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Auf einen guten Tag

 

Wer keinen Sinn im Leben sieht ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.
Albert Einstein

 

Jubelstimmung! Vor gut einem Jahr wurde Bamberg als Pilotstadt für E-Scooter benannt. Die Skeptiker – meist ältere Semester, die sich auf die Eigenarten ihrer Stadt beriefen – wurden übergangen.

Bamberg eignet sich nicht für ein solches „Spielzeug“

Wohl war es auch der Show-Effekt der das Geschäftsmodell vorantrieb. An der Spitze der Oberbürgermeister und seine Gefolgsleute. Über ein Jahr danach ist die Euphorie, die Bambergs Stadtspitze damals antrieb, verflogen. Bamberg eignet sich halt doch nicht so für „Spielzeug“: Mit den Bergen und dem Kopfsteinpflaster in der Altstadt tut sich schon ein normaler Radfahrer hart, in den engen Gassen braucht man nicht noch einen weiteren Wettbewerber um den begrenzten Platz. 
Eigentlich und offiziell sollten die E-Scooter dazu beitragen, insbesondere den motorisierten Verkehr zurückzudrängen. Dort wo öffentliche Verkehrsmittel nicht hinkommen, sollte der Elektroroller die letzten Kilometer übernehmen. Aber schon die praktische Beobachtung hat offenkundig gemacht, dass die wenigen Rollerfahrer eher auf geraden, einigermaßen breiten Boulevardstraßen sausen wollen und nicht in die Ecken einer überschaubaren Stadt. Aber nicht nur in Bamberg zeigt sich, dass sich die Hoffnungen auf eine Verkehrswende, die mit den E-Scootern verbunden waren, nicht erfüllt haben.

Deutschlandweit ist jeder Zweite für die Abschaffung der E-Roller

Glaubt man den Erkenntnissen einer vom TÜV Rheinland in Auftrag gegeben repräsentativen Umfrage, dann ist deutschlandweit jeder Zweite für die Abschaffung der E-Roller. Die Tretroller werden als störend empfunden, nur vier von zehn Befragten akzeptieren die Roller. (s. Bericht des WDR v. 29.5.20)
Fazit: Rund ein Jahr nach der Einführung der Elektro-Tretroller ist die Begeisterung gering. In Bamberg kann man das in den Straßen beobachten, wo kaum so ein Gefährt zu sehen ist.
Letztlich war es ein kurzlebiger Propagandaeffekt, den vor gut einem Jahr ein lachender Bamberger Oberbürgermeister in der Sensationspresse bewirken wollte. Schon so gut wie vergessen!
Nicht vergessen sollte man die hinter solchen Shows stehenden Probleme. Tatsächlich leiden Bambergs Bürger unter den sich täglich durch die Stadt drängenden Verkehrsströme. Und es fehlt weiterhin an ausgereiften Konzepten sie zu reduzieren und in die richtigen Bahnen zu leiten. Jetzt steht allerdings ein anderer, wesentlich radikalerer Verkehrsversuch an: Die Bamberger Straßen sollen auf Fahrradverkehr umgestellt werden. Man wird sehen.
9.6.20 Bilder: WeBZet; Stadtwerke Bbg. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. rechte Spalte unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+4 # Clavius1970 2020-06-09 13:32
Das Ganze kommt ja nicht überraschend. Seit Jahrzehnten wird doch an den Universitäten und Hochschulen unseren Eliten der gesunde Menschenverstand aus dem Hirn doziert. Den Rest erledigen Schlafentzug durch Dauerfeiern und Gehirnzellenreduzierung durch übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum. Durch unsere Politiker wird das Land zum Selbstbedienungs- und Selbstdarstellungsladen von Lobbyisten und dubiosen Geschäftemachern. Die Presse klatscht auch noch Beifall dazu. Es braucht einen Ruck, wie schon ein Exbundespräsident weise vorraussagte. Die Zäsur bei der Bamberger CSU macht Hoffnung ist aber nur ein Ruckelchen.
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+23 # GodFather 2020-06-09 15:37
Jeder der klaren Verstandes ist hat sich letztes Jahr über diese unsägliche Roller-Aktion geärgert oder darüber geschmunzelt. Strippenzieher-Andi und sein Pressecoup, bis in die deutschlandweiten Abendnachrichten hatte er es damit geschafft. Und gleich hinterher in die Satire-Magazine. Wenn es nur um Symbol- und Medienpräsenz-politik geht, sind nur Zeit und Geld verschwendet, unsere Probleme bleiben.
Doch weht nun ein anderer Wind im Stadtrat und hoffentlich haben die "Neuen" noch mehr die Sache im Sinn als die "Alten".
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+11 # rüpel ralle 2020-06-09 18:45
Ich befürchte mal,es wird sich so viel nicht ändern, einmal an den Töpfen geschnuppert, beginnt die Gier zu überwiegen, warum soll es diesmal anders sein, es war die ganzen Jahre so.
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-24 # supi 2020-06-09 15:57
warum ende eines geschäftsmodels, andern orten läuft es doch auch, halt unter anderen voraussetzungen.
es wird sicherlich nicht mangelnde akzeptanz sein, welche uns hier vor ort vor dieser neuerung bewahrt hat. es wird immer jemanden geben, der glaubt, mit so einem gefährt den dom- bzw kaulberg herunterfahren zu müssen, weil das ist halt mal cool. nur halt in einer vielzahl der fälle blöd für die birne, die ist matsch, aber macht nichts bei dem verhalten war wohl sowieso nicht viel drinnen.
würde man den verleihfirmen wie andern orts freie hand lassen, wären wir hier schon längstens mit dem zeug beglückt.
das problem scheint vlt wo ganz woanders zu liegen, und zwar bei unseren stadtwerken, welche es evt gar nicht so gerne sehen, wenn andere verkehrsanbieter in ihrem revier wildern, es also versuchen dass an ihren fingern auch was kleben bleibt von der neuerung und spätestens wenn dieses problem gelöst ist, werden wir im stadtgebiet aller orten über diese roller stolpen.
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+5 # mireille 2020-06-09 17:28
Lieber Clavius,
jetzt musste ich doch glatt 2x lesen um zu verstehen. Widersprechen kann ich dir hier nicht, schmunzeln musste ich aber doch ein bissl. Eine Frage: Was hat bitte der Ex Bundespräsident vorausgesagt und wie ist das mit der Zäsur gemeint? Bitte nicht falsch verstehen, es interessiert mich wirklich
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+6 # Clavius1970 2020-06-09 20:25
Liebe Mireille,
Es war ja auch zum Schmunzeln gemeint. Nur durch Überspitzung lockt man ja noch jemand hinter dem Ofen vor.
Der Bundespräsident war Roman Herzog, ein Zeitgenosse von mir :-). Den Rest gibt es auf Gockel.de und wiki. Und die Bamberger CSU hat es geschafft der Macht zu entsagen. Schon bemerkenswert in der heutigen Zeit. Unsere ehemalige Sozialdemokratische Partei im Bund ist dafür leuchtendes Beispiel. Etz scho widder. Iech kanns einfach nedd lassn.
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+9 # Alex 2020-06-10 09:07
Also in unserem persönl. Umfeld kommen diese E-Scooter nicht so gut an. Man nutzt für kürzere Strecken innerhalb des Stadtgebietes doch lieber das bequemere Fahrrad, E-Bike oder den Stadtbus. Und manche wohnen derart günstig, dass sie den Weg zur Arbeit, zur Schule oder für kleinere Besorgungen zu Fuß erledigen können.
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