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Auf einen guten Tag

 

Wenn Toleranz nicht mit Interesse Hand in Hand geht, nennt man sie Gleichgültigkeit.

Lars Rabenai, dt. Aphoristiker

 

Aktuelle Corona-Fallzahlen in Stadt und Landkreis Bamberg

Stand: 27.28. November 2020, 12.00 Uhr

Aktive Fälle 864 +32 zum Vortag,  davon Stadt Bamberg: 338  +14 z.V.  // Lkr. Bamberg: 526  +18 z.V.

7-Tages-Inzidenz (Quelle: RKI): Stadt Bbg: 113,7   // Lkr. Bbg 89,0    

Quelle: Landratsamt Bamberg  >  Aktuelle Corona-Fallzahlen (landkreis-bamberg.de)

Der Autoverkehrsanteil soll laut Verkehrsentwicklungsplan bis 2030 auf 25 Prozent sinken. Zugleich soll die Fahrrad-Infrastruktur ausgebaut werden. Grundsätzlich ist sich hier der Stadtrat einig.

Gefahr »obskurer Mitläufer«?

„Mobilität in Bamberg – Ein Überblick“ hieß der Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Mobilitätssenates am 7.7.2020, der den meisten Zündstoff enthielt – obgleich sich die Senatsmitglieder in der Zielsetzung weitgehend einig waren. Baureferent Thomas Beese führte in das Thema ein und erinnerte zunächst an die Ziele des Bamberger Verkehrsentwicklungsplans. Darin sei auch die Reduzierung des Autoverkehrsanteils in der Stadt Bamberg von mehr als 40 Prozent (2015) auf 25 Prozent bis 2030 vorgesehen. Die bisherigen Beschlüsse seien vom (alten) Stadtrat meist einstimmig gefasst worden. Inhaltlich begann Beese mit der Feststellung, dass der »Erfolg von Erreichbarkeit« (in) der Stadt daran gemessen werden müsse, »wieviel Menschen ihr Ziel in der Stadt erreichen können«. Beese ließ dabei schnell erkennen, dass er für den KfZ-Verkehr nur eine mindere Rolle sehe. Maßgeblich verwies er auf den begrenzten Platz in der Stadt - und im Zusammenhang damit auf die aus seiner Sicht große Bedeutung des Fahrrads. Viele Bamberger lebten das mittlerweile vor, im Vergleich zu anderen Städten könne sich Bamberg durchaus als Fahrradstadt definieren. Beese unterstellte im weiteren Zusammenhang der neuen Bürgerinitiative „Bamberg.Gemeinsam.Mobil“, dass sich diese gegen viele der bisher vom Stadtrat seit 2017 gefassten Verkehrsbeschlüsse wende. In seinen weiteren Ausführungen ließ der Baureferent eine Abneigung gegen die Bürgerinitiative erkennen. Als beispielsweise in seiner Präsentation auch das Bild einer Corona-Demo auftauchte, erklärte er zwar gleich, dass er diese Gruppierungen nicht miteinander gleichsetzen wolle. Und doch sehe er auch in der Mobilitätsdiskussion die Gefahr »obskurer Mitläufer«. Diese Assoziationen wurden dann auch in der Aussprache als »unerhört« kommentiert.

»Wir wollen nur die Rahmenbedingungen ändern«

Grünen-Sprecher Christian Hader knüpfte im Prinzip an die Ausführungen des Baureferenten an. Einer seiner Kernsätze war: »Wir werden niemanden etwas vorschreiben, sondern die Rahmenbedingungen ändern.« Zur Lösung der Finanzprobleme des Öffentlichen Nahverkehrs regte er ein »solidarisches Bürgerticket« an: »Alle Bürger zahlen einen gestaffelten Beitrag für die öffentliche Mobilität« Klaus Stieringer (SPD) sprach davon, dass »es nicht um die Bekämpfung des Autos geht, sondern um die Schaffung von Alternativen«. »Mobilität sei ein Ausdruck von Wohlstand«, erklärte Franz-Wilhelm Heller (CSU). Das könne man leicht sehen, wenn man die Entwicklung des Verkehrs in den letzten Jahrzehnten betrachte. Bezüglich des Radverkehrs sei bereits viel geschehen, »und es kann noch vieles gemacht werden, aber die Bürger müssen es wollen«, betonte der Sprecher der CSU-BA-Fraktion. »Wir alle wollen mehr Aufenthaltsqualität in der Stadt, aber was wir tun, muss von allen Bürgern akzeptiert werden«, bekräftigte auch BBB-Stadtrat Andreas Triffo.
10.7.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
-7 # Baba Yaga 2020-07-10 11:17
Ganz Unrecht hat Herr Beese ja nicht.
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+11 # Ruderm. 2020-07-10 11:34
Klaus Stieringer (SPD) sprach davon, dass »es nicht um die Bekämpfung des Autos geht, sondern um die Schaffung von Alternativen« Da täuscht sich Herr St. Er müsste doch inzwischen mitbekommen haben, daß es vielen bei den Grünen sehr wohl in erster Linie gegen Autos geht. Ich behaupte, auch beim Kaulbergfuß ist es so: Den Autofahrern soll die Lust vergehen, diese Strecke zu fahren. Das ist vielen Anwohnern bestimmt auch recht. Ob es der Stadt insgesamt dient, bzweifle ich.
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+14 # Eisenbahner 2020-07-10 11:51
Zitat: Grünen-Sprecher Christian Hader knüpfte im Prinzip an die Ausführungen des Baureferenten an. Einer seiner Kernsätze war: »Wir werden niemanden etwas vorschreiben, sondern die Rahmenbedingungen ändern.« Zur Lösung der Finanzprobleme des Öffentlichen Nahverkehrs regte er ein »solidarisches Bürgerticket« an: »Alle Bürger zahlen einen gestaffelten Beitrag für die öffentliche Mobilität«
Alle Bürger?? Kann er vergessen, warum sollte ich für was zahlen, was ich nicht nutze und über diverse Steuern mir eh schon vom Gehalt, städt. Gebühren etc. einbehalten wird!
Grüner Sozialismus eben, MUSS weg, egal wie!
Ich freue mich auf die Sperrungen wegen der ICE Strecke, dann hat u.a. der Stadtrat seine Innenstadt für sich, bis zum bitteren Ende!
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+10 # Werner 2020-07-10 14:22
Selbiges hab ich mir auch gedacht, soweit kommts noch! Der muss wohl gegen nen Straßenpoller radelt sein. Wie wärs mal mi dem Vorschlag aus dem VGN wieder auszutreten? Würde einige Eulen sparen!
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+5 # supi 2020-07-10 16:15
mei mei mei was soll das, wenn wir hier vor ort uns mit dem gedanken tragen bzw in der lage sind, auf einer noch in bundeseigentum stehenden liegenschaft für einen privaten verein mittels geldern der stadtbau gmbh eine moschee zu bauen oder zu finanzieren, dann kommt es auf ein bürgerticket auch nicht mehr an. aber der hader hätte natürlich auch verstand und weitsicht beweisen können, in dem er das 365,-€ ticket für alle ins gespräch gebracht hätte, da hört man nichts.
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+23 # Leo 2020-07-10 14:27
Die Stadtwerke werden schon heute von Steuerzahlern mitfinanziert. Das sog. Solidarische Bürgerticket, bei dem alle zur Kasse gebeten werden ungeachtet dessen, ob sie den ÖPNV nutzen, ist nichts weiter als eine zusätzliche Steuer, die euphemistisch betitelt und alles andere als solidarisch ist.
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+28 # Frank Reich 2020-07-10 16:24
Kaum zu fassen: Ein Grüner spricht von Solidarität und behandelt in seiner Praxis grundsätzlich nur Privatpatienten (siehe Hompage)
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-34 # rüpel ralle 2020-07-10 17:34
Ja wo ist das Problem, auch Privatpatienten haben ein Recht auf medizinische Behandlung.
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-20 # Bergradfahrer 2020-07-11 13:20
Wenn man "normal" oder "halbwegs gut" verdient, kann man überschaubare Maßnahmen schon mal selber zahlen. Das Versagen des gesetzlichen Gesundheitssystems in mancher Hinsicht ist nicht die Schuld der privaten Leistungserbringer. Es ist im Grunde, vorausgesetzt man zieht genug Leute an, durchaus sinnvoll und klug nicht zum Sklaven der kassenärztlichen Vereinigung und GKV zu werden. Die Teilnahme an der Planwirtschaft sichert Umsatz, aber nimmt Freiheitsgrade.

Zum Topic:
Für ein Bürgerticket ist Bamberg einfach zu klein und der ÖPNV daher auch zu schwach. Eine überschaubare Stadt, in der man das Allermeiste zu Fuß oder mit dem Rad erledigen kann, braucht so etwas auch nicht.
Das würde von zu wenigen genutzt und wäre somit nicht mehr solidarisch.
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+19 # CFRA2 2020-07-10 17:10
... der nächste schlimme Einschnitt der rot-rot grünen auf uns normale Bamberger!
Jetzt sollen wir ALLE für etwas, was nicht jeder nutzt bzw. nutzen kann, zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Sozialismus pur!

Anmerkung: Wie schon mal gesagt, Ich habe keine der drei gewählt!
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+18 # mireille 2020-07-10 17:55
Liegt es am veganen Essen oder haben die denen was ins Wasser getan? Es wird immer blöder in "meinem" Bamberg. Bürgerticket für etwas, das nicht jeder nutzt und dann noch diese Bürgerinitiative, bei der angeblich die Interessen aller berücksichtigt werden sollen bla bla bla .Na logisch, die Interessen der "Grünen" vielleicht. Dauert nicht mehr lange, dann sind Autofahrer gleichgesetzt mit Nazis und Aluhut Trägern. Heutzutage wird ja jeder runter geputzt, der nicht mit der Idiotie auf einer Welle schwimmen mag. Ich sehe dem Ganzen nur noch mit Grauen entgegen. Und wer das Geschwafel glaubt, das alle Interessen gehört werden sollen, ist selber Schuld. Die Erfahrung zeigt uns doch seit Jahren, das wir von vorne bis hinten veräppelt werden. Kaum sind die Wahlen gelaufen, kümmert keinen mehr sein Geschwätz von gestern. Mir persönlich schwillt da echt der Kragen!
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+17 # Heiner 2020-07-11 04:09
"Wir schreiben keinem etwas vor, geändert werden die Rahmenbedingungen" stet ja mittendrin. s.o.
Also dann doch.....vorschreiben?!
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-6 # GodFather 2020-07-12 10:56
Verstehe das Gejammer über ein "Bürgerticket" nicht. "Warum soll ich für etwas zahlen was ich nicht nutze?"
Ihr zahlt für Bambados, Kanalbrücken, Straßen, Autobahnen, Bahninfrastruktur, Flughäfen etc. und nutzt davon nur einen Bruchteil. Da jammert ihr nicht.
Aber wenn es darum geht dass Leute beim Abwägen "Komm ich mit meinem Blech billiger in die Stadt und zurück als mit dem Bus" sich fürs Blech entscheiden, seht ihr nicht, dass die damit verbundene Einschränkung an Aufenthaltsqualität für alle leidet.
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Däs is doch scho längsd nai di Binsn ganga. Das ist doch schon längst in die Binsen gegangen (=gescheitert).

Binsn|woähaid:   Binsenwahrheit. 

Doo hod sich widdä amol a olda Binsnwoähaid bäwoähaid. Da hat sich wieder einmal eine alte Binsenwahrheit bewahrheitet.

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Nimm di fai voä dera oldn Bissgurn in Ochd! Nimm dich (fai = unübersetztbares Füllsel) vor der alten Bissgurken in Acht.

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Däs schdedd scho in dä Biwl gschriem. Das steht schon in der Bibel geschrieben.

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