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Auf einen guten Tag

 

Man sollte nie aus sich herausgehen, bevor man nicht in sich gegangen ist.
Günther Baruschke, dt. Aphoristiker und Essayist

 

Der neuen Rathaus-Koalition aus Grünen und SPD erscheint das Thema „Umwelt, Mobilität, Klima“ wichtig. Nachvollziehbar. Zumindest quantitativ ist die Vereinbarung sehr umfangreich.

„Autoreduzierte“ statt “autofreier” Innenstadt

Gleich mehrere Seiten umfasst dieser eine Punkt. Die WeBZet muss - um in ihrem Rahmen zu bleiben, kräftig kürzen. Als erstes halten die Koalitionäre fest: “Es wird angestrebt den Senat fünfmal im Jahr tagen zu lassen.“
Wesentliche inhaltliche Kernaussagen sollen hier in Stichpunkten dargestellt werden:
Radverkehr: Die Vereinbarung der Stadt und der Initiative Radentscheid wird umgesetzt. Dabei soll die Realisierung der Rad-City-Route 8 soll in Kombination mit einer geeigneten Bürgerbeteiligung erfolgen. Die versuchsweise erprobte Maßnahme in der Friedrichstraße wird übernommen.
Regionaler Omnibusbahnhof (ROB): Nach der Durchführung einer Konzeptstudie soll der ROB gemeinsam mit dem Landkreis realisiert werden, zu prüfen ist auch eine Realisierung unabhängig vom Bahnausbau.
Parkraumbewirtschaftung: Das beschlossene Parkraumbewirtschaftungskonzept wird umgesetzt.
Tempo-30-Modellkommune: Eine Bewerbung soll geprüft werden.
Bus- und Fußverkehr: Eine autonom fahrende E-Bus-Ringlinie wird angestrebt. Die Einführung eines Kurzstreckentarifs im Stadtgebiet wird - vorbehaltlich der Finanzierung - angestrebt.
Autoreduzierte Innenstadt: Erhöhung der Anwohnerparkgebühr sobald rechtlich zulässig unter Anwendung der Einzelfallprüfung. Die Rückgewinnung oberirdischer Parkflächen in für alle nutzbare Flächen wird angestrebt. Der bestehende PÜD soll personell verstärkt werden. Ein konsequenteres Vorgehen des PÜD wird gefordert.
An zwei Wochenenden pro Jahr wird es ein "Autofreies Welterbe" geben. Die Umwandlung der Langen Straße in eine Flaniermeile wird angestrebt.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind vorrangig zu beachten, …

… weil sie eine wichtige Querschnittsaufgabe sind, insbesondere zur Umsetzung der Energiewende und zur Erreichung der Klimaziele.
Recycling und Müllvermeidung: Die Stadtverwaltung soll digitalisiert werden, um den Papierverbrauch zu reduzieren. Weiterentwicklung der Initiative „Plastikfreies Bamberg“ zur Initiative „Mehrweg Vorteil“. Ausweitung der Verbotszonen für private Feuerwerke auf das Weltkulturerbe. Prüfung, ob das Ordnungsamt eine zivile Abfallstreife durchführen kann.
Schutz von natürlichen Lebensgrundlagen:
• Ausweisung von neuen Naturschutzgebieten: am Sonderlandeplatz Breitenau und am ehem. Schießplatz/Armeestraße. 
• Bebauungspläne: Insbesondere geschotterte Gärten und Kunstrasenflächen sollen untersagt werden. Gegebenenfalls Auflagen für Photovoltaik- und Solaranlagen.
• Ökologisches Grünflächenmanagement: Rasenflächen und -streifen entlang von Straßen werden prinzipiell nur noch zwei Mal im Jahr gemäht. Kein Einsatz von Pestiziden.
• Schulkantinen sollen regionale Bio-Lebensmittel erhalten.
• Berufung eine/r Klimaschutzmanagers/in
• Neue Bestattungskultur: Ausweisung eines Friedwaldes als Ergänzung zur bestehenden städtischen Friedhofslandschaft
11.4.20 Bilder: WeBZet. .Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+4 # Heiner 2020-05-11 20:09
Alles schön zu lesen. Vieles im Wiederholungsmodus, soll heißen dass es viele Vorschläge schon mal gab.
Klingt für mich wie "neue Besen" kehren gut, die alten aber finden die Ecken besser! Naja schau mer mal
was sich da die neue Koalition traut zu verwirklichen. Nicht vergessen das muss auch bezahlbar sein. Übrigens bezahlt wir mit dem Geld der Bürger der hiesigen Bevölkerung. Wenn Ihr mit Millionen hantiert , denkt daran dass es nicht das Geld der Stadträte ist, geht vorsichtig damit um !!!!!!!!
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+19 # CFRA2 2020-05-12 06:20
.. und schon beginnt der grüne Öko-Terror.

Gott sei Dank ist Papier geduldig und finanzielle Sachzwänge haben schon viele grün-linke Ideologieblasen platzen lassen!
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-11 # Bergradfahrer 2020-05-12 07:54
Warum traut man sich nicht, die Innenstadt einfach zu sperren? Meinetwegen darf der gesamte Stadtrat auch eine Studienreise durch Italien machen, um sich das dort mal anzuschauen. Keiner fährt in die Altstadt von Florenz rein, oder in die Wohnquartiere in der Innenstadt Roms. In Siracusa ist die gesamte Altstadtinsel zona a traffico limitato. Geht alles, kostet fast nix!
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+3 # cityman 2020-05-12 12:25
Warum sind Sie noch in Bamberg, wenn Italien Sie so begeistert? Mir gefällt meine Heimat hier eigentlich ganz gut.
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-8 # Clavius1970 2020-05-12 20:59
Von der "zona traffico limitato" zur "Zone des beschränkten Denkvermögens" ist es nicht weit Manche Foristen sind mit dem Montainbike schon dort schon angekommen. :-)
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+1 # Heiner 2020-05-12 10:11
@Bergradfahrer.
Schlaumeierei, bitte dann aber auch eine Alternative schaffen für die Leute die grad durch die Stadt müssen und "außen herum" es zu lange dauert. Eine Idee auch für die Innenstadtbewohner für ihre Fahrzeuge darf bitte auch nicht fehlen, auch nicht für Besucher. Außen herum bedeutet aber eine Verschiebung der Verkehrsströme, somit gibt es da weniger , dort viel mehr Verkehr. Das wird Ihnen dann sicher gedankt. Bergradfahrer darf ich fragen wo sie Ihre Bleibe haben? :-)
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-5 # Bergradfahrer 2020-05-13 08:22
Die Italiener machen das seit Jahrzehnten, es klappt! Darum sollten die Genies der Bamberger Verkehrsplanung, die wirre, bunte Linien auf die Straße malen, einfach mal gucken fahren und die Eier in der Hose haben, mal was Signifikantes zu tun.

Danke der Nachfrage, ich wohne wunderschön in der Stadt, habe drei tolle Fahrräder und kein eigenes Auto. Wir haben ein gutes Carsharing, einen günstigen und guten, lokalen Autovermieter. Das Wasser kommt in Spitzenqualität aus dem Wasserhahn, der freundliche Getränkelieferant auf Wunsch, am Samstag ist ein prima Bauernmarkt, die Bamberger Gärtner verkaufen Spitzenware direkt ab Betrieb.
Gibt es viele Städte, in denen es sich bequemer einkaufen und leben lässt?
Und viel von dem können Auswärtige auch nutzen, man muss halt am Stadtrand parken und ja, Heiner, manchmal muss man Bus fahren oder gar laufen. Das geht ganz gut, es ist nicht Kairo, es ist Bamberg.

Es ist zudem grundsätzlich Ihr Problem, wenn Sie von A nach B fahren wollen, das müssen Sie lösen, niemand sonst. Wie kommen Sie darauf, dass man sich bemühen muss, Ihnen eine tolle und direkte Straße dafür zu bauen? A weng muss man schon selber machen. So ist im Grunde das Leben, alles kriegt man nun doch nicht einfach so. Das wäre ja dann Kommunismus.

Letztlich dürfen wir bei dem kindischen Geschrei "Was machen denn dann die armen Auswärtigen?" nicht vergessen, dass in der Stadt auch Menschen leben, die deren wirtschaftliches Leben signifikant tragen. Und um die Qualität deren Lebens, um deren Interessen muss sich ein gewählter Vertreter der Stadt sorgen, das ist sein Auftrag!

(Nein, über die Obere Brücke hin und her zu laufen und gesehen zu werden, gehört, glaube ich, nicht zum Auftrag, Herr Doktor! ;-))


@Clavius:
Haben Sie ansonsten noch ein Argument außer mittelmäßiger Hausfrauenpolemik? Ja, wollen Sie mal mit Mountainbikefahren? Wer zuerst kotzt, zahlt dem Werner seine Biere vorm Schlenkerla. ;-)


@cityman:
Ich liebe Bamberg, lebe hier wahnsinnig gern und bin sehr oft an den schönsten Orten dieser einmaligen Stadt. Es gibt halt nur ein paar Dinge, die man ändern muss und zwar zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität aller in der Stadt. Der starke Verkehr gehört dazu dramatisch eingeschränkt. Um sich die flankierenden Maßnahmen auszudenken, muss man kein Genie sein, das dürfte bereits ein durchschnittlicher Städte- und Verkehrsplaner hinkriegen, muss man sich in Bamberg halt mal einen einstellen.


@CFRA:
Ja, der Ökoterror, da habe ich ein paar lustige Ideen. Ab Morgen werden bei allen SUVs per remote login in der Innenstadt Lenkkraftunterstützung und Einparkhilfe deaktiviert. ;-)
Einwegkaffeebecher werden kurz vor der Übergabe mit Sekundenkleber präpariert.
Außerdem müssen alle Fahrer superlauter Motorräder und "Sportautos" T-Shirts tragen "I have a micro penis!" (Gilt auch für die Frauen darunter.).
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+10 # godfather 2020-05-12 11:32
Jetzt wird man sehen, wie Starke Bremser noch weiter bremsen können.
Viele der Maßnahmen sind kostengünstig umsetzbar, manche sogar kostensparend, manche sind gar bezuschusst mit dem Geld anderer Leute.
Nun sollte man den Wahlsiegern die Möglichkeit geben, ihre Konzepte umzusetzen, innovativ zu handeln, Dinge zu probieren. Wenn es dann Anderen nicht gefällt, können sie die Konservativen Splitter stützen und dann ist vielleicht die CSU in 6 Jahren wieder dran. Bis dahin ist aber endlich einmal die Möglichkeit da, Dinge ordentlich zu versuchen, nicht Klein-Klein wie bisher.
Auf gehts, gelebte Demokratie!
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+5 # ThoMü 2020-05-12 18:16
Die SPD sollten wir aber nicht zu den Wahlsiegern rechnen. Man hat sich halt wieder an die Schalthebel gewanzt. Wird Zeit, dass diese Partei ganz verschwindet.
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-5 # Georg Weber 2020-05-13 06:48
Zu ThoMü
Verstehe ich Sie richtig? Die SPD soll ganz verschwinden?
Am besten für Sie wäre es wohl, wenn nur die AFD am Schalthebel sitzen würde! Oder?
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+5 # supi 2020-05-13 16:45
nun liegt teil 2 des progrmms vor, etwas konkreter als sein teil 1, auch wenn ich mir mehr zu wohnen, wohnraum, schulen und zu verkehr gewünscht haätte. aber warten wir nun mal ab, was wann und überhaupt umgesetzt wird.
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+1 # Clavius1970 2020-05-13 20:34
Bevor hier einige Foristen noch hyperventilieren ein Gedanke zur Sperrung der Innenstadt für den motorisierten Verkehr.
Die Zufahrten für die beiden privat betriebenen Großgaragen im Bamberger Zentrum sind mit Sicherheit langfristig garantiert. Die Abfindungen für die Betreiber, bzw. ein Ankauf der beiden Gelddruckmaschinen durch die Stadt Bamberg, wären finanziell nicht zu stemmen. Also Thema durch. Das weiß in Bamberg jede, durch arrogante Schnösel diskriminierte Hausfrau. Nur die Zugereisten haben halt die große Klappe aber keine Ahnung.
Jede Wette, die neu gewählten Überflieger werden als Bettvorleger enden, wenn sie erstmal an den Besoldungsfleischtöpfen geschnuppert haben. In Bamberg formt leider immer noch der Ton (Verwaltung, Netzwerke und OB) den Töpfer (Stadtrat). Bei den knappen Mehrheitsverhältnissen sehe ich da für die nächsten 6 Jahre leider schwarz. Das ist bedauerlich.
Gottseidank wird der Bahnausbau wenigstens den motorisierten Individualverkehr reduzieren.
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+19 # DerBamberger 2020-05-14 08:01
ich weiß gar nicht, warum man sich so gegen eine ökologische Innenstadt wehrt? Wegen ein bisschen Autofahren auf wenigen Kilometern? Aber ... Achso. Das begrenzt ja wieder die Freiheit, gelle. Kurz gedacht und in immer dasselbe Horn der Autofreiheit geblasen. Ich finde diese Debatte hat mehr verdient als die ständig und längst überholten vorgebrachten Argumente.
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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 42

Bfennich, Bfenning, Bfenni: Pfennig.
Deä dreed an jeedn Bfennich um. Der dreht einen jeden Pfennig um. (= sehr sparsam, knausrig)
Schaiss auf di boä Bfenning! Scheiß/pfeif auf die paar Pfennige!

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Bfennich|fugsä: Pfennigfuchser, Knauserer 
Deä old Bfennichfugsä nimmd fai aa niggs mied. Der alte Pfennigfuchser nimmt (fai) auch nichts mit (wenn er stirbt).

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Bferde|schdoll: Pferdestall.
Doo riechds wi in an Bferdeschdoll. Da riecht es wie in einem Pferdestall.

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Bfiffä: Pfiffer. Pilze.
Du bisd mä dä a Bfiffä! Du bist mir (dä) vielleicht ein Pfiffer.
Iech möchäd widdä amoll naus di Bfiffä. Ich möchte wieder einmal hinaus zu den Pilzen. (Pilzsammeln)

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Bfiif: gepanschtes Bier, Gesöff
Gee mä fai mid dän Bfiif, eerä sauf i goä niggs! Geh mir (fai) weg mit diesem Gesöff.

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Bfingsd|ogs: Pfingstochse = sehr herausgeputzt
Deä laffd aa immä rum wi a Bfingsdogs. Der läuft auch immer herum wie ein Pfingstochse.

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Bflaadschn: großes, flächiges Stück.
A Bflaadschn Schnidsl woä dä däs! Ein großes Schnitzel war das.

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Bfläädschn: beleidigtes Gesicht od. weinerliches Gesicht
Braugsd goä ka Bfläädschn dsieng! Du brauchst gar kein beleidigtes Gesicht zu ziehen/machen.

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bfläädschn: regnen, weinen.
Äs bfläädschd äs wi. Es regnet wie selten/sehr stark.
Höä auf dsä bfläädschn, sunsd fängsd nu aana! Hör auf zu weinen, sonst fängst/bekommst noch eine Ohrfeige.

Forts.

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