Auf einen guten Tag

 

Man klagt so sehr bei jedem Schmerz und freut sich so selten, wenn man keinen fühlt.
Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftsteller

 

„Zusammen unterwegs“ lautet der Leitspruch für die Fahrradstadt Bamberg. Das Ziel: Gegenseitige Rücksichtnahme und ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer z.B. im Fahrradstraßen.

Neue Info-Stelen im Fahrradquartier Bamberg-Mitte

In einer Mitteilung berichtet das städt. Presseamt, dass durch verschiedene öffentlichkeits-wirksame Maßnahmen die Wahrnehmung der jeweils anderen Verkehrsteilnehmer positiv beeinflusst und die Sicherheit im Verkehr gestärkt werden sollen. Aktuell im Fokus steht das Thema Fahrradstraße. Neue Info-Stelen weisen im Fahrradquartier Bamberg-Mitte auf das richtige Verhalten hin.
Vergangenen Herbst wurde in Bamberg-Mitte das 2. Fahrradquartier in der Stadt Bamberg offiziell festgelegt. Umgrenzt wird das betroffene Gebiet von Ludwigstraße, Memmelsdorfer Straße, Siechenstraße, Untere und Obere Königstraße sowie Luitpoldstraße. Hier verlief bereits die ausgewiesene Radwegachse Klosterstraße – Heiliggrabstraße – Spitalstraße – Mittelstraße – Letzengasse. Im Zuge der Neuregelung wurde die Klosterstraße zwischen Spiegelgraben und Ludwigstraße ebenfalls zur Fahrradstraße, hier ist der Kfz-Verkehr nur in Einbahnrichtung stadtauswärts zugelassen. Heiliggrab- und Mittelstraße als Querverbindungen zwischen Luitpold- und Memmelsdorfer Straße wurden ebenfalls in ganzer Länge als Fahrradstraßen gewidmet.

Mehr Sackgassen bzw. Einbahnstraßen für den Kfz-Verkehr

Was ist erlaubt und wie sollen sich die verschiedenen Verkehrsteilnehmer nach Ausweisung einer „Fahrradstraße“ verhalten? Auch nach einem halben Jahr sind bei Überprüfungen durch die Verkehrsbehörden Fehlverhalten und Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung feststellbar. Die an den Zufahrten in das Wohngebiet inmitten der Bamberger Gärtnerstadt neu aufgestellten Info-Stelen sollen für Klarheit sorgen.
Die 2,40 Meter hohen und 60 Zentimeter breiten Tafeln weisen kompakt auf die Regeln hin:
· maximal Tempo 30 für alle
· Fahrräder haben Vorrang
· Radfahrenden ist nebeneinander fahren erlaubt
· 1,50 Meter Seitenabstand beim Überholen
Autos sind grundsätzlich erlaubt, allerdings mit zwei Ausnahmen:
· Die Durchfahrt auf Höhe des Gärtner- und Häckermuseums in der Mittelstraße in Richtung Siechenstraße ist für Autos untersagt.
· Gleiches gilt für die Heiliggrabstraße in Richtung Memmelsdorfer Straße auf Höhe der Böhmerwiese bzw. nach der Einmündung Spiegelgraben.
Hier gilt wie auf den Stelen ausgewiesen: „Rad darf rein, Auto nein.“ Die betroffenen Abschnitte werden damit für den Kfz-Verkehr zu Sackgassen bzw. Einbahnstraßen. Besondere Aufmerksamkeit ist immer wichtig, denn hier trifft der Radler trotzdem auf motorisierten Gegenverkehr. Fazit: Bei einer Fahrradstraße bekommt die gesamte Fahrbahn die Funktion wie ein „Radweg“, aber trotzdem steht „Zusammen unterwegs“ auch immer für vorausschauendes und rücksichtsvolles Verhalten.
4.4.20 Bilder: WeBZet¸ Baureferat.Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs nicht direkt freigeschaltet, sondern erst überprüft. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > rechte Spalte unten.

Kommentare   
-16 # Bergradfahrer 2020-04-05 11:35
Fahre ich mit dem Rad auf der Autobahn oder einer Schnellstraße? Ganz selbstverständlich nicht! Wer das in Frage stellt, hat nach weit verbreiteter Ansicht nicht alle Latten am Zaun.
Warum ist es dann so außergewöhnlich schwer begreifbar zu machen, dass man mit dem Auto nichts auf einer Fahrradstraße verloren hat?
Es begreift auch kaum jemand, dass KEINER in verkehrsberuhigten Bereichen mehr als Schrittgeschwindigkeit, das sind maximal 7 km/h fahren darf.
Die Stelen sind nett gemeint, aber bei der Geschwindigkeit, mit der an denen vorbei gefahren wird, sind sie nicht zu lesen. ;-)
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+12 # DerBamberger 2020-04-06 07:49
besonders der Abkürzungsverkehr zwischen Luitpoldstraße und Siechenstraße scheint auf diesen Augen blind zu sein. Es wird gedrängelt und bedrängt, mit wenig Abstand überholt und noch nicht einmal gemerkt, dass man das überhaupt nicht darf. Hier könnte man mal kontrollieren.
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-1 # Eisenbahner 2020-04-06 10:13
Bei max 30km/h können sie die Symbole auf den Stelen nicht zuordnen?
Ist echt besser Sie bleiben beim Fahrrad! ;-)
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-14 # Bergradfahrer 2020-04-06 14:14
:-)
Ich fahre mit dem Rad sogar um einiges schneller als 30 km/h da durch und darf das.
Ich habe geschrieben "lesen", und "lesen" bezieht sich zumeist auf Text. Den unglücklicherweise zu umfangreichen und schlecht verteilten Text auf den Stelen kann man mit den weit mehr als 30 Sachen, mit denen viele da vorbei fahren, aus der Perspektive eines Autos nicht hinreichend lesen. Das ist von der Wahrnehmung her leider nur schwer möglich.
Sicher gut gemeint, aber halt nach Bamberger Art mal wieder schlecht ausgeführt.
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+9 # Bernd Niemann 2020-04-07 21:06
Möchten Sie erläutern, warum ausgerechnet Sie in einer Tempo-30-Zone schneller als 30 km/h fahren dürfen?
Diese Verkehrsschilder gelten auch für Radfahrer.
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+6 # cityman 2020-04-08 22:00
Genau Bernd, das sage ich schon andauernd. Die Radfahrer sind die größten Raudis im Verkehr, siehe Fussgängerzone ab 10.30 Uhr und die angrenzenden Gassen mit Verkehrsberuhigung. Naja, kein Nummernschild und dafür Mittelfinger, wenn der Fussgänger sich beschwert. Also doch Baseballholz mitnehmen? Schade!
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-7 # Bergradfahrer 2020-04-10 08:17
Heilichäsna! Stimmt, ausgerechnet Fahrradstraßen sind für _alle_ Fahrzeuge geschwindigkeitsbegrenzt. Ob die Polizei noch meine Selbstanzeige aufnimmt? Muss ich zusätzlich noch zur Beichte gehen?

Auf dem Radweg und der Straße darf man mit dem Rad, wenn es geht, ja lustigerweise beliebig schnell fahren, solange kein separates, rundes Schild (Verkehrszeichen Nr. 274 o.ä.) da steht, Ausnahme Fahrradstraße. Das ist zwar a weng paradox, aber ist halt nun mal so.

@Redaktion: Sorry für dritten Post, ich wollte nicht, dass der Eindruck entsteht, ich tue so etwas wider besseres Wissen.
Schöne Feiertage!
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+2 # Baba Yaga 2020-04-06 08:26
Ich habe den Eindruck, dass diese "Widmung" ein guter Anlass ist, diese Straßen bei Reparaturen etc. in der Prioritätenliste nach hinten zu schieben. Stichwort Schlaglöcher...
Wenn die neue Situation aber Mal in den Köpfen der Leute ankommen sollte, wäre das sicher trotzdem eine Verbesserung.
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+10 # Bamberger 2020-04-06 13:15
"Autos sind grundsätzlich erlaubt, allerdings mit zwei Ausnahmen"

NEIN! Autos sind grundsätzlich verboten, es sei denn es sie sind ausdrücklich erlaubt.
Solche Aussagen führen dann dazu, dass Autofahrer meinen sie dürfen da rein fahren.

Genau wie beim Parken auf dem Gehweg.
Parken/Halten auf dem Gehweg ist grundsätzlich verboten, es sei denn es ist explizit erlaubt.
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+9 # Hahu 2020-04-06 13:19
Die Stelen sind gut gemeint, aber das Problem liegt hier woanders: daß keiner mit der neuesten Ausbildung die jetzigen Schilder versteht. Die Stelen sind gut erkennbar für Fußgänger und Fahrradfahrer. Für Autofahrer ist zuviel aufgedruckt und zu klein.
Wir brauchen keine Fahrradstraße. Eindeutige Zeichen: Einfahrt verboten, Fahrrad frei darunter ist eindeutiger. Wie dieses Fahrradstraße ohne Zusatzschild= verboten für Auto, Motorräder? Mofas?
Wieso stelle ich Verkehrszeichen auf, für die ich zusätzliche Stele brauche?
Warum wird bei der Stele nochmal darauf hingewiesen auf den Seitenabstand zum Fahrrad? Das "Recht" habe ich doch auf jeder Straße, oder irre ich mich da.
Bei der Gärtnerei Böhmerwiese zur Memmelsdorfer Straße war das Verbot der Durchfahrt schneller zu erkennen als das Schild Fahrradstraße ohne Zusatzschild. Dann kommen ja noch die 2 Ausnahmen: Zur Gärtnerei frei und Taxi frei.
Für mich war das eine Maßnahme, daß der Bürgermeister mal wieder in der Zeitung war.
Rücksicht ist ja überall geboten, nicht nur auf Fahrradstraße
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+7 # supi 2020-04-06 17:32
das einbahnstrassenschild mit zusatz frei für radfahrer hätte es auch getan und wohl wesentlich mehr gebracht
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Redensarten und Redeweisen

B 36
Bauän|fümbfä: Bauernfünfer. Schlitzohr.
Deä Bauänfümbfä hod mi aamol übäs Ooä kaud, a dswaidsmol bassiäd mä däs nimmä. Der Bauernfünfer hat mich einmal übers Uhr gehauen, ein zweites Mal passiert mir das nicht mehr.

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Bauänramml: Bauernrammel.
Du Bauänramml, du raigschnaidä! Du hergelaufener Bauernrammel/-lümmel.

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Bauärai: Bauerei. Hausbau oder Landwirtschaft.
Edsd langd mäs mid dä Bauärai. Jetzt reicht mir´s mit der Landwirtschaft/Feldarbeit/Hausbauerei.
Mid dä Bauärai is nimmä waid heä. Mit der Landwirtschaft ist es nicht mehr weit her/kein Staat mehr zu machen.

-

Bauch, Böchd, Boich: Bauch, Bäuche.
Mai Bauch hod aa mai Gäld gäkosd. Mein Bauch hat auch mal Geld gekostet.
A Böchd grössä wi dä annä. Ein Bauch größer als der andere.
Boich aidsieng, iech will durch! Bäuche einziehen, ich will durch!

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Bauchä: missglückter Kopfsprung ins Wasser mit Bauchlandung.

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Bauch|loodn: Bauchladen. Hosentür.
Schau noo, deä hod sain Bauchloodn offm! Schau hin, der hat seine Hosentür offen.

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bävoä, bävoäsd: bevor, vorher.
Bävoä du mä fai beedn! Zuvor beten wir.
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