.

.

 

Auf einen guten Tag

 

Nicht weil es so schwer ist wagen wir es nicht. Sondern weil wir es nicht wagen ist es so schwer.

unbekannt

 

Wiederholt hat der Bayerische Rundfunk über die „Turbo-Konversion“ in Schweinfurt berichtet. Was haben die Unterfranken im Vergleich zu Bamberg anders/besser gemacht?

Stadt Schweinfurt kaufte alles im Paket

Ende 2014 zog die US-Army aus Schweinfurt ab. Nahezu zur gleichen Zeit verabschiedeten sich die Amerikaner aus Bamberg. Von Anfang an wurde die Abwicklung der Konversion in Bamberg insbesondere von jenen kritisch betrachtet, die vergleichend auch nach anderen Städten blickten, im konkreten Fall nach Schweinfurt.
Die unterfränkische Stadt ging damals einen mutigen Weg und entschied: Wir kaufen alles im Paket und entwickeln es weiter. Manch einer sprach von einer Turbokonversion. Natürlich stellt sich jetzt die Frage: Ist das gelungen oder stottert der Turbomotor?
Im Oktober 2015 verkündete die Stadt im Rahmen einer Bürgerversammlung eine "Turbokonversion" durchführen zu wollen. Ein großes Vorhaben – schließlich gibt es zahlreiche amerikanische Liegenschaften in der unterfränkischen Kugellager-Stadt. Mehr als 10.000 US-Amerikaner waren in der 50.000-Einwohner-Stadt am Main stationiert.
Die Konversion Schweinfurt war/ist von den Dimensionen und der Komplexität der Aufgabe her mit Bamberg vergleichbar.

Viele preisgünstige Wohnungen und Häuser für die Einheimischen

Für einen Millionenbetrag erwarb die Stadt Schweinfurt das gesamte Kasernenareal, darunter etliche Mannschaftsgebäude, Wohnblöcke mit rund 700 Wohnungen, eine Schule und Werkstatthallen. Bundesweite Aufmerksamkeit erhielt Schweinfurt, als es vor viereinhalb Jahren 64 Doppelhaushälften verloste. Die Nachfrage nach den einstigen Häusern für US-Unteroffiziere und ihre Familien war groß. Die Preise bewegten sich zwischen 95.000 und 125.000 Euro. Die Nachfrage nach Wohnraum ist seitdem in Schweinfurt nicht abgerissen. Das Wohngebiet der verlosten Häuser im "Yorktown-Village" ist bereits erweitert worden. Auch im einstigen US-Wohngebiet "Askren Manor" entstehen derzeit zum Teil exklusive Eigentumswohnungen.
Nördlich der einstigen US-Ledward-Kaserne hat die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt ein erstes Campus-Gebäude errichtet. Und es sollen weitere folgen. Da, wo einst Panzer und Armee-Trucks standen, soll in sechs Jahren die Landesgartenschau stattfinden. Und trotz Corona und einbrechenden Gewerbsteuereinnahmen plant die Stadt weiter. Der Schweinfurter Oberbürgermeister Sebastian Remele (CSU) sagte im Sommer: "Aus einem einstigen Mannschaftsgebäude auf dem US-Ledward-Kasernengelände ist ein Studentenwohnheim geworden." Und die Stadt prüft, ob sie künftig einzelne Gebäude für ihre Verwaltung nutzt.
Anm. In Bamberg scheint sich mit dem Lagarde-Gelände ein vergleichsweise winziger Teil des Konversionsgeländes (19 ha von 450 ha) positiv zu entwickeln. Für einheimische Mieter wurden bisher einige ehem. US-Wohnblöcke in der Gartenstadt zur Verfügung gestellt. Auf Stichworte wie AEO, Bundespolizei oder MUNA soll hier nicht eingegangen werden.
Quelle: Der Artikel bezieht sich auf einen (mehrmals) vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlten Bericht zur „Turbo-Konversion in Schweinfurt“, hier v. 5.10.2020, 17:50 Uhr.
15.10.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+28 # supi 2020-10-16 16:42
nun was soll am dazu sagen, während sich die einen halt der konversion gewidmet haben, gefielen sich die anderen darin farbe auf strassen zu malen und stellplätze für lastenfahrräder zu suchen und nachdem dies sie alles nicht ausgelastet hat, haben sie sich diverser bilder gewidmet.
Antworten | Dem Administrator melden
+28 # Werner 2020-10-16 17:11
Das ist halt der Unterschied zwischen ‚wollen‘ und ‚können‘, bzw. auch die Verbindung von beidem. Alles was Bamberger Entscheidern fehlt.
Antworten | Dem Administrator melden
+29 # SvenK. 2020-10-17 10:01
Es ist ein Jammer. Bei uns meinten die Stadthäuptlinge es besonders schlau zu machen. Die ehem. US-Siedlung in Bamberg-Ost - auch in prächtiger lage und mit großen Wohnungen - kann man jetzt abschreiben. Dort stehen hunderte Wohnungen leer.
Antworten | Dem Administrator melden
+17 # Manou 2020-10-19 14:36
Hoch gepokert, Spielchen gespielt, zu lange gewartet -
und jetzt haben wir den Salat!
Naja - kam einigen der Stadtoberen ja ziemlich gelegen, den Investoren genauso.
Da kann man sagen was man will ---->
ich für meinen Teil denke, dass war zu 75% so gewollt, und jetzt können viele viele Leute wieder viel viel Geld verdienen und sich aufspielen :sad: :-x
Antworten | Dem Administrator melden
+14 # Tobias 2020-10-19 20:03
Genau so. Die Wohnungen im Stadion waren angeblich total schadstoffverseucht. Nach einem Abbruch hätte man neu bauen können und kräftig absahnen. "Sozialdemokraten!"
Antworten | Dem Administrator melden
+18 # Manou 2020-10-19 22:13
@Tobias: so wird es wohl auch kommen, wenn das Ankerzentrum 2025 +/- 1/2 Jahre die Tore schließt.
Dann ist das erreicht was gewollt war. Wohnanlage heruntergewirtschaftet, Sanierung lohnt nicht mehr. Komplettabriss, sauteuer neu bauen. Ergo: wieder ekelhafte Legohäuser a' la Ulanenpark, Erba. Kann sich wieder nur die hautevolee' leisten. Und das Märchen, das solch hochpreisiger Wohnraum günstigen frei macht ist auch eine Milchmädchenrechnung. Dieser wird ja ebenfalls wieder saniert und renoviert, was dem Mietpreis exorbitant nach oben schnellen lässt. Da drehen wir und noch ewig im Kreis.
Antworten | Dem Administrator melden
+8 # Clavius1970 2020-10-23 14:12
Die Bestrebungen das komplette Gelände im Paket zu erwerben, waren auch in Bamberg da.
Vielleicht sollte der jetzige Stadtrat mal die Geschäftsführer und / oder Vorstände der Bamberger Wohnungsunternehmen fragen wer eine konzertierte Aktion durch Passivität verhinderte.
Im Unterschied zu Schweinfurt wäre der Flächenbedarf für die Stadtentwicklung noch größer gewesen, der eine wirtschaftliche Abwicklung ermöglicht hätte.
Die jetzige Situation ist einzig und allein das Verschulden von OB Starke.
Natürlich freute sich auch die Verwaltung. Konversion macht viel Arbeit. :-)
Also nur Mut! Mal nachfragen bei den o.g. genannten Herren.
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 

B 49
Bimbäla wichdich, Bämbäläs wichdich: Wichtigtuer.
Wi sai Voddä, däs woä aa scho so a Bimbäla wichdich, braugsd di ned wunnän! Wie sein Vater, der war schon so ein Wichtigtuer, brauchst dich nicht zu wundern.

-

Bimbäläs|loodn: Kleinkramgeschäft.
Ka Wunnä is ned, dass deä dsugämachd hod mid sain Bimbäläsloodn. (K)ein Wunder ist es nicht, dass der (Besitzer des Ladens) zugemacht hat mit seinem Kleinkramgeschäft.

-

Bimbl: Schimpfwort. 

Wos willn deä Bimbl? Was will denn der Bimbl.
Bimbl|hubä: Wichtigtuer.
Hald dai Goschn, du Bimblhubä! Halt deinen Mund, du Wichtigtuer.

-

Bindä: Binder. Krawatte.
Mächsd an Bindä noo? Machst du eine Krawatte um?

-

Bindn: Binde. Hals, Rachen.

Sai Grossvorrä hod aa gän an hindä di Bindn gägossn. Sein Großvater hat auch gern Eines (z.B. Bier) (hinter ...) mehr getrunken.

-

binggln: pinkeln.
Iech muss scho widdä dsän Binggln. Ich muss schon wieder pinkeln (gehen).

Forts.

Weiterlesen ...

656 8-9/20-637- 687 Insgesamt 1491242

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Copyright © 2015.