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  SCHWAMMSTADT  BAMBERG   

Franken trifft der Klimawandel besonders hart

Heiß und trocken. Die Wälder in Oberfranken sind geschädigt. In der Region Bamberg gingen in den letzten Jahren 1.000 ha Wald verloren. Bamberg will “Schwammstadt“ werden.

Düstere Prognosen bis zum Jahr 2100

"Die Landwirtschaft ächzt unter der extremen Trockenheit. Der Weinbau sucht nach Wegen, mit den Folgen umzugehen." Mit diesen Sätzen beginnt der Klimareport des Landesamts für Umwelt (LfU) für die Mainregion. Fünf der zehn wärmsten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1881 lagen zwischen 2011 und 2019. Wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird, so die Vorhersagen, dann steigt die mittlere Jahrestemperatur in Mainfranken von 8,5 auf über 12 Grad bis Ende des Jahrhunderts.
Die einzelnen Regionen Bayerns sind unterschiedlich stark vom Klimawandel betroffen. Doch die Daten zeigen eindeutig: Franken trifft es am härtesten.
Die Wälder in Oberfranken sind bereits dauerhaft geschädigt. Allein in der Region rund um Bamberg gingen in den letzten Jahren etwa 1.000 Hektar Kiefern- und Fichtenwald verloren. Vor allem der Altbestand hat gelitten, auch Laubbäume wie Eichen und Buchen sind betroffen. Das kühlere und feuchte vergangene Jahr hat nur dem Baumnachwuchs etwas geholfen. Junge Schonungen konnten sich erholen.
Immer häufiger gibt es Wetterlagen mit warmem Wind. Der Wind trocknet neben der Hitze die Natur zusätzlich aus.

Bamberg-Projekt „multifunktionale Flächennutzung im Kontext Schwammstadt“

Hitzeperioden werden sich mit sog. Starkregenereignissen abwechseln. Das hat mit den steigenden Temperaturen zu tun. Wenn es wärmer ist, verdunstet mehr Wasser. Die Luftfeuchtigkeit steigt. Das heißt, viel mehr Wasser ist in der Luft und kann bei Gewitterregen schnell zu Überschwemmungen führen. Das Hochwasser dringt kaum in den Boden ein, fließt schnell ab, bringt also auch nichts gegen die sinkenden Grundwasserspiegel.

Aktuell beteiligt sich die Stadt Bamberg zusammen mit sechs anderen Städten an einem Projekt „Landschaftsplanung in Bayern – kommunal und innovativ“ des Bayer. Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Zentrales Thema ist für Bamberg die „multifunktionale Flächennutzung im Kontext urbaner Klimaresilienz / Schwammstadt“. Hinter dem Begriff der „Schwammstadt“ steckt die Idee, anfallendes Regenwasser in Städten lokal aufzunehmen und zu speichern, anstatt es lediglich zu kanalisieren und abzuleiten. Dadurch sollen Überflutungen bei Starkregenereignissen vermieden, das Stadtklima verbessert und die Gesundheit von Stadtbäumen gestärkt werden. Im Idealfall soll der Regen dort versickern und verdunsten, wo er gefallen ist. Falls das nicht kurzfristig möglich ist, wird Regenwasser zwischengespeichert. Die Stadt der Zukunft soll das Wasser künftig aufnehmen und abgeben wie ein Schwamm.
Durch das Projekt erhält die Stadt fachliche Unterstützung sowie passgenaue Kommunikations- und Beteiligungskonzepte für den Landschaftsplan 

Geschrieben: mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto); Webzet unter www.freie-webzet.de aufrufen und speichern!  >  STARTSEITE

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Kommentare   
+5 # Eisenbahner 2022-05-14 20:59
Solange Brasilien regelmäßig den Regenwald abbrennen lässt, China 1600 Kohlekraftwerke baut und die US Armee täglich 260000 Barrel Öl am Tag verbraucht, wird unser Fliegenschiss auf der Landkarte das Klima nicht verändern!
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