Auf einen guten Tag

 

Glaube denen, die die Wahrheit suchen und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide

 

Wenn es um den Schutz von Mensch und Umwelt geht, sind guter Wille und freiwillige Verpflichtungen allein nicht ausreichend. Auch in Bamberg wird für ein Lieferkettengesetz geworben.

Unternehmensverantwortung gesetzlich regeln

Ende Februar 2020 wurde in Bamberg ein lokales Bündnis gegründet, um die bundesweite Kampagne für ein Lieferkettengesetz zu unterstützen und bekannt zu machen. Die beteiligten Akteure treten ein für eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden – auch in entfernten Ländern. Sie fordern von der Bundesregierung, diese Verantwortung in einem Lieferkettengesetz zu verankern. Im Bamberger Bündnis sind folgende Gruppen vertreten: DGB, verdi, BUND Naturschutz, Greenpeace, Weltladen, change e.V., BDKJ (Bund der katholischen Jugend), Evangelische Jugend, KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung), Kolping und Katholischer Frauenbund (KDFB).
Bastian Sauer vom DGB Oberfranken erläutert zum Hintergrund der Kampagne: »Ob einstürzende Textilfabriken, Kinderarbeit in Plantagen oder zerstörte Regenwälder - aus reiner Profitgier billigen Unternehmen allzu oft Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung. Hier braucht es endlich ein Gesetz, das Unternehmen zur Einhaltung aller relevanten Menschenrechte sowie Umwelt- und Sozialstandards verpflichtet und das bei Verstößen harte Sanktionen zur Folge hat.«
Klaus Achatzy vom Weltladen Bamberg macht deutlich, dass es auch jetzt schon anders geht: »Der Faire Handel zeigt seit Jahrzehnten, wie Waren, für die gerechte Preise bezahlt und bei deren Herstellung Kinderrechte sowie hohe Umweltstandards geachtet werden, produziert und vermarktet werden können. Die meisten Unternehmen ziehen sich jedoch aus der Verantwortung. Sie beziehen Vorprodukte und fertige Waren aus der ganzen Welt, ohne die Einhaltung von Arbeitsstandards, Menschenrechten und Umweltschutz an den Produktionsstätten im Ausland zu berücksichtigen. Ein Lieferkettengesetz könnte das ändern.«
Christine Hertrich, Geschäftsführerin des BUND Naturschutz Bamberg ist zwar überzeugt, dass »viele Menschen Produkte kaufen wollen, die nicht zur Zerstörung von Natur und Klima beitragen. Es darf aber nicht alleinige Aufgabe der Konsumenten sein, sich bei jedem Produkt im Detail über die Herstellungsbedingungen zu informieren. Die Unternehmen sollten in der Verantwortung stehen auf bessere Schutzniveaus bei ihren Lieferanten hinzuarbeiten. Die Bundesregierung muss dafür ein entsprechendes Gesetz auf den Weg bringen. Wir machen hier vor Ort im Bündnis mit, um Politik zum Handeln zu veranlassen.«

Möglichst viele sollen die Petition unterschreiben

Ziel des Bamberger Bündnisses für ein Lieferkettengesetz ist, dem Thema in der Region möglichst viel Aufmerksamkeit zu verschaffen und eine große Zahl an Unterschiften für die Petition zu sammeln. Dazu sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Seit Ende Februar sind die Schaufenster ausgewählter Läden in der Innenstadt passend zum Thema gestaltet, um so auf die Kampagne aufmerksam zu machen. In diesen Läden kann auch die Petition unterschrieben werden. Bei diversen Großveranstaltungen wie dem Kunigundentag oder den Fridays for Future Demos wurden bzw. werden ebenfalls Unterschriften gesammelt. Höhepunkt der Kampagne ist eine Aktionswoche vom 18. bis 24. Mai.
Die Petition, an der sich bundesweit bisher knapp 145.000 Menschen beteiligt haben, kann auf der Seite www.lieferkettengesetz.de unterzeichnet werden. Dort gibt es auch weitere Hintergrundinformationen und Material zum Bestellen. Das Bamberger Bündnis informiert darüber hinaus auf fb.me/LieferkettengesetzBamberg und instagram.com/lieferkette_bamberg über aktuelle Aktivitäten.
3.3.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs nicht direkt freigeschaltet, sondern erst überprüft. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare.(r. Spalte u.).

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bäreedn: bereden. kritisieren.
Du mä hald ned immä alläs bäreedn! Tu mir halt nicht immer alles bereden/kritisieren.

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Früä sän di Kinnä barräs nai dä Schuul gäloffm. Früher sind die Kinder barfuß in die Schule gelaufen.

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bariän: parieren. gehorchen.
Dassd dä mä joo bariäd! Dass ihr mir (ja) gehorcht!

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bäroia: bereuen.
Däs wäsd mä nu bäroia! Das wirst (mir) noch bereuen!

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