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UMWELT - KLIMA

Bamberg soll Schwammstadt werden

Ein besonderes System soll dafür sorgen, dass es bei Stark- oder Dauerregen nicht zu Überschwemmungen oder starken Schäden kommt. Die Stadt soll das Wasser wie in einem Schwamm halten.

Kartierung der Gefahrenpunkte

Im Hinblick auf die Starkregenereignisse will laut einer städt. Pressemitteilung Oberbürgermeister Andreas Starke dem Stadtrat für das Jahr 2022 vorschlagen, Mittel für eine umfangreiche Kartierung der Gefahrenpunkte im Hinblick auf Starkregenereignisse bereitzustellen: »Die Kartierung soll helfen, die Gebiete zu identifizieren, die in Bamberg bei Starkregenereignissen besonders betroffen sind. Die Menschen, die in Bamberg leben, müssen um das Risiko und die Gefahren wissen, die durch die Wetterlage entstehen können. Dazu brauchen sie einfach abrufbare Informationen auf einer guten Datenbasis, die wir gemeinsam mit Fachplanern erstellen wollen.«
Starke verwies in diesem Zusammenhang auch auf die bereits durch den Stadtrat bewilligte Stelle eines Klimaanpassungs-Managers, der zur Umsetzung einer gemeinsam mit dem Landkreis entwickelten Strategie zur Anpassung an den Klimawandel beauftragt ist. Die weitere Vorgehensweise soll in der Vollsitzung des Stadtrats am 28. Juli vorgestellt werden.

In einer Schwammstadt wird anfallendes Regenwasser lokal aufgenommen

Starke kann mit seinem Vorschlag an eine Initiative der Bayer. Staatsregierung anknüpfen. Laut einer Pressemitteilung der Staatskanzlei sollen nach dem Willen von Ministerpräsident Markus Söder die Hochwasserrisiken in Bayerns Gemeinden künftig von einer unabhängigen Stelle bewertet werden. »Wir brauchen einen verpflichtenden Hochwasser-Tüv«, wird Söder zitiert. Gerade nach den jüngsten Erfahrungen zeige sich, dass die Schutzkonzepte vertieft und langfristiger gedacht werden müssten. Ein Hochwasser-Tüv solle bewerten, wie eine Gemeinde gegen Hochwasser geschützt sei und bei Bedarf eine Empfehlung für Maßnahmen abgeben, so der Ministerpräsident.

In der städt. PM wird weiter verlautet, dass es laut Klimareferent Jonas Glüsenkamp in Bamberg wichtig sei, neben der Gefahrenabwehr ebenso Vorkehrungen in der Stadtentwicklung zu treffen: »Das Ziel ist eine Schwammstadt, die durch geringere Versiegelung, Gründächer und Fassadenbegrünung die Chance bietet, möglichst viel Wasser zu speichern, das dann gar nicht in Kanäle abgeführt werden muss.« Für Bamberg bedeutet dies: »Effizientere Flächennutzung durch mehr Stockwerke und Schutz der wichtigen Grünflächen in der Stadt als Versickerungsflächen in der Schwammstadt.«
Der Bamberger Bürgermeister greift damit ein Konzept auf, dass schon vorwiegend in Großstädten umgesetzt wird. In einer Schwammstadt wird anfallendes Regenwasser lokal aufgenommen und gespeichert, anstatt es lediglich zu kanalisieren und abzuleiten. Das kann geschehen, indem auf Grundstücken Wasser zurückgehalten und gezielt Flächen für die Überflutung vorgesehen sind (> Bild r.). Dadurch sollen Überflutungen bei Starkregenereignissen vermieden werden.
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