Wird so ein Verkehrsschild gebraucht?

 An der Unterführung in der Moosstraße ist ein neues Verkehrsschild angebracht, für das sich die Verantwortlichen loben. Viele Autofahrer soll es allerdings nerven; Zweiradfahrer schmunzeln.

Bamberg hat mit als erste Stadt dieses Schild aufgestellt

In einer Pressemitteilung schreibt das städt. Presseamt: “Das Verkehrszeichen mit dem schönen verwaltungsdeutschen Namen „Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträder mit Beiwagen“ wurde erst im Frühjahr diesen Jahres in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen. »Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine deutliche Verbesserung der Sicherheit für alle Zweiradfahrenden«, betont Bürgermeister Jonas Glüsenkamp. »Gerade weil in der engen Unterführung der Moosstraße kein Abstand zum Radler oder Moped eingehalten werden kann, ist der Platz für Überholvorgänge nicht gegeben.« Bamberg sei eine der ersten Kommunen in Bayern, welche das neue Schild verwende, um unter Beachtung der besonderen örtlichen Verhältnisse an dieser Engstelle, die Verkehrssicherheit zu verbessern.

Über das neue Verkehrszeichen scheiden sich die Geister

Eine Reaktion auf diese Errungenschaft, die Autofahrern das aufzeigt, was die meisten von ihnen ohnehin feststellen, an dieser Stelle - auf die paar Meter - überholt man einen Zweiradfahrer besser nicht. Andere werden es wohl trotz Schild tun. Im “Fränkischer Tag” wurden prompt erste Reaktionen aufgegriffen. “Neues Schild nervt Autofahrer” heißt die Überschrift eines Artikels (24.11.20). Und weiter: “Über die Einführung eines neuen Verkehrszeichens vor der Unterführung in der Moosstraße scheiden sich die Geister.”

Wer Bamberg kennt weiß, dass es viele enge Straßen gibt, auf die die genannte Problematik zutrifft. Das ist Gott sei dank über lange Jahre gut gegangen. Wollte man jetzt an all diesen Straßen das neue Überholverbotsschild aufstellen, würde sich - Gott sei gepriesen - verkehrlich nichts ändern. Allerdings würde der Schilderwald in der Stadt noch etwas dichter werden. Vielleicht doch nur ein Eintages-Gag.
25.11.20 Bilder: webzet; PA Stadt Bbg Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.