Zu geringer Abstand ist Hauptunfallursache

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle hat in Bamberg im vergangenen Jahr um rd. 4,5 Prozent zugenommen. Auch die wachsende Anzahl von Verkehrsteilnehmern bewirkt diesen Anstieg.

1 Radfahrer und 1 Fußgänger sind ums Leben gekommen

Die jährliche Verkehrsunfall-Statistik der Bamberger Polizei wurde am Freitag, 15.3.2019, von Polizeihauptkommissarin Ines Schellmann vorgestellt. In der Gesamtzahl ereigneten sich im vergangenen Jahr in Bamberg 2530 Unfälle. 704 davon aufgrund zu geringen Abstands; an zweiter Stelle steht Wenden/Rückwärtsfahren mit 134 Unfällen.
Im Vergleich zu den 2530 Unfällen in 2018 waren es im Jahr davor 2421. Das entspricht einer Zunahme von 4,5 Prozent. Allerdings liegt die Anzahl der Verkehrsunfälle noch unter dem Niveau von 2016 mit 2588 Ereignissen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der leicht verletzten Personen um 54,4 zurück. Dagegen ist ein bei den schwer Verletzten ein Anstieg um 16 % im Vergleich zu 2017 zu verzeichnen (sind 58 Personen). Im Radverkehrsbereich ist eine Zunahme bei den Gesamtverletztenzahlen um 17 % festzustellen (nähere Betrachtungen in einem eigenen Bericht zum Radverkehr). Die Zahl der verletzten Fußgänger ist um fast 25 % gesunken (10 Schwerverletzte und 39 leicht Verletzte). Aber: Im vergangenen Jahr sind 1 Radfahrer und 1 Fußgänger bei Unfällen ums Leben gekommen.

Unfallflucht bei der Polizei melden

Alkoholeinfluss war 2018 bei 47 Unfällen (2017: 39) die Ursache. Die Verstöße bei folgenlosen Alkohol- und Drogenfahrten steigen leicht und waren im vergangenen Jahr 171 mit Alkohol und 76 unter Drogen. Die meisten Zusammenstöße geschehen in der Stadt durch zu geringen Sicherheitsabstand: 704 Unfälle in 2018.
Die Zahl der Unfallfluchten ist von 636 (2017) auf 652 (2018) angestiegen. 255 davon konnten geklärt werden. Der Leiter der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt, Leitender PD Thomas Schreiber fordert die Bevölkerung auf, das unerlaubte Entfernen vom Unfallort bei der Polizei zu melden. »Wir sind auf solche Hinweise angewiesen«, betonte der Polizeichef. Der einzelne Bürger muss sich bewusst machen, dass bei jeder gelungenen Unfallflucht ein Unschuldiger die Kosten trage und durch erhöhte Versicherungsgebühren letztlich alle anderen Verkehrsteilnehmer mitbezahlten.
18.3.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.{jcomments on}

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