.

.

 

Auf einen guten Tag

 

Nicht weil es so schwer ist wagen wir es nicht. Sondern weil wir es nicht wagen ist es so schwer.

unbekannt

 

In Bamberg werden die Parkplätze immer weniger. Lizenzparkplätze sind deshalb sehr begehrt. Interessant deshalb die Behandlung des Themas im Mobilitätssenat des Stadtrats.

Gegen eine Bevormundung der Autofahrer verwahrt

Anlass war ein Antrag der CSU-BA-Stadtratsfraktion, „wie viele Parkplätze pro Lizenzgebiet als reine Bewohnerparkplätze, als Mischparkplätze oder als reine Parkscheinplätze zur Verfügung stehen“. Dazu gab es noch weitere Fragen, die von der Stadtverwaltung beantwortet wurden. In den Wortbeiträgen aus den Senatsreihen gab es interessante Argumente, die ein Licht auf die zukünftige Mobilitätsdiskussion werfen. Während Antragsteller Dr. Franz-Wilhelm Heller davon sprach, »dass die Autos weiterhin mehr werden«, antwortete Heinrich Schwimmbeck (BaLi), dass man nun ja hoffe, »dass es immer weniger werden«; Andreas Triffo (BBB) verwahrte sich gegen »eine Bevormundung der Autofahrer«. Grünen-Sprecher Christian Hader fragte nach einer Quote für Lizenzparkplätze, die Leiterin des Straßenverkehrsaufsichtsamts, Cornelia Towstoles antwortete darauf, dass die Vergabe »nur von Lizenzplätzen nicht erlaubt ist«.

Lizenzparkplätze werden nach Zahl der Berechtigten ausgewiesen

Die Fragen der CSU-BA-Fraktion wurden umfassend von der Verwaltung beantwortet. So dürfen Wartelisten für Lizenzparkplätze nicht geführt werden, da Bewohnerparkausweise auf Antrag ausgegeben werden. Einen Anspruch auf Erteilung hat, wer in dem Bereich meldebehördlich registriert ist und dort tatsächlich wohnt. Das heißt, wer seinen Hauptwohnsitz im entsprechenden Lizenzgebiet hat, dem keine private Garage oder Stellplatz zur Verfügung steht, erhält einen Parkausweis für einen auf ihn als Halter zugelassenen oder nachweislich von ihm dauerhaft genutzten Personenkraftwagen. Der von der CSU-BA-Fraktion weitergegebene Wunsch auf »eine pauschale Zusage, die Zahl der Bewohnerparkplätze im jeweiligen Lizenzgebiet nicht zu verringern, ist rechtlich nicht möglich«, antwortete die Amtsleiterin Towstoles. Die Ausweisung von Lizenzparkplätzen sei auf den Bedarf abzustimmen: Würde sich die Zahl der Berechtigten also verringern, muss im Rahmen der Parkraumbewirtschaftung eine Überprüfung und ggf. Reduzierung der ausgewiesenen Lizenzparkplätze erfolgen.
Der Bericht der Verwaltung wurde einstimmig zur Kenntnis genommen.
13.10.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
-3 # Bergradfahrer 2020-10-13 13:36
Einfache Antwort: Personen, die auf Grund besonderer Bedürfnisse einen wohnungsnahen Parkplatz brauchen, also Behinderte oder im Bedarfsfall Dienstfahrzeuge von Ärzten. Fertig!
Der Rest ist Privatsache und keine Daseinsvorsorge.
Antworten | Dem Administrator melden
+7 # CFRA2 2020-10-13 18:11
Und wieder kommt die rot-rot-grüne Aversion gegen den motorisierten Individualverkehr zum Vorschein. Gewünscht sind von denen nur noch Fußgänger und Radfahrer, egal welche wirtschaftlichen Folgeerscheinungen dies nach sich zieht!
Antworten | Dem Administrator melden
-4 # Bamberger 2020-10-13 21:34
Vielleicht eher die Aversion gegen viel zu günstig bereitgestellten öffentlichen Raum für laute, luftverschmutzende und gefährliche Fahrzeuge.
Einfach mal die durchschnittliche qm-Miete in Bamberg auf die jeweiligen Parkplätze umlegen und schon wird es keine Parkplatz"not" mehr in Bamberg geben.
Es gibt kein Menschenrecht auf kostengünstiges Parken.
Antworten | Dem Administrator melden
-1 # Baba Yaga 2020-10-13 22:34
Das ist tatsächlich viel zu günstig. Der öffentlichen Raum wird richtig verramscht. Das tut der Seele weh. Eine Änderung der Parkraumpolitik tut Not.
Darüber hinaus gibt es sehr wohl Lizenznehmer mit Zugang zu einem privatem Stellplatz (wenngleich bei einem Teil von ihnen die Hofeinfahrt möglicherweise nicht mehr breit genug ist für den SUV...). Aber das ist ein eigenes Thema.
Antworten | Dem Administrator melden
-8 # Bergradfahrer 2020-10-14 07:17
Ach, was für ein stichhaltiger Einwand. Da muss ich aber trotzdem mal nachfragen:
Was hat das mit "der Wirtschaft" zu tun, wo mein Auto steht? Und konkret welcher Teil "der Wirtschaft" ist wie weit betroffen?

Gut, die Kiste hält vielleicht länger, wenn sie in einem der vielen, schönen Parkhäuser steht. Und ich zahle etwas weniger Versicherung, dafür als Anwohner halt 40 bis 50 Euro pro Monat Parkplatzmiete. Aber ich glaube nicht, dass man deswegen aufhört zu arbeiten oder auch nur geringfügig anders konsumiert.
Auf der anderen Seite steigt der ästhetische Wert unserer Straßen, es wird ruhiger, es gibt mehr Platz für alle Verkehrsteilnehmer.
Zum Auto zu laufen ist auch nicht ungesund, entgegen aktuellem Medientenor ist nicht Corona der Killer in diesem Lande sondern Fettleibigkeit.
Antworten | Dem Administrator melden
+27 # Clavius1970 2020-10-14 14:31
Sind schon hier einige Widerspüche in den vorstehenden Kommentaren. Die öffentlichen Flächen werden keinesfalls verramscht sondern die Stellplatzablösen bei Bauprojekten liegen, je nach Bodenrichtwert in der Regel deutlich über 10.000 €.

Immer noch billig aber dafür besteht auch kein Recht auf Zuweisung eines festen Parkplatzes sondern es werden mehr "Stellplätze verkauft" als eigentlich vorhanden sind.

Was wird eigentlich mit dem Geld gemacht? Stadtmarketing, Lastenfahrradzuschuß oder gelbe Farbe für die Markierung von Radfahrstreifen gekauft? Man weiß es nicht.

In der Vergangenheit wurden und werden auch heute noch deshalb bei Neubauprojekten viele private Stellplätze und Garagen auf nicht öffentlichen Flächen geschaffen, die natürlich auch wieder Verkehr in die Innenstadt ziehen.
Als Beispiel fallen mir hier die Theatergassen ein. Also der Privatparkplatz ist auch nicht Lösung sondern eventuell Teil des Problems.

Übrigens werden für den Ausbau der Elektromobilität auch noch etliche Stellplätze nötig sein um Schnellladestationen zu schaffen.

Ansonsten bin ich konsterniert wo die 10.000 Autos und 500 Busse herkommen, die täglich die Lange Straße passieren. Fahren die im Kreis auf dem innerstädtischen Ring? Bamberg hat immer noch unter 80.000 Einwohner und der Landkreis ca. 145.000.

Also Lange Straße probeweise mal dichtmachen und schauen wie sich die Verkehrsströme entwickeln. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Wie sang schon einst Hebbi Grönemeyer:
"Es ist ist nicht zu fassen, solche Automassen, haben die kein Zuhause und ich will zu dir". :-)
Antworten | Dem Administrator melden
-8 # gablmann 2020-10-14 15:06
und was ist, wenn sich die Zahlder Berchtigten erhöht???
Antworten | Dem Administrator melden
+10 # Mc Fly 2020-10-15 18:03
Eine Anekdote zum Thema Bewohnerparkausweis:
Kunigundendamm. Ein Mehrfamilienhaus bislang - seit 2020 4 Parteien rein mit jeweils einer 3 Studenten WG. 11 der12 Studenten besitzen ein Auto und beantragen Anwohnerparkausweise. Alle genehmigt. Das Haus hat eine Breite von 7 Meter... Also wo parken die elf Autos? Wo parken bitte die Berufstätigen, die Familien die pendeln und aufs Auto angewiesen sind...

Die Stadt ist einfach zu klein...nicht nur für soviel Autos, nein auch für so viele zugereiste!
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 

B 49
Bimbäla wichdich, Bämbäläs wichdich: Wichtigtuer.
Wi sai Voddä, däs woä aa scho so a Bimbäla wichdich, braugsd di ned wunnän! Wie sein Vater, der war schon so ein Wichtigtuer, brauchst dich nicht zu wundern.

-

Bimbäläs|loodn: Kleinkramgeschäft.
Ka Wunnä is ned, dass deä dsugämachd hod mid sain Bimbäläsloodn. (K)ein Wunder ist es nicht, dass der (Besitzer des Ladens) zugemacht hat mit seinem Kleinkramgeschäft.

-

Bimbl: Schimpfwort. 

Wos willn deä Bimbl? Was will denn der Bimbl.
Bimbl|hubä: Wichtigtuer.
Hald dai Goschn, du Bimblhubä! Halt deinen Mund, du Wichtigtuer.

-

Bindä: Binder. Krawatte.
Mächsd an Bindä noo? Machst du eine Krawatte um?

-

Bindn: Binde. Hals, Rachen.

Sai Grossvorrä hod aa gän an hindä di Bindn gägossn. Sein Großvater hat auch gern Eines (z.B. Bier) (hinter ...) mehr getrunken.

-

binggln: pinkeln.
Iech muss scho widdä dsän Binggln. Ich muss schon wieder pinkeln (gehen).

Forts.

Weiterlesen ...

664 8-9/20-637- 687 Insgesamt 1491250

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Copyright © 2015.