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Zusammenstellung der verschärften Corona-Regeln in Bayern von BR24.

Ein Zeichen, wohin die Reise gehen soll

Zeigt sich am Konflikt um die Lange Straße die Zukunft der Bamberger Verkehrspolitik? Grün-rot möchte die letzten Parkplätze auflösen. Aber gibt es dafür auch eine Mehrheit?

Eine schmalere Fahrbahnbreite für den Autoverkehr

Der Vorstoß eines Bündnisses von Grünen-VOLT-ÖDP und SPD zielt auf eine sofortige und kostenneutrale Aufwertung der Bamberger „Schlüsselstraße“. Dazu soll der Radweg in der Langen Straße auf einer Länge von 100 Metern auf die Straße verlegt, der Fußweg verbreitert werden.
Der Vorschlag soll im November im Mobilitätssenat diskutiert werden und sieht vor, den Richtung Schönleinsplatz fahrenden Radverkehr auf den letzten 100 Metern vom Gehweg auf die Straße zu verlegen. Damit soll den Fußgängern mehr Platz eingeräumt werden. Die Befürworter argumentieren, dass der Querschnitt der Fahrbahn dadurch nicht verringert wird - faktisch aber die Fahrbahnbreite für den Autoverkehr schmäler wird. An der Leistungsfähigkeit der Achse ändere sich durch die Umstrukturierung grundsätzlich nichts, auch wenn beiläufig durch die Maßnahme die letzten Parkplätze in der Langen Straße verschwinden sollen. Es wäre ein Zeichen gesetzt, wohin die Reise gehen soll.

Das treibt den Geschäftsleuten in der Langen Straße die Röte ins Gesicht

Eigentlich haben sich die Befürworter eines Umbaus der Langenstraße in eine Flaniermeile vorgestellt, dass ein Förderprogramm des Bundes den höhengleichen Ausbau der Langen Straße erleichtern könnte. Glaubt man den Zahlen, die zu hören sind, könnte es für den Umbau des innerstädtischen Rings zwischen Schönleins- und Markusplatz einen Zuschuss in Höhe von knapp zwei Mio € geben. Zu wenig! Die Stadt müsste dann selbst mehr als neun Mio € berappen, was auf längere Zeit nicht darstellbar ist. Nicht wegen Corona, sondern besonders deshalb, weil Aufgaben wie Konversion, Bahnausbau, Kitas und Sanierung der Schulen anstehen. Was will man davon streichen, für ein Projekt, das in der Stadt nach wie vor heftig umstritten ist. Allein die Vorstellung, dass es wieder für Jahre eine Dauerbaustelle geben könnte, treibt vielen Geschäftsleuten in der Langen Straße die Röte ins Gesicht. Jahrelang hatte man unter den chaotischen Verkehrsverhältnissen zu leiden gehabt, jetzt wünscht man sich tatsächlich wieder einen ungehinderten Verkehrsfluss vom Schönleins- bis zum Markusplatz.
Der Umbau der Langen Straße nach den Vorstellungen von Grünen-VOLT-ÖDP und SPD wird voraussichtlich auf den Widerstand der anderen Fraktionen stoßen. Die CSU-BA-Fraktion jedenfalls kündigt schon an, einer Auflösung von Parkplätzen in der Langen Straße nicht zuzustimmen. Man verlangt ein Gesamtkonzept, das nicht nur dem Rad- und Fußgängerverkehr entspricht, sondern auch der Süd-Nord-Funktion der Straße im Stadtverkehr sowie den täglich 600 Bussen des städtischen ÖPNV gerecht wird.
Zunächst sollte man vielleicht auch sehen, wie sich die Situation in der Langen Straße nach dem Ende der Baustellen entwickelt. Denn in dem Ziel, die Lange Straße aufzuwerten, sind sich alle einig. Nur wie?
7.10.20 Bilder: webzet; Grünes Bamberg. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
-7 # Baba Yaga 2020-10-07 12:24
Nachvollziehbar: Baustellen nerven. Auf Dauer ist das anstrengend. Das kann ich verstehen, generell.

Nicht nachvollziehbar: Das Festkrallen an irgendwelche bescheuerten Kurzzeitparkplätze. Machen die Geschäftsleute ihre Existenz u.a. tatsächlich von ein paar dämlichen Parkplätzen abhängig? Weniger Vertrauen in das eigene Sortiment kann man kaum zum Ausdruck bringen...

Alternativer Gedanke: Den Fahrradweg nicht ebenerdig an die Seite pinseln, sondern mitten auf die Fahrbahn. Der Radverkehr sollte mitfließen. So könnte man noch mehr Breite für den Gehsteig gewinnen. Das wäre im Sinne der Fußgänger.
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0 # supi 2020-10-07 17:47
nun ohne ein endlich mal schlüssiges verkehrskonzept, vor allem für den innensstadtbereich bleibt das alles flickschusterei und dient nur dazu, dass ein paar was für die galerie produziert haben, aber für die ist das schon komplett ausreichend, mehr ist nicht zu erwarten.
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+10 # McFly 2020-10-08 08:02
Viele fordern ein schlüssiges, umfassendes Verkehrskonzept.
Hört sich gut an. Aber...
Wo ist es?
Leicht daher gesagt aber die Thematik ist komplex, man wird es nie allen Recht machen und angesichts leeren Kassen sind Grenzen gesetzt. Bin gespannt was nun zeitnah als schlüssiges Konzept präsentiert wird... nur dagegen sein reicht nicht!
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+11 # cunningham 2020-10-08 09:22
Um eine "Auflösung von Parkplätzen" geht es doch gar nicht, da in diesem Bereich ein Halteverbot besteht. Auch der "ungehinderte Verkehrsfluss" ist gewährleistet, da ändert sich überhaupt nichts.
@Baba Yaga
Ja, der Radverkehr sollte mitfließen. Hier geht es aber um die Radspur gegen die Fahrtrichtung (Storath bis Schönleinsplatz).
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+1 # Baba Yaga 2020-10-08 10:57
Ja, das ist mir im Nachhinein auch aufgefallen. Das Mitfließen funktioniert natürlich nur in Fahrtrichtung.
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+1 # Bamberger 2020-10-08 11:58
...und die Verengung der Fahrbahn führt dazu, dass der Radverkehr in die Gegenrichtung mitfließen kann, da Überholen dann nicht mehr möglich ist.

Ich wette, wenn ein Gesamtkonzept "Autofreie Innenstadt" auf den Tisch kommen sollte, schreien diejenigen, die jetzt so ein Konzept fordern: "Aber doch nicht mit der Brechstange", "Erstmal Schritt für Schritt", "Man kann doch nicht", usw. usw.
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+1 # gablamann 2020-10-08 15:57
wenn es in der ganzen Langen Str. keine Möglichkeit mehr gibt zum Be- und entladen dann gute Nacht.
Das ist in der Königstr. schon zum Kotz....
In der Sandstr. gehts, da ist aber auch kein Durchgangsverkehr.
Die Lange Str. ist nun mal (leider) eine Verkehrsachse.
Wer das beschließt, soll mal 10 Heizkörper vom Schönleinsplatz zum Storath tragen.
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+1 # Bamberger 2020-10-09 08:55
Wer trägt eigentlich jeden Tag die Heizkörper vom ZOB zum Grünen Markt?
Außerdem soll es doch Möglichkeiten zum Be-und Entladen geben. Einfach mal informieren bevor man wettert.
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+1 # gablamann 2020-10-11 16:37
Möglichkeiten zum Be-und Entladen geben soll es geben stimmt. Nämlich am Schönleinsplatz.
Ich wettere ja weil ich mich informiert habe.
...und am Grünen Markt kann man ohne Weiteres bis 10.30 Uhr anliefern.
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+1 # Zaubernuss 2020-10-08 16:53
40 Jahre oder länger hatte die CSU Zeit ein schlüssiges Verkehrskonzept zu entwickeln und zu beschließen. Und? Ist etwas dabei herausgekommen? Nur motzen gilt nicht!
Konstruktiv mitarbeiten heißt die Devise! ;-)
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0 # kwz 2020-10-12 17:48
wohin die Reise gehen soll ?
na ja ich würde mal sagen schnurstracks Richtung Mittelalter, die echte und einzige machbare Zeitreise.
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