Drucken

UMWELT/KLIMA

Weißtannen im Klimawandel-Test

Die Stadt Bamberg unterstützt ein bundesweites Projekt für die Anpflanzung von Weißtannen. Man erhofft sich Erkenntnisse zur Anpassungsfähigkeit der Weißtanne unter den Zeichen des Klimawandels.(1,3)

Fichte gehört zu den Verlierern der Klimaerwärmung

Der Weipelsdorfer Wald der Bürgerspitalstiftung Bamberg ist einer von sieben Standorten in Bayern, in denen eine Versuchsfläche für die Anpflanzung von Weißtannen eingerichtet wurde. Damit unterstützt die Stadt Bamberg ein bundesweites Projekt zur Etablierung der Weißtanne unter Leitung der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft Deutschland e. v.
Die klimastabile und ebenso leistungsstarke Weißtanne ist in Zeiten des Klimawandels eine Option, einer drohenden Verknappung von weißem Nadelholz zu begegnen. Die Weißtanne ist aus wirtschaftlicher Sicht die einzige Alternative zur Fichte, die in unseren Breiten zweifellos zu den Verlierern der Klimaerwärmung gehört.
Im Rahmen des Projektes Weißtanne 2.0, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. gefördert wird, soll die Weißtanne in unseren Wäldern neu eingebracht werden. Hierzu werden deutschlandweit 58 eingezäunte Beobachtungsflächen angelegt. Auf diesen Flächen werden Weißtannenpflanzen zweier verschiedener Herkünfte gepflanzt und deren Wuchsverhalten langfristig wissenschaftlich untersucht. Man erhofft sich einen Erkenntnisgewinn zur Anpassungsfähigkeit der Weißtanne unter den Zeichen des Klimawandels.

Warum Weißtannen?

Nach der bisherigen landläufigen Meinung ist die Weißtanne eine Baumart der Mittelgebirge. Wie Forschungsergebnisse aber zeigen, ist die Weißtanne in der Lage, auf vielfältigen Standorten auch im Flachland gesund und mit Zukunftsperspektive zu wachsen. Dies gilt auch bei den zu erwartenden klimatischen Veränderungen. Die Weißtanne ist somit eine wirtschaftlich interessante Baumart für zukunftstaugliche Mischwälder.
Gleichzeitig hat die Weißtanne auch eine sehr hohe ökologische Bedeutung. Sie wurzelt viel tiefer als die Fichte, wird von den Fichtenborkenkäfern geschmäht und kann ein sehr hohes Alter erreichen. Damit trägt sie in hohem Maße zur dauerhaften Stabilisierung des Ökosystems Wald bei, sehr zum Nutzen der vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt und des Menschen.
»Wir freuen uns, einen Beitrag zum zukunftsorientierten Thema ‚nachhaltige Sicherung eines gesunden Mischwaldes‘ leisten zu können«, so Forstamtsleiter Johannes Hölzel.(320W/1,3Min)
Webzet unter www.freie-webzet.de aufrufen und speichern!
20.4.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.