Auf einen guten Tag

 

 

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Joseph Joubert (1754 - 1824) franz. Moralist u. Essayist

 

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Wird so ein Verkehrsschild gebraucht?

 An der Unterführung in der Moosstraße ist ein neues Verkehrsschild angebracht, für das sich die Verantwortlichen loben. Viele Autofahrer soll es allerdings nerven; Zweiradfahrer schmunzeln.

Bamberg hat mit als erste Stadt dieses Schild aufgestellt

In einer Pressemitteilung schreibt das städt. Presseamt: “Das Verkehrszeichen mit dem schönen verwaltungsdeutschen Namen „Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträder mit Beiwagen“ wurde erst im Frühjahr diesen Jahres in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen. »Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine deutliche Verbesserung der Sicherheit für alle Zweiradfahrenden«, betont Bürgermeister Jonas Glüsenkamp. »Gerade weil in der engen Unterführung der Moosstraße kein Abstand zum Radler oder Moped eingehalten werden kann, ist der Platz für Überholvorgänge nicht gegeben.« Bamberg sei eine der ersten Kommunen in Bayern, welche das neue Schild verwende, um unter Beachtung der besonderen örtlichen Verhältnisse an dieser Engstelle, die Verkehrssicherheit zu verbessern.

Über das neue Verkehrszeichen scheiden sich die Geister

Eine Reaktion auf diese Errungenschaft, die Autofahrern das aufzeigt, was die meisten von ihnen ohnehin feststellen, an dieser Stelle - auf die paar Meter - überholt man einen Zweiradfahrer besser nicht. Andere werden es wohl trotz Schild tun. Im “Fränkischer Tag” wurden prompt erste Reaktionen aufgegriffen. “Neues Schild nervt Autofahrer” heißt die Überschrift eines Artikels (24.11.20). Und weiter: “Über die Einführung eines neuen Verkehrszeichens vor der Unterführung in der Moosstraße scheiden sich die Geister.”

Wer Bamberg kennt weiß, dass es viele enge Straßen gibt, auf die die genannte Problematik zutrifft. Das ist Gott sei dank über lange Jahre gut gegangen. Wollte man jetzt an all diesen Straßen das neue Überholverbotsschild aufstellen, würde sich - Gott sei gepriesen - verkehrlich nichts ändern. Allerdings würde der Schilderwald in der Stadt noch etwas dichter werden. Vielleicht doch nur ein Eintages-Gag.
25.11.20 Bilder: webzet; PA Stadt Bbg Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+13 # KarlO 2020-11-25 13:11
Vielleicht halten sich jetzt mehr als bisher dran.
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+10 # Bamberger 2020-11-25 13:36
"Wird so ein Verkehrsschild gebraucht"
"Neues Schild nervt die Autofahrer"

Also kurze Antwort: Ja. Denn wenn es nicht nerven würde, würde sich viele nicht daran halten, dass dort legal nicht überholt werden darf. 1,5m sind für viele ein zu abstrakter Abstand, das sieht man Tag für Tag. Nicht nur im Verkehr, auch beim Einkaufen und vorm Café Rondo. Ein Verbotsschild ist hingegen glasklar und eindeutig. Wieder mal ein Anzeichen, dass man mit Eigenverantwortung nicht weiter kommt und nur Verbote etwas bringen.

Und ja: So ein Schild braucht es in Bamberg noch an viel, viel mehr Stellen. Oder einfach eine konsequente Ahndung der Polizei von Abstandsverstößen.
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+11 # Bergradfahrer 2020-11-25 16:09
Leider ist das so. Der Verzicht auf's Überholen scheint unendlich schwer. Die vermaledeiten "Schutzstreifen" suggerieren den Auto- und vor allem den Busfahrern, man könne jetzt haarscharf auf der Trennlinie entlang fahren, denn der Radler ist ja sicher auf seinem "Schutz"streifen, was latürnich vollkommener Schwachsinn ist. Das provoziert geradezu weitere unangenehme Situationen.

Einerseits kann ich die vom ewigen Stop & Go auf dem Innenstadtring gequälten Fahrer ja verstehen, dass sie z.B. in Steinweg oder Nürnberger Str. endlich vorankommen wollen. Andererseits ist ein Überholen mit minimalem Abstand echt kein Spaß. Die meisten sind sich offensichtlich der kinetischen Energie, die sie da handhaben, und deren Gefährdungspotenzial absolut nicht bewusst.
Wesentlich häufiger als eine tatsächliche Gefährdung ist jedoch das massive Gefühl der unmittelbaren Bedrohung, das bei den teilweise idiotischen Überholmanövern entsteht.
Das sehen die allerwenigsten Fahrer ein, reagieren verständnislos bis unverschämt und beleidigend oder gar mit Nötigung, wenn man mangelnden Abstand moniert und sie darauf anspricht.

Kann man, wenn man schon durch die Stadt fahren muss, nicht mal den Druck rausnehmen? Vielleicht sechzig oder neunzig Sekunden mehr Zeit einplanen (mehr ist nämlich durch solche Überholmanöver insgesamt nicht gewonnen), nette Musik hören, einfach mal cool bleiben. So viel Zeit muss sein.

Leider sieht es gerade nicht danach aus. Dann muss das halt langfristig der Psychologe bei der MPU-Vorbereitung richten. ;-)
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+15 # Clavius1970 2020-11-25 21:13
An der Stelle ist das Schild völlig unnötig da die Fahrbahnbreite eh kein ordnungsgemäßes Überholen zulässt.
Meiner Meiinung nach würde sich die Wunderburg für einen Feldversuch mit Spiel- oder Fahrradstraßencharakter sehr gut eignen. Alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt auf die Straße lassen und die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 20 kmh. Nach der Unterführung noch bis zum Fassläkeller beschränken und dann wieder hoch auf Tempo 50. Ab dort ist der Verkehrsraum wieder breit genug für alle.
Der vermeintliche zeitliche Vorteil durch riskante Überholmanöver besteht darin daß man vielleicht bei der nächsten Ampel noch bei kirschgrün durchkommt. Spätestens bei der nächsten Ampel kann diese minimale Zeitersparnis schon wieder weg sein.
Im kleinen Bamberg gilt: Nur wer 5 Minuten früher los fährt, kommt auch 5 Minuten früher an.
Leider reagieren viele Zeitgenossen ihren Lebensfrust im Auto oder auch auf dem Fahrrad ab. Beim Auto ist das halt nur viel gefährlicher.
Den Rat von Bergradler folgend, empfehle ich das Lied von Henry Valentino & Uschi "Im Wagen vor mir" zu hören.
Der Wagen könnte ja auch ein Fahrrad sein. :-)
Nicht ganz gendergerecht das Lied ;-), aber naja ist ja schon verjährt. ;-)
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-1 # Bamberger 2020-11-26 15:10
Natürlich lässt die Stelle kein ordnungsgemäßes Überholen zu. Genauso wie keine Straße in Bamberg ein ordnungsgemäßes Überholen von Radfahrern bei Gegenverkehr zu lässt*. Das hindert viele aber nicht daran es trotzdem zu tun. Ob aus Ignoranz oder Unwissenheit weiß ich nicht. Gegen Ersteres hilft auch ein Schild nicht, gegen Zweites schon.

*Radfahrer und Kfz müssen 1m-1,5m Abstand von parkenden Autos halten. Fahrrad ist ca. 1m breit. Hinzu kommt 1,5m Sicherheitsabstand beim Überholen, dann ist man bei 3,5-4m zwischen dem Auto und dem rechten Fahrbahnrand. Straßen Innerorts sind in der Regel zwischen 5,5 und 7,5m breit.
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+9 # gablmann 2020-11-25 16:34
"Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen ..."

Rein theoretisch darf ich also ein Dreirad, einen Rollstuhl und ein Auto überholen?
So ein Schwachsinn!
In beiden Richtungen einen Vorzugsstreifen für Fahrräder auf die Fahrbahn markieren wäre aus meiner Sicht die schlauere Lösung. (spielt aber hier keine Rolle)

Bevor mich jetzt alle für doof halten: Natürlich ist das Schild logisch und hoffentlich sinnvoll, bloß wie im Verwaltungsdeutsch Verkehrsschilder beschrieben werden - freut die Anwälte.

Und wiedermal die Jubelmeldung: Bamberg ist eine der ersten Städte... Kurz gegoogelt und siehe da: Die Schilder gibt es schon ganz oft.
Richtig wäre:
Auch in Bamberg gibt es nun ein Schild das schon viele andere Städte aufgestellt haben.
Mal schauen ob es nutzt und hoffentlich fliegt Glüsi nicht von der Leiter ;-)
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+4 # Känguru 2020-11-26 12:14
Ich zitiere mal aus der StVO:

"Wer ein mehrspuriges Kraftfahrzeug führt, darf ein- und mehrspurige Fahrzeuge nicht überholen."

Der Name des Schildes ist komplizierter, als der erklärende Begleitsatz ;-)
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+4 # gablmann 2020-11-26 15:49
Ich zitiere auch mal:
"VwV-StVO zu den §§ 39 bis 43
Allgemeines über Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen
Verkehrszeichen, die lediglich die gesetzliche Regelung wiedergeben, sind nicht anzuordnen. ..... Abweichungen bedürfen der Zustimmung der obersten Landesbehörde."

Da man dort mit mindestabbstand eh nicht überholen darf/kann, ist das Schild vielleicht sogar wieder abzubauen???

Wie ich schon schrieb: Die Anwälte freuen sich
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+2 # supi 2020-11-25 18:17
notwendig ? nein bitter notwendig, denn vlt wachen dann mal ein paar zeitgenossen auf, welche sonst hemdsärmlig durch die gegend fahren. bin zwar nicht unbedingt radfahrer, sondern mit dem auto unterwegs, aber was ich dort sehen muss, ist haarstäubend. aber ehrlich gesagt, ich habe wenig hoffnung, dass es hilft, denn auch sonst werden verkehrszeichen konsequent ignoriert und auf die ploizei zu warten, m´na ja es gibt bessere witze.
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+11 # KarlO 2020-11-25 22:00
Ob das Schild so viele Autofahrer nervt, was ich nicht. Ich sehe es so wie der Artikelschreiber: An dieser Stelle - auf die paar Meter - überholt man einen Zweiradfahrer besser nicht. Ich hab das immer so gehalten. Andere werden es wohl trotz Schild nicht tun. Leider.
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+2 # nervensäge 2020-11-29 00:46
:-x
so ein Käse schon wieder. die Straße ist breit genug für 2 PKW die sich begegnen. aber zu schmal um ein Fahrrad zu überholen? ich glaub echt, langsam drehen die Fahrrad-Junkies durch

vor allem wenn ich Oberschlaumeier lese, bei denen ein Fahrrad 1m breit ist. theoretische Milchmädchenrechnungen mit falschen Zahlen scheint des Radlers Argumentenstärke zu sein.

kümmert euch lieber darum, dass die Kampfradler nicht durch die Fußgängerzone fahren oder die Gehwege als Rennstrecke missbrauchen.
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0 # Bergradfahrer 2020-11-29 09:39
Zustimmung hinsichtlich Trennung von Fußgängern und Radfahrern. Das geht nedd zusammen und nervt alle.
Was die Breite angeht, so bitte ich einmal folgende Kalkulation nachzuvollziehen:

Empfohlener Abstand des Radlers vom Rand: 0,7 m
+ 1/2 Breite des Radlers: 0,4 m
+ Seitenabstand: 1,5 m

Macht in Summe 2,6 Meter.

Ja, man kommt dort vorbei, aber nur wenn keiner entgegenkommt. Leider kommt oft einer entgegen, weshalb diejenigen, die darauf wetten, dass keiner kommt, dann schnell wieder nach rechts ziehen, um den Frontalzusammenstoß mit dem Gegenverkehr zu vermeiden.

Was die meisten dabei nicht ins Kalkül ziehen: Der Radler ist nicht statisch, sondern bewegt sich fort.
Die Geschwindigkeitsdifferenz ist gerade bei so einem Gefälle gar nicht so gering. Von der Moosstr. kommend, habe ich, wenn grün ist, locker 40 Sachen drauf. Leider meinen sehr viele Radfahrer um jeden Preis überholen zu müssen, ohne mal einen Realitätsabgleich der Geschwindigkeit zu machen.
Letzlich führt das zu einem wesentlich längeren Überholweg als bei einem statischen Objekt.

Da muss ich dann wieder mal voll in die Eisen, weil der Fahrkünstler mich unbedingt genau hier und jetzt überholen muss, darum am Ende auf locker 60 beschleunigen musste und mich dann immer noch schneidet, damit er nedd am Laster klebt.
Ich meine nicht Sie direkt, aber da stelle ich mir schon oft die Frage nach der grundsätzlichen geistigen Fahreignung, wenn ich solche irren Manöver beobachte.
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+2 # Clavius1970 2020-11-29 15:59
Sehr schlüssige Erklärung. Aber mir wird immer zuviel gerechnet und reguliert. Ob der Radfahrer jetzt mit 50 cm oder 1 m Breite (die sogenannte Stieringerbreite :-) ) gerechnet wird ist doch völlig wurscht.
Der verantwortungsbewußte Autofahrer wird, seinem gesunden Menschenverstand oder Gewissen folgend, immer der jeweiligen Situation entsprechend handeln.
90 Prozent der Verkehrsteilnehmer verhalten sich rücksichtsvoll und sozial. Die fallen nur nicht auf. Bei den 10 Prozent über die wir hier immer diskutieren, macht es keinen Sinn mit Argumenten zu kommen. Das Hirn rutscht hier meist in den rechten Fuß, bei Radfahrern in beide Beine oder in die Poolnudel.
Also helfen nur Überwachung und Sanktionen, bzw. ein Umdenkung in der Erziehung. Weg von der Regulierungswut, die nur Egoismus fördert, hin zu eigenverantwortlichen, rücksichtsvollen Handeln, getragen von gegenseitigen Respekt. Dazu gehört auch die Zivilcourage, andere auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen. Man muss ja nicht gleich zum Duell auffordern, obwohl ich auch gerne mal dem einen oder anderen Blindgänger eine reinhauen möchte. :-)
Aber was machen wir in Bamberg? Schilder (Regulierungswut) und spalterisches Gegeneinander werden die Probleme im kleinstädtischen Bamberg nicht lösen.
PS: Zivilcourage bitte nicht mit Denunziantentum verwechseln. Die Grenze dazwischen ist fließend. ;-)
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+1 # nervensäge 2020-12-02 08:09
diese Abstände lesen sich schon intelligenter als die vom "Bamberger"

was mich trotzdem nervt, warum kommt man auf die Idee, jeder Autofahrer würde bei Gegenverkehr überholen? davon hab ich nie geredet, denn das verbietet sich generell. zudem ist es dort ohnehin ein Roulettespiel überholen zu wollen. ergo ist das Schild eher was für Schilda.

ach ja... "...locker 40 drauf..."
dort sind m.W. nur 30 erlaubt. die Verkehrsregeln sollten genauso für Radfahrer gelten. ;-)
siehe auch Fußgängerzone und Gehwege!
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