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Jetzt kommt die Großoffensive. Bei der Umgestaltung in die Fahrradstadt Bamberg geht es um Absperrbügel, Umbaumaßnahmen, Verkehrsversuche und „Fahrradstraßen“.

Noch nie so voll mit Fahrrad

Die Tagesordnung des Mobilitätssenats (ehem. Verkehrssenat) war noch nie so voll mit Fahrrad. Nur wenige der 15 Beschlüsse erhielten Gegenstimmen. Im Prinzip wurden folgende Maßnahmen beschlossen:
• Der (gelb markierte) Verkehrsversuch am Markusplatz gilt als Grundlage für die Dauerlösung; die Verwaltung soll die weiteren Schritte einleiten. Gleiches gilt für den Verkehrsversuch in der Friedrichstraße.
• Der bestehende Schutzstreifen in der Königstraße (Abschnitt Kettenbrückstr. bis Letzengasse) wird verbreitert.
• In der Peuntstraße stadteinwärts (Abschnitt Trimbergstr. bis Marienbrücke) wird ein Radfahrstreifen angelegt bei gleichzeitiger Verlegung der Bushaltestellen.
• Für den Radfahrstreifen Peuntstraße stadteinwärts (Abschnitt Egelseestraße bis Trimbergstr.) werden Planungen vorgenommen und mit dem Bürgerverein, den Anwohnenden und den Verkehrsverbänden abgesprochen.
• Für die Radverkehrsanlagen auf dem Regensburger Ring (Abschnitt Mußstraße bis Schweinfurter Straße) werden die Planungen aufgenommen und umgesetzt.
• Der Kaulbergfuß wird fahrradgerecht umgestaltet und bergaufwärts Tempo 20 angeordnet (s.u.)
• Die Fahrradachse Luitpoldbrücke – Wunderburg wird probeweise als Fahrradstraße ausgewiesen.
• Für die Öffnung der Erlichstraße für Radler in beide Richtungen wird ein Konzept erstellt.
• Dem Finanzsenat wird empfohlen, die gesperrten Mittel auf der Haushaltstelle … in Höhe von 288.200 € komplett freizugeben.

Werden Radfahrer über das Pfahlplätzchen sausen?

Die verschiedenen Punkte wurden unterschiedlich intensiv diskutiert. Durch geringe Zugeständnisse gelang es dem Sitzungsleiter, Bgm Glüsenkamp, Mitglieder kleinerer Fraktionen zu gewinnen. Nennenswerten Widerstand leistete bei einzelnen Beschlüssen lediglich die CSU-BA- sowie die BBB-Fraktion. So z.B. bei den geplanten Änderungen am Kaulbergfuß. CSU-Sprecher Dr. Franz-Wilhelm Heller sieht die Sicherheit der Radfahrer und der Fußgänger gefährdet, wenn erstere quer über die Straße fahren und dann über das Pfahlplätzchen sausen werden. Ähnlich argumentierte BBB-Stadtrat Andreas Triffo. Beim Verkehrsversuch in der Friedrichstraße bestehe ein Missverhältnis zwischen Nutzen und Aufwand. Während an der Kreuzung drei Fahrräder stünden, stauten sich die Autos bis zum Wilhelmsplatz.
Zum Schluss der Debatte kam die Verkehrsbeauftragte der Bamberger Polizei, Ines Schellmann, zu Wort. Sie wies z.B. darauf hin, dass die Anordnung Tempo 20 am Kaulbergfuß »rechtlich nicht haltbar« sei.
Über andere Inhalte wird ein weiterer Bericht folgen.
8.7.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
-11 # Baba Yaga 2020-07-08 14:50
Es wäre schon wichtig, wenn z.B. Mitarbeitende der Sozialstiftung sich angewöhnten, den Kaulberg mit dem Rad zu bezwingen. Mittelfristig würde sich das positiv auf deren physische und seelische Gesundheit auswirken.
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+10 # Werner 2020-07-08 17:43
Das wäre sicherlich Beitrag dazu, Modelle gibt’s zuhauf und das kann sogar durch den Arbeitgeber unterstützt werden, Stichwort „Jobrad“. Und mit nem Ebike wird das Argument der besonderen Topographie auch abgeschwächt.

Sollten die ganzen Sachen umgesetzt werden, was ich durchaus befürworte, dann sollte sich vor allem der Fahrrad-Hader auch mal dran halten! Gell, lieber Mitleser? Und kommens mir ja nicht mit irgendwelchen StVO-Paragrafen, die können Sie für sonst was benutzen.
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-26 # Bergradfahrer 2020-07-08 18:06
Ja, was ist denn fahrradgerecht?

Ich fahre ja gern, schnell und viel Rad, aber diese ganze Radwegsache in der Stadt halte ich für gefährlichen Unsinn. Ein bunter Streifen auf der Straße sorgt weder für objektive Sicherheit noch mindert er die Reizüberflutung, mit der ohnehin schon viele Verkehrsteilnehmer zu kämpfen haben.

"Gut", werden die Radwegfreunde sagen, "der Bergradfahrer gehört zur Kategorie der sog. "Furchtlosen", er hat keinerlei Angst im Verkehr, ist schnell genug um "mitzuschwimmen" und weiß wann er bremsen muss. Die Ängstlicheren bekommen durch Radstreifen usw. ein Gefühl der Sicherheit und fahren dann mehr mit dem Rad."

Stimmt, soweit schon richtig. Allerdings gilt es zwischen Gefühl und Realität zu unterscheiden. Die Realität ist, dass straßenbegleitende Radwege innerorts gefährlich sind. Auch vergrößert oder garantiert ein bunter Strich nicht den Sicherheitsabstand zwischen Radfahrern und Kraftfahrzeug, ganz im Gegenteil. Wer einmal zehn Minuten an der Kreuzung Luitpold/Obere Königstr. aufpasst, der kann beobachten, wie Stadtbusse in 10 cm Seitenabstand an Radlern vorbei düsen, in beiden Richtungen. Das ist leider konstruktionsbedingt so ...und auch wohl a weng persönlichkeitsbedingt. Die meisten Fahrzeuge halten sich an die durchgezogene Linie, halten zu dieser einen Abstand von ca. 5- 10 cm...Das bedeutet, dass sie mit ca. 50 cm viel zu nahe am Radler sind. Hört die Linie dann, wie in der Luitpoldstr. gen Bahnhof plötzlich auf, weil sich die Fahrbahn verjüngt, dann können wir oft sensationell enge Situationen beobachten. Die ängstlicheren Radler halten sich am rechten Rand, der Abstand konvergiert gegen null, bzw. bis der Schwächere bremst.

Sicheres Radfahren wäre jedoch in diesem Fall, die Spur dicht zu machen, d.h. so weit mittig zu fahren, dass ein (regelwidriges) Überholen unmöglich wird. Das ist aber bei einem solchen Streifen weder erlaubt noch trauen es sich die meisten (ich schon ;-)) Durch Auffahren von hinten passieren kaum Unfälle mit Radfahrern, die werden meist seitlich abgeräumt und an Einmündungen..meist auf Radwegen.

Die Kreuzungen Memmelsdorfer/Siechenstr. und Magazin/Margarethendamm stellen den Gipfel der Idiotie dar. Linksabbiegen wird für Radler hier sowohl zur Geduldprobe als auch zur Gefahr. Der neue Seitenwechsel am Regensburger Ring gen Gaustadt nimmt einem die Worte. Super gemacht, und das nach zwei Flaschen Wodka und fünf Joints.

Laaaange Rede, kurzer Sinn, Radler gehören innerorts auf die Straße. Es muss halt Platz geschaffen werden, also Parkplätze weg, und evtentuell der Verkehr reduziert. Sie mit Fußgängern zusammen zu bringen ist idiotisch. Wer auf Gehwegen fährt ein selbiger.
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+18 # Werner 2020-07-08 22:19
Mensch, mein Freund, muss es wirklich so viel Text sein? Habe mir die ersten 2 Zeilen durchgelesen, das reicht schon. Fahren‘s halt aufm Radwege von mir auch Schutzstreifen und fertig. Keiner tut einem was
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-24 # Bergradfahrer 2020-07-09 08:40
Hätten Sie weiter gelesen und den, zugegebenermaßen zu langen, Text reflektiert, dann hätten Sie festgestellt, dass ich eben den Aktionismus mit Streifen, Wegen, Popup-Dingens, bunten Linien, indirektem Abbiegen, Seitenwechsel und sonstigen Schikanen für brandgefährlich und dämlich halte.
Lustigerweise wurde das schon vor 20 Jahren empirisch festgestellt. Seltsam ist, dass man nun wieder versucht die tote Sau durchs Dorf zu treiben.
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+38 # CFRA2 2020-07-08 18:39
Ich habe schon öfters auf die Öko-Diktatur der Rot-Rot-Grünen hingewiesen:
Jetzt zeigen sie ihre ersten erschreckenden (Radfahrer-) Maßnahmen.
Da werden noch viel schlimmere Einschnitte auf uns normale Bamberger zukommen!
Anmerkung: Ich habe keine der drei gewählt!
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+27 # R. Pfaff 2020-07-08 23:12
Anzumerken wäre noch, das laut Sitzungsvorlage die Änderungen in der Friedrichstraße und am Markusplatz ohne abschließende Evaluierung durch eine Verkehrsuntersuchung beschlossen wurde. Unabhängig davon, wie man zu der Lösung steht, sieht ein fachlich fundierter Beschluss anders aus.

Zur Peuntstraße sollte man wissen, dass die geplante Anlage eines Fahrradstreifens, wie in der Sitzungsvorlage dargestellt, dazu führen würde, dass dort kein Fahrzeug mehr halten darf. Das gilt auch für Anwohnende, Lieferanten, Handwerker und z.B. auch Pflegedienste.

Was das Pfahlplätzchen angeht schließe ich mich der Position von Herrn Dr. Heller an. Für mich ist dieses Vorgehen völlig unverständlich, da hier gefährliches und vorschriftswidriges Verhalten quasi legitimiert wird und da der kurze Bogen über die Schranne und die Lugbank keinen wirklichen Umweg darstellt.
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+11 # Wolfgang K. 2020-07-09 08:19
Sehe ich ganz genauso!
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+28 # merci 2020-07-09 12:15
Zu dem Satz "Nennenswerten Widerstand leistete bei einzelnen Beschlüssen lediglich die CSU-BA- sowie die BBB-Fraktion." fehlt aus meiner Sicht noch der Hinweis, dass die AFD im Mobilitätssenat (sowie in allen anderen Gremien auch) nicht vertreten ist bzw. nicht vertreten sein darf, obwohl zwei Abgeordnete in den Stadtrat gewählt worden.
Wie sich die AFD positioniert hätte, kann man natürlich nicht sagen, aber es wäre doch realpolitisch mal ganz interessant gewesen.
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-29 # guckindieluft 2020-07-09 14:12
nöööö

was diese Leute von der asozialen Truppe sagen, interessiert keinen anständigen Menschen.
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+25 # Eisenbahner 2020-07-09 20:18
Als Antidemokrat, gehören Sie offensichtlich nicht zu den Anständigen! :-x
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+26 # Clavius1970 2020-07-09 23:07
Stadtratswahlen sind immer auch Persönlichkeitswahlen. Die beiden AFD-Stadträte sind demokratisch gewählte Volksvertreter. Für mich hat die Kombination Handwerker und Jurist durchaus ihren Charme. Auch wenn der Jurist durchaus als Höcke - Jünger bezeichnet werden kann. Bei dem ist Vorsicht geboten.
Als Demokrat höre ich mir auch die Meinungen der AFD an um mir eine umfassende Meinung für meine Stimmabgabe bilden zu können. Ausgrenzung fördert nur die Opferrolle und die Bezeichung asozial ist völlig deplaziert. Zum Thema "disozial"l fallen mir auch etliche linke Würdenträger ein.
Wie stehen Sie eigentlich zu linken Assis die Steine auf Polizisten werfen. :-x Manche werde sogar Außenminister. Wo waren Sie da, als Moralapostel der Anständigen?
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+25 # cunningham 2020-07-11 12:33
Die AFD-Stadträte aus allen Gremien auszuschließen, spricht nicht gerade für das Demokratieverständnis der übrigen Stadträte. Ausgrenzung ist ein Zeichen für Schwäche, da man sich nicht der sachlichen Auseinandersetzung stellen möchte. Diese Sachlage kommt im Informationszeitalter beim Bürger durchaus an, und wird der AFD über kurz oder lang nützlich sein.
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+6 # rüpel ralle 2020-07-11 18:20
Wenn auf eins Verlass ist, dann ist es in der Mehrzahl der Fälle die Dummheit des Gegenüber und davon lebt die AfD ganz wunderbar
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-10 # supi 2020-07-10 17:18
* CSU-Sprecher Dr. Franz-Wilhelm Heller sieht die Sicherheit der Radfahrer und der Fußgänger gefährdet, wenn erstere quer über die Straße fahren und dann über das Pfahlplätzchen sausen werden. Ähnlich argumentierte BBB-Stadtrat Andreas Triffo *

ja und natürlichen verlust gibt es immer und überall
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B 41

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Hoid bfäffd dä Wind obbä gschaid. Heute pfeift der Wind aber kräftig.
Deä bfäffd ned schlächd, deä Schiäri. Der pfeift nicht schlecht, der Schiedsrichter.
Doo bfäffsd drauf! Da pfeifst drauf!

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bfaif, bfoif drauf: Verzichte. Vergiß es.
Bfoif drauf, miä gän edsed! Pfeif drauf, wir gehen jetzt!

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Bfanna: Pfanne(n).
An nai dä Bfanna haua. Jemanden in die Pfanne hauen. Jemanden Schaden zufügen.
Dän hob i scho long auf dä Bfanna. Den habe ich schon lange im Visier.

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Bfarrä: Pfarrer.
Dä Bfarrä woä fai aa däbai. - Wosd ned sägsd? Der Pfarrer war auch dabei - Was du nicht sagst?

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Di hod a Gsichdla wi a Bfäsich.Die hat ein Gesichtchen wie ein Pfirsich.

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