.

Neue stark ansteckende Corona-Variante!

Zwei Fälle der neuen Corona-Variante “Omikron” sind in Bayern bei Reiserückkehrern aus Südafrika aufgetreten. Der Virus-Mutant Omikron B.1.1.529  soll stark ansteckend sein.

.

 

KONVERSION - WOHNUNGSBAU

 Großes Wohnungsprojekt droht zu platzen

Der Bau von Wohnungen ist in Bamberg ein dringendes Anliegen. Ein großes Bauprojekt in der ehem. Lagardekaserne droht jetzt zu scheitern. Hat die Stadt den falschen Investor gewählt?

Das höhere Kaufgebot für das Grundstück soll gelockt haben

Der Jubel war einseitig im Juli 2018. Die ehem. Reitställe entlang der nördlichen Weißenburgstraße und der Zollnerstraße wurden für eine satte Summe an die als Investor und Immobilienentwickler tätige P&P-Gruppe Fürth verkauft. Insgesamt sollten rd. 325 Wohneinheiten entstehen. 20 Prozent des Wohnraums sollten der städt. Sozialklausel unterliegen. So das Ergebnis damals. > vgl. Webzet-Artikel “Wohnungsbau weiterhin hochpreisig” v. 2018 
Folgt man dem Bericht von damals, dann soll das höhere Kaufgebot entscheidend für den Verkauf des Grundstückes an die P&P-Gruppe gewesen sein. Die Fraktionsvertreter von GAL und Bamberger Allianz sollen damals bei einem anderen Bauwerber günstigere Aspekte gesehen haben, der aber weniger gezahlt hätte. Der Stadt soll es aber ums Geld gegangen sein, wurde damals kolportiert. Die Entscheidung wurde in nichtöffentlicher Sitzung gefasst.
Jetzt droht der Wohnungsvorhaben der Stadt mit dem Fürther Unternehmen zu platzen. Denn zwei Jahre nach dem Verkauf des Teilareals in der Lagardekaserne herrscht immer noch Stillstand. Es gibt es noch immer keinen Bauantrag, geschweige denn eine Baugenehmigung. Nur Ärger.
Vieles spricht dafür, dass die geplante Umwandlung der ehem. Pferdeställe in Wohnungen scheitert.

Landet man am Ende vor Gericht?

In der Sitzung des Konversions- und Sicherheitssenates am 20.10.21 mussten nun zwei Vertreter der P&P-Gruppe Rede und Antwort stehen. Der Leiter des Konversionsamts, Harald Lang, warf der Firma vor, »alle Fristen gerissen zu haben«. Getroffene Aussagen hätten sich als wenig verbindlich erwiesen.
Die beiden P&P-Vertreter, Matthias Kerl und Lukas Tomecki, wehrten sich. Ein solches Wohnungsprojekt sei für sie nichts Ungewöhnliches. Man sei diesmal nach dem Kauf schnell von Problemen eingeholt worden. Verschiedene Vorgaben und Verpflichtungen sowie notwendige Abstimmungen bei den Erweiterungen hätten zu den Verzögerungen geführt. Dazu kamen Corona und ein großes Einzelhandelsprojekt in Fürth, das Vorrang gehabt habe. Dennoch zeigten sich die P&P-Vertreter optimistisch: Man werde das Projekt zügig vorantreiben und bis 2024 die ersten Wohnungen fertiggestellt haben.
Das wird offenbar sehr bezweifelt. Seitens der Verwaltung geht man mittlerweile davon aus, dass sich der Investor verkalkuliert habe. Harald Lang: »Am Ende landen wir vor Gericht.«

Mit dem Scheitern der Pläne von P&P würde ein wichtiges Teilprojekt auf dem Lagarde-Campus fallen. Ein Neustart wäre möglich, lässt die propagierten Ziele beim Wohnungsbau und der Entwicklung des Lagarde-Areals aber in die Ferne rücken.

Webzet unter www.freie-webzet.de aufrufen und speichern! > STARTSEITE
23.10.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare freigeschaltet.

Kommentare   
+22 # Clavius1970 2021-10-23 10:11
Manchmal frage ich mich, in welcher Blase sogenannnte Fachleute öffentlicher Verwaltungen leben.
Wir leben in einer Zeit unkalkulierbarer Immobilienpreise und Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
Festpreise von Baumaterialien und Leistungen sind aufgrund der Inflationsentwicklung nicht mehr zu bekommen. Die meisten Angebote stehen unter Preisvorbehalt.
Sicher haben die Investoren hier ein wenig geschlafen, aber aus jetziger Sicht ist das Verhalten nachvollziehbar.
Erst wenn wieder kalkulierbare Zustände bei der Preis- und Bauzeitentwicklung eintreten, wird wieder weiter gebaut werden können.
Dieser Zustand wird frühesten in einem Jahr eintreten (hoffentlich). Bereits kalkulierte Projekte werden noch fertiggestellt werden, aber dann ist, zumindest für den Mietwohnungsbau, Ende im Gelände.
Die, meiner Meinung nach drittklassigen, Immobilienmanager der Stadt Bamberg, sind durch überzogene Kaufpreisforderungen für Grundstücke und Liegenschaften übrigens Teil des Problems und sollten hier nicht den großen Max raushängen. Den Rest an Lust am Bauen erledigen dann die Bayerische Bauordnung und ihre Umsetzer in den Bauämtern.
Ich empfehle mal ein Praktikum in einem sozialen, marktorientierten Immobilienunternehmen. Das würde schon ein wenig helfen. Die Adressen stehen im Telefonbuch. Meist unter B, G, J, S oder W :-)
Antworten | Dem Administrator melden
+9 # supi 2021-10-23 16:05
nun bestimmt nicht das letzte platzende objekt und schon gar nicht das erste.wer durch die stadt läuft, sieht mehrere dieser halbfertigen oder noch gar nicht angefangenen ruinen, und es werden ständig mehr. geldgier, unfähigkeitund dund und sind die triebfedern, die gründe. also weiter so.
Antworten | Dem Administrator melden
+15 # Eisenbahner 2021-10-23 19:40
Das Atrium ist ja die nächste peinliche Nummer! Der Kinobetreiber hat sicher gewußt, daß es gar keine Baufirma gab, die nach dem Teilabriss wieder aufbaut!
Gibts eigentlich noch andere Städte, außer Berlin und Bamberg, wo so wenig klappt?
Interessant wäre es, auch mal zu erfahren, wenn denn das „Cybercrime“ Gebäude mal fertig wird, gefühlt dürfte sich das doch der Bauzeit des BER annähern!
Antworten | Dem Administrator melden
+6 # Gunther 2021-10-24 15:25
Die Stadtverwaltung und der neue Stadtrat haben den Verantwortlichen wohl ordentlich auf die Füße getreten. https://www.fraenkischertag.de/lokales/bamberg/wann-platzt-der-grosse-wohnungsdeal-in-bamberg-art-87340
Pech für die Grünen, daß sie sich seit ihrem Wahlerfolg mit den Fehlern anderer aus der Vergangenheit herumschlagen müssen.
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben