälliger: Über ein Drittel der Stadtfläche sind mit Forsten bedeckt. Auf 1500 Hektar kommen Bruder-, Michelsberger- und Hauptsmoorwald, soweit sie auf Stadtgebiet liegen. Das ist mehr als ein Viertel der Stadtfläche.
Doch natürlich gibt es auch in Bamberg viele graue Zonen, wo Straßen und Beton dominieren – und diese liegen beinahe ausschließlich jenseits der Bahnlinie. So müssen sich viele der 20 000 Bewohner des Bamberger Ostens damit abfinden, dass sie keine Altenburg, keinen Hain um die Ecke haben. »Zwischen Bahnhof und dem Berliner Ring herrscht ein markanter Mangel an Grün«, wird der Stadtbiologe Dr. Jürgen Gerdes zitiert. Nicht zuletzt aus klimatischen Gründen müsse man darauf drängen, die wenigen vorhandenen Grünzüge im Osten weiter bis zum Volkspark jenseits des Berliner Rings zu führen. Was die Lebensqualität aller Menschen im Osten erhöhen würde. Redakteur Wehner weist allerdings auf die Schwierigkeiten und Versäumnisse bei der Umsetzung dieser Ideen hin. So seien die Grünplanungen im Zuge der Konversion gegenüber den ursprünglichen Wünschen deutlich zurückgefahren worden.
30.9.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte

Kommentare   
+31 # Ein Bamberger 2019-09-30 15:29
Es gab eine schöne freie Fläche für einen Park.

Da steht jetzt ein BMW Autohaus......
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0 # Eisenbahner 2019-10-01 11:04
Ja, gleich neben einem Drogenhotspot! Klasse Park! ;-)
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0 # Ein Bamberger 2019-10-07 08:26
Woher das "Fachwissen"?
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+8 # Bürger dieser Stadt 2019-10-01 08:28
Weil Ost mit diesem architektonisch traumhaften Beton-Look gesegnet ist, können wir diese ästhetische Meisterleistung der Nachkriegszeit auch noch einmal potenzieren, indem wir wunderschöne Gewerbeflächen in den Hauptsmoorwald zwiebeln. Heilsbringender kann man kaum noch agieren. Über eine solche Erlösung freut sich die dortige Bevölkerung mit Sicherheit.

Im zugebauten Zentrum will auch niemand Grünflächen (v. a. auf dem Maxplatz haben...). Das wäre ja unverantwortlich. Dann wären diese Klausimausi-Festchen in Frage gestellt, allein das wäre schon unerhört und nicht denkbar. Das fasst man einfach nicht an, denn eines haben die Protagonisten schon früh erkannt: Klausimausi-Festchen sind die Lunge Bambergs!
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-6 # supi 2019-10-01 17:44
nächstes jahr im märz, da wird bamberg so richtig grün werden und das hat wenig mit bäumchen zu tun
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+4 # Alex 2019-10-02 09:10
Die "Grünausstattung" einer Stadt ist natürlich auch vom Verlauf seiner Stadtgrenze abhängig. Durch die Eingemeindungen von Bug + Wildensorg im Jahre 1972 kam Bamberg in den Besitz des gesamten Bruderwalds, bzw. erheblichen Teilen des Michaelsberger Wald. Auf alten Stadtplänen vor dieser Zeit ist gut zu erkennen, wie waldarm die Stadt zuvor war. Nicht alle Kommunen hatten das Glück, sich waldreiche Gebiete einverleiben zu können.
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+8 # happy 2019-10-02 16:13
.... Und da es eh schon wenig Grün im Osten gibt, wollten BA, BUB, CSU, FDP und SPD noch mehrere Hektar Hauptsmoorwald oberhalb der Armeestraße für ein Polizeigebäude roden und 60 Hektar Hauptsmoorwald auf dem Gelände der MUNA fällen lassen. Übrigens: Das durch den Bürgerentscheid in Kraft getretene Moratorium, das eine Vernichtung des Waldes für ein Jahr verhindert hat, endet am 18.11.2019. Hoffentlich schützen die Bürger weiterhin ihren Wald, auch gegen die Politiker.
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