Eine besondere Gefahrenstelle im Bergbereich befindet sich am Kaulbergfuß. Radfahrer, die vom Berg herabkommen, queren die Straße, um dann über den Gehweg und das Pfahlplätzchen weiter zu fahren.

Bauliche Maßnahmen notwendig

Der Antrag kam im Prinzip aus der Bürgerschaft. Im Sitzungsvortrag der Stadtverwaltung heißt es: „Die Leiterin des internationalen Künstlerhauses Villa Concordia Bamberg hat die Bitte geäußert, die Situation im Bereich Unterer Kaulberg 4 zu entschärfen, wonach derzeit Rad- und Motorradfahrer vom unteren Kaulberg bergabwärts fahrend die Fahrbahn überqueren und dann über den Gehweg Richtung Pfahlplätzchen weiterfahren.“
Aufgrund dieser Bitte hat sich Arbeitsgruppe „Routine Verkehr“ mit der Thematik befasst und kommt zu dem Ergebnis: „Das Pfahlplätzchen ist derzeit als Fußgängerzone mit „Rad frei“ ausgeschildert. Die Zufahrt für Radler vom Kaulberg aus ist derzeit schwierig und führt neben der Selbstgefährdung der Radler immer wieder zu Konflikten zwischen Radlern und Fußgängern.
Eine Absenkung im Kurvenbereich wird aus Sicherheitsgründen (Sichtbeziehung auf Gegenverkehr) abgelehnt. Eine sichere Radwegführung kann nur gewährleistet werden, wenn die Parkbucht zurückgebaut wird, und die Fußgängerzone bis zur Einfahrt Hausnummer 4 verlängert wird. Dadurch wird eine Einfahrtssituation in das Pfahlplätzchen geschaffen, die ausreichend breit ist, um die Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern zu minimieren. Die Verwaltung wird diese Maßnahme umsetzen.“ > Bildskizze l.

Sicherheit ist erste Aufgabe

In der Sitzung des Verkehrssenates am 26.11.19 sah man das weitgehend anders. CSU-Sprecher Markus Huml stellte die Frage, ob man hier »einen rechtswidrigen Zustand legalisieren« wolle. Das Überqueren der Kaulbergstraße (meistens in voller Fahrt) gefährde Radfahrer genauso wie Autofahrer. Auch Stadtrat Martins-Niedermeier (SPD) sah hier eine klare Gefährdung des Radfahrers. Michael Bosch (Bamberger Allianz) wies darauf hin, dass man eigentlich nach Durchfahrung des Balthasar-Gässchens links abbiegen könne, um dann seinen Weg weiterzufahren. Im Prinzip fördere man durch die Abkürzung über das Pfahlplätzchen nur die Bequemlichkeit mancher Radfahrer und nicht deren Sicherheit, »was unsere erste Aufgabe ist«, betonte Bosch.
»Wir können froh sein«, dass dort noch kein schwerer Unfall passiert ist«, meinte Andreas Triffo (BBB) und wandte sich ebenfalls gegen die Maßnahme.
Einzig die Sprecherin der Grünen, Petra Friedrich, unterstützte die beschriebenen Maßnahmen und sprach sogar von einer »Minimal-Beschlusslage«.
Alle anderen Fraktions-Sprecher einigten sich schließlich darauf, dass zu der Maßnahme zunächst mit allen Beteiligten (Nachbarschaft, Bürgerverein, Polizei u.a.) gesprochen werden soll und über das Gesprächsergebnis die Verwaltung erneut im Senat Bericht erstattet.
4.12.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“.