Der neuen Rathaus-Koalition aus Grünen und SPD erscheint das Thema „Umwelt, Mobilität, Klima“ wichtig. Nachvollziehbar. Zumindest quantitativ ist die Vereinbarung sehr umfangreich.

„Autoreduzierte“ statt “autofreier” Innenstadt

Gleich mehrere Seiten umfasst dieser eine Punkt. Die WeBZet muss - um in ihrem Rahmen zu bleiben, kräftig kürzen. Als erstes halten die Koalitionäre fest: “Es wird angestrebt den Senat fünfmal im Jahr tagen zu lassen.“
Wesentliche inhaltliche Kernaussagen sollen hier in Stichpunkten dargestellt werden:
Radverkehr: Die Vereinbarung der Stadt und der Initiative Radentscheid wird umgesetzt. Dabei soll die Realisierung der Rad-City-Route 8 soll in Kombination mit einer geeigneten Bürgerbeteiligung erfolgen. Die versuchsweise erprobte Maßnahme in der Friedrichstraße wird übernommen.
Regionaler Omnibusbahnhof (ROB): Nach der Durchführung einer Konzeptstudie soll der ROB gemeinsam mit dem Landkreis realisiert werden, zu prüfen ist auch eine Realisierung unabhängig vom Bahnausbau.
Parkraumbewirtschaftung: Das beschlossene Parkraumbewirtschaftungskonzept wird umgesetzt.
Tempo-30-Modellkommune: Eine Bewerbung soll geprüft werden.
Bus- und Fußverkehr: Eine autonom fahrende E-Bus-Ringlinie wird angestrebt. Die Einführung eines Kurzstreckentarifs im Stadtgebiet wird - vorbehaltlich der Finanzierung - angestrebt.
Autoreduzierte Innenstadt: Erhöhung der Anwohnerparkgebühr sobald rechtlich zulässig unter Anwendung der Einzelfallprüfung. Die Rückgewinnung oberirdischer Parkflächen in für alle nutzbare Flächen wird angestrebt. Der bestehende PÜD soll personell verstärkt werden. Ein konsequenteres Vorgehen des PÜD wird gefordert.
An zwei Wochenenden pro Jahr wird es ein "Autofreies Welterbe" geben. Die Umwandlung der Langen Straße in eine Flaniermeile wird angestrebt.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind vorrangig zu beachten, …

… weil sie eine wichtige Querschnittsaufgabe sind, insbesondere zur Umsetzung der Energiewende und zur Erreichung der Klimaziele.
Recycling und Müllvermeidung: Die Stadtverwaltung soll digitalisiert werden, um den Papierverbrauch zu reduzieren. Weiterentwicklung der Initiative „Plastikfreies Bamberg“ zur Initiative „Mehrweg Vorteil“. Ausweitung der Verbotszonen für private Feuerwerke auf das Weltkulturerbe. Prüfung, ob das Ordnungsamt eine zivile Abfallstreife durchführen kann.
Schutz von natürlichen Lebensgrundlagen:
• Ausweisung von neuen Naturschutzgebieten: am Sonderlandeplatz Breitenau und am ehem. Schießplatz/Armeestraße. 
• Bebauungspläne: Insbesondere geschotterte Gärten und Kunstrasenflächen sollen untersagt werden. Gegebenenfalls Auflagen für Photovoltaik- und Solaranlagen.
• Ökologisches Grünflächenmanagement: Rasenflächen und -streifen entlang von Straßen werden prinzipiell nur noch zwei Mal im Jahr gemäht. Kein Einsatz von Pestiziden.
• Schulkantinen sollen regionale Bio-Lebensmittel erhalten.
• Berufung eine/r Klimaschutzmanagers/in
• Neue Bestattungskultur: Ausweisung eines Friedwaldes als Ergänzung zur bestehenden städtischen Friedhofslandschaft
11.4.20 Bilder: WeBZet. .Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.