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EXTREM-NATUREREIGNISSE

Risikomanagement für Starkregen

Extremer Starkregen hat sich zu einer der größten Herausforderungen bei Naturereignissen entwickelt. Vielen Menschen ist es wichtig, dass sie über eine mögliche Betroffenheit gut informiert sind.

Regenfluten überlasten die geregelten Entwässerungseinrichtungen

Die Klima-Erwärmung betrifft ganz Bayern, Problem-Wetterlagen können in allen Regionen gleichermaßen auftreten, kein Landstrich in Bayern ist letztlich davor geschützt.
Die durch die Niederschläge verursachten Überflutungen überlasten die geregelten Entwässerungseinrichtungen, z.B. Entwässerungsgräben oder die Kanalisation. Dabei können vermehrt unkontrollierbare Oberflächenabflüsse stattfinden, die ein zusätzliches Gefährdungs­potenzial durch z.B. Erosion (Schlammlawine, Hangrutsch, etc.) aufweisen. Bauliche Maßnahmen zur Minimierung sind in potentiell gefährdeten Gebieten ebenso notwendig wie die private Vorsorge.
In der Vollsitzung des  Bamberger Stadtrates am 28.7.21 berichtete die Stadtverwaltung über erste Maßnahmen die Stadt Bamberg wirksam gegen die zunehmenden Gefahren durch Starkregenereignisse und daraus resultierenden sog. “urbanen Sturzfluten” zu schützen, Um die mögliche Bedrohung zu ermitteln, gelte es lokale Risikogebiete zu ermitteln und angepasste Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.

Im Sitzungsbericht der Stadtverwaltung heißt es: “Für eine integrierte Überflutungsvorsorge wird das Starkregen-Risikomanagement zukünftig dauerhaft als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung verankert.”

Gefährdungskarten, Notfallkarten und Maßnahmenkataloge

Ein Baustein für die Schaffung eines integrierten Starkregenmanagements ist die Erstellung von Gefährdungskarten für die Stadt Bamberg. Daraus abgeleitet werden Notfallkarten und Maßnahmenkataloge.
Im Zuge der Gesamtfortschreibung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans ist vom Stadtplanungsamt eine Interessensbekundung am Projekt „Landschaftsplanung in Bayern – kommunal und innovativ“ des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (STMUV) in Zusammenarbeit mit anderen staatlichen Einrichtungen geplant. Laut STMUV entstehen dabei für die beteiligte Kommune keine Kosten. Als konkrete Projektidee wäre seitens des Stadtplanungsamtes die Implementierung eines Starkregen-Risikomanagements in die vorbereitende Bauleitplanung bzw. den Landschaftsplan angedacht. Nach einer Vorbereitungsphase bis März 2022, würde ab April 2022 die Modellprojektphase starten, in welcher es um die konkrete Umsetzung gehen wird.
Die Vollversammlung hat dazu die Stadtverwaltung beauftragt, für die mögliche Erstellung einer Gefährdungskarte der Stadt Bamberg Mittel in Höhe von 25.000 € bei den Haushaltsberatungen 2022 anzumelden.

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