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Auf einen guten Tag

 

Man muss Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.
Elie Wiesel, US-Schriftsteller

 

Ein wichtiges Thema. Am komm. Dienstag führt der Bamberger Stadtrat eine „Sondervollsitzung Klima“ durch. Die Stadtspitze hat in einer Pressekonferenz schon Tage vorher Stellung genommen.

Stadt Bamberg möchte in Sachen Klimaschutz vorangehen

Oberbürgermeister Andreas Starke hat es schon immer gerne gemacht, dem Stadtrat bei einem wichtigen und interessanten Thema die „Schau zu nehmen“. Einen ganzen Sack voll Anträge hat die Fraktion Grünes Bamberg zu ihrem derzeitigen Lieblingsthema geschrieben; zusammen mit den Anträgen der anderen Fraktionen werden es rd. 30 sein. Thema und Antragsfülle sind Anlass für eine „Sondervollsitzung Klima“. Allerdings haben OB Starke, sein Stellvertreter Bgm Glüsenkamp sowie der Geschäftsführer Dr. Fiedeldey der Stadtwerke (StWB) schon vorher in einer Pressekonferenz (9.10.) zusammengefasst, was aus ihrer Sicht angepackt werden müsste bzw. kann. Dazu geladen war noch Frau Simone Jakobi vom Bamberger Klimaschutzbündnis, die sich artig für den Vorstoß der Stadtspitze bedankte.
OB Starke kündigte einen »Klimaneustart« an. »Die Stadt Bamberg möchte in Sachen Klimaschutz vorangehen. Deswegen hat die Eindämmung der Klimakrise und ihre schwerwiegenden Folgen höchste Priorität«, sagte der Oberbürgermeister. Mit der Einstellung eines Klimaschutzmanagers soll ein Klimavorbehalt eingeführt werden. Das bedeutet, »die Verwaltung führt bei relevanten politischen Beschlussvorlagen einen Klimacheck durch, um die Auswirkungen auf das Klima besser zu berücksichtigen und Lösungen zu bevorzugen, die sich positiv auf das Klima auswirken«. Die Einstellung des Klimaschutzmanagers ist möglich, weil es dafür eine 100% Förderung der Nationalen Klimaschutz-Initiative des Bundes gibt.

Klimaschutz kann ohne Berücksichtigung des Verkehrssektors nicht funktionieren

Klimareferent Bgm Jonas Glüsenkamp sieht die von ihm geförderten Schwerpunkte bei „Klimaschützender Mobilität“ und bei der „Nutzung von Energiepotentialen“. Aus seiner Sicht kann »ohne Berücksichtigung des Verkehrssektors Klimaschutz nicht funktionieren.«
Klar sei dabei auch, dass die Politik für die Umsetzung klarer Rahmenbedingungen und veränderter Mobilitätsräume die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger benötigt. »Mit einem autofreien Wochenende im kommenden Jahr wollen wir in einem noch festzulegenden Bereich des Welterbes die Bürgerinnen und Bürger für das Thema "veränderte Mobilität" sensibilisieren«, hob Glüsenkamp hervor.
Laut seiner Worte sei der Anteil erneuerbarer Energie bei den StWB schon heute doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Andererseits begrüße er aktuell den geplanten Einstieg in die Windenergie im Rahmen des Erwerbs der WEA Sassendorf.
Der Geschäftsführer der StWB Dr. Michael Fiedeldey, schloss sich den Ausführungen von Glüsenkamp an. »Unsere Triebfeder, um die Energiewende in Bamberg voranzutreiben, besteht aus mehreren Bauteilen: dazu gehören der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Kopplung der Sektoren, ein verknüpfter und CO2-freier Öffentlicher Nahverkehr.« Ohne Verkehrswende gebe es keine Energiewende, sagte Fiedeldy. Es gehe darum, den Umweltverbund so attraktiv zu gestalten, damit immer mehr Menschen umsteigen und das eigene Auto stehen lassen. »Dazu wollen wir unsere Busflotte auf elektrischen Antrieb umstellen.«
Irgendwie interessant, dass keiner der städtischen Redner von „Klimanotstand“ sprach.
12.10.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+3 # Zaubernuss 2020-10-12 15:47
Das Wort steht unter Bann, gewisse Parteien verabschieden kein Eingeständnis, die letzten 20 Jahre geschlafen zu haben. ;-)
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+2 # Baba Yaga 2020-10-12 19:27
Qualitativ eine gute Idee. Quantitativ ein schlechter Witz. Ein WE im Jahr. Das ist nur dann substantiell, wenn man das als Pilotprojekt begreift und man die Perspektive für eine - deutlich - größere Engmaschigkeit sieht.
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-4 # Bamberger 2020-10-13 08:53
Ich wäre mal für eine Autofreie Woche. Als Testballon. Mal sehen ob die Alten nicht mehr zum Arzt kommen, keiner mehr Kühlschränke/Waschmaschinen/XYZ (hier könnte ihr beliebiges Großgerät stehen, dass es in der Innenstadt eh nicht zu kaufen gibt) in der Innenstadt kauft, die Handwerker ihre Arbeit einstellen müssen und alles in einem totalem Verkehrschaos zusammen bricht.
Eine Woche ist ein überschaubarer und doch relativ repräsentativer Zeitraum.
Genau wie bei der Sperrung Sutte/Matern die Horrorszenarien allesamt nicht eingetroffen sind, wird auch bei einer Sperrung der Innenstadt wieder die Welt nicht untergehen, die Geschäfte weiterhin Umsatz machen wie bisher und die Menschen, die dort wohnen endlich mal durchatmen können.
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+1 # GodFather 2020-10-13 09:15
@CFRA 1. Welch erstaunliche Erkenntnis dass nur Verhaltensänderung die Klimakrise vielleicht noch abbiegen könnte. 2. Fokus auf das was entscheidend ist. 3. Es wäre mal ein Grund am Wochenende überhaupt in die Stadt zu kommen wenn die Blechlawinen dort nicht nerven, statt sie wegen Überfüllung zu meiden. 4. Interessant dass sich ein Automobilist und Klimakrisen-Skeptiker für die CO2-Emission eines Produkts interessiert. Ob er das bisher auch schon für irgendetwas getan hat was er selbst angeschafft hat? 5. Im Verlgeich zu den gesellschaftlichen Kosten der Kernenergie sind die Erneuerbaren geradezu spottbilllig.
Und zuguter Letzt: Seit Jahrmillionen entstandene fossile Ressourcen wurden in ca. 100 Jahren erschöpft. Wenn Sie gerne nur das Öl nutzen wollen was inderselben Zeit entsteht, dann fahren Sie mal schön mit dem SUV in die Stadt und gehen zu Fuß wieder heim.

PS: @Weinsheimer: Der Nebensatz "..., die sich artig für den Vorstoß der Stadtspitze bedankte" lässt auf gewisse Verbitterung schließen, dass nun andere junge Personen politischen Einfluss ausüben. Sie sollten eigentlich über so etwas stehen statt solche Kommentierungen nötig zu haben.
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+6 # CFRA2 2020-10-13 18:02
Wer wird denn so kleinlich sein und nur in unserem Existenzhorizont denken? Wir müssen das Große und Ganze im Auge haben, d.h. auch schon mal in Jahrmillionen Schritten denken!
Zum letzten Satz: Alle die etwas größeres Einkaufen und heimtransportieren wollen müssen in die Stadt fahren und dort vor dem Geschäft parken können und das geht halt leider nicht mit einem Bergfahrad!
Ansonsten können wir die Innenstadt nur noch dem geldveruntreuenden Stieringer mit seinen Lärmevents überlassen und zum Einkaufen in den Hafen fahren.
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+2 # webzet 2020-10-14 09:43
Hier ist eine Panne passiert, es sind gleich fünf Kommentare verschwunden. Die Ursache für diese technische Panne ist noch nicht geklärt. Entschuldigung!
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B 46

Biän, Bärn: Birne(n). Kopf.
Deä hod dä a Biän draufsidsn. Der hat (dä = Füllsel/vielleicht) einen (komischen) Kopf daraufsitzen.
A roda Biän grieng. Einen roten Kopf bekommen.
Doo hod mä di Biän gäraachd. Da hat mir der Kopf geraucht.

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Biä|oäsch: Schimpfwort. Bierarsch.
An richdichn Biäoäsch hom. Einen richtigen Bierarsch haben.

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Biä|schdimm: Bierstimme. tiefe Stimme.
Di Biäschdimm känn i doch aa wuheä! Diese Bierstimme kenne ich doch auch woher!

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Biä|schlöbbm: Bierschlöppe. Säufer.
Di old Biäschlöbbm is aa widdä doo, schau fai, dassd di schlaichsd! Dieser alte Säufer ist auch wieder da, schau bloß, dass du abhaust (schleichst).

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bibbän: bibbern. zittern, beben.
Doo braugsd ned scho voheä bibbän! Da brauchst du nicht schon vorher zittern (Angst haben).
Bibbärä: Bibberer. alter, zittriger Mann.
Woos wisdn mid dän oldn Bibbärä oofanga? Was wllst du denn mit dem alten Angsthasen anfangen?

Forts.

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