KLIMAAKTIVISTEN

„Wir teilen die Anliegen der Klimaschützer“

Das Erzbistum Bamberg hat die Anzeige gegen Mitglieder der "Letzten Generation" zurückgezogen. Das Verbinden der Augen des Bamberger Reiters hat damit juristisch kein Nachspiel.

Bei einer öffentlichen Diskussion fielen stattdessen versöhnliche Worte

Zwei Monate nach der Protestaktion der "Letzten Generation" im Bamberger Dom hat sich Domkapitular Elmar Koziel einer öffentlichen Diskussion mit Klimaaktivisten gestellt. Dabei machte der Direktor der Bildungshäuser Vierzehnheiligen am Montagabend deutlich, dass die Kirche die Anliegen und Ziele der Klimaschützer teilt, so heißt es in einer Pressemitteilung des Dombergs. Aus grundsätzlichen Erwägungen heraus sei das Domkapitel jedoch gegen die politische Demonstration im Dom als Sakralraum vorgegangen. „Wenn wir hier nichts unternehmen, kommen andere, deren Ziele wir nicht teilen“, sagte Koziel in einer vom Bund Naturschutz veranstalteten Podiumsdiskussion in der KUFA. Die Strafanzeige gegen die Aktivisten wegen Hausfriedensbruchs habe das Domkapitel bereits vor mehreren Wochen zurückgezogen.
Die Klimaaktivistin Heike Kettner, die selbst an der Aktion im Dom am 2. März beteiligt war, rief die Kirche dazu auf, mehr Mut zu haben, unbequeme Dinge zu sagen und dem Papst und seiner Umwelt-Enzyklika „Laudato si“ zu folgen. Eine Kirche als Haus Gottes sei optimal dafür, wenn es um die Bewahrung der Schöpfung gehe.

Thema Schöpfung spielt nicht die Rolle, die es spielen sollte

Koziel rief dazu auf, in der breiten Bevölkerung mehr für den Klimaschutz zu werben. „Denn es gibt viele Menschen, die vom Klimathema völlig unbeeindruckt sind und das Thema komplett umschiffen.“ Bambergs Zweiter Bürgermeister und Klimaschutzreferent Jonas Glüsenkamp vertrat in der Diskussion die Mehrheitshaltung im Stadtrat, wonach Rechts- und Gesetzesbrüche immer Konsequenzen haben müssen und eine Kommune sich nicht erpressen lassen dürfe. „Ich werbe dafür, dass wir die Klimaschutzziele innerhalb der Demokratie erreichen“, sagte der Grünen-Politiker und betonte: „Es geht voran, aber es geht zu langsam voran. Es braucht die Beharrlichkeit zur Veränderung.“

Der Landesvorsitzende des Bund Naturschutz, Richard Mergner, hingegen betonte, die wichtigen Veränderungen in der Gesellschaft seien immer durch zivilen Ungehorsam erreicht worden. Er rief die Kirchen auf, nicht nur bei sich selbst Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen, sondern auch gegenüber dem Staat wortgewaltig Stellung zu beziehen.
Domkapitular Koziel erläuterte, dass die Kirchen die Themen „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ bereits 1983 auf die Tagesordnung gesetzt haben. „Das Thema Schöpfung spielt sicher immer noch eine Rolle, aber wohl nicht die, die es in der jetzigen Situation spielen sollte.“
Bei der Aktion im Bamberger Dom am 2. März waren Aktivisten der „Letzten Generation“ in den Dom eingedrungen und hatten den Bamberger Reiter mit einer Augenbinde versehen. Eine Untersuchung durch Experten hat später ergeben, dass dabei an dem weltberühmten Kunstwerk keine Beschädigungen entstanden sind.

Geschrieben: PStErzbist-mdw; vBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto); 

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Bergradfahrer
Warum sollte man mit radikalisierten Anhängern einer Endzeitsekte reden, die ohne jede Reue und voller Verblendung bewusst und wiederholt Straftaten verüben?
Ich sehe latürnich eine ziemliche Pathologie bei den sich "opfernden" Jüngern des des ganzen Klimaapokalypsegesch wafels. Aber die ist nicht so stark, dass keine Straffähigkeit bestünde. Diese Leute sind voll geschäftsfähig, die sind genauso wie jeder andere haftbar zu machen.
Sie sind halt persönlichkeitsschwa che, kleine Neurotiker, die in den Fängen einer Sekte sind. Die wirklichen Schurken aber sind die Strippenzieher, die Geldgeber, die nicht besser sind als üble Zuhälter, die schwache Menschen schamlos aufs Übelste instrumentalisieren.
Und die Medien, die sogenannten Journalisten, die einem eigenartigen Haltungsjournalismus folgend eher das berichten und propagieren, was ihrer Meinung (oder der ihrer Geldgeber) nach sein soll als das was wirklich ist, sind die Katalysatoren des Wahnsinns.
Und die Kirche? Die kriecht mit traumwandlerischer Sicherheit in den falschen Arsch...mal wieder.
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Werner
... (Änderungen v. webZ)

Die (Amts)Kirche, und nicht die religiöse Gemeinschaft: Glaube heißt NICHT wissen. Das sagte selbst schon Galileo Gallilei, das Ende kennen wir. Ich widerrufe allerdings nicht.

Und dann ham‘wer die Klima-Khmer und ihre Grünen Garden, nichts anderes als Nichts..., Sabo..., Provokateure und Aggressoren (Änderungen v. WebZ). Wer was fordert, muss auch was bieten. Und das sehe ich nichts, aber auch gar nichts. Denen geht s einfach noch viel zu gut!
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Josef M. K.
Erst sind der/n Kirche/n die Jungen davongelaufen, jetzt werden es bald die Alten sein. Gute Nacht!
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SamSon
Naja, grundsätzlich ist es immer gut, wenn man versöhnliche Worte findet. Sollte die Kirche aber meinen, damit bei diesen Leuten was gewonnen zu haben, dann irrt sie sich (gewaltig)!

Schon mal was von "nützlichen Idioten" (Lenin) gehört?
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CFRA2
Ich hoffe aber wenigstens, daß trotzdem noch ein Zivilprozeß über die Erstattung der entstanden Kosten folgt. Es mußten Gutachter bezahlt werden, die den Reiter auf ev. Beschädigungen untersucht haben. Die Domaufsicht hat dafür extra Zeit verbraucht (Personalkosten) und es war ev. sogar ein Polizeieinsatz nötig.
Wenigstens das sollten diese Klimaterroristen bezahlen müssen!
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Cityman
CFRA2, die Kirche hat doch ehe genug Geld, warum sollen die Klimaheinis da was bezahlen?
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