REGIONALER OMNIBUSBAHNHOF

ROB-Planungen einen Schritt weiter

Neben dem Hauptbahnhof soll ein Regionaler Omnibusbahnhof (ROB) entstehen. Nach Irritationen im vergangenen Jahr stimmt der Bausenat des Stadtrates dem Bebauungsplan-Konzept zu.

Bündelung des regionalen und städtischen Busverkehrs an einem Standort

Der Bamberger Bahnhof als Tor zur Stadt, mit einem Jahresaufkommen von rd. 5,5 Mio Reisenden und Pendlern weist einen Bahnhofsvorplatz auf, welcher derzeit als Parkplatz, Bushaltepunkt und zur fußläufigen Erschließung der Innenstadt dient. Im Sitzungsbericht des städt. Baureferates ist als städtebauliches Konzept eine Neustrukturierung des Areals zwischen Zollnerstraße und Bahnhofsvorplatz entlang der Ludwigstraße vorgesehen. Geplant ist eine Bündelung des regionalen und städtischen Busverkehrs an diesem Standort in Form eines neuen regionalen Omnibusbahnhofes.

Die bisherige beidseitige Abwicklung der Stadtbusse in der Ludwigstraße wird aufgelöst und in den künftigen ROB integriert. Auch der Kreistag des Lkr. Bamberg hat sich wiederholt für den ROB an dieser Stelle ausgesprochen und finanzielles Engagement des Landkreises in Aussicht gestellt.

Im Sitzungsbericht heißt es, dass die Größe des ROBs zehn Halteplätze für Regionalbusse sowie pro Fahrtrichtung vier bis fünf Halteplätze für Stadtbusse ermöglicht. Die verkehrliche Erschließung des künftigen ROB-Areals würde zum einen über die bereits bestehende Zufahrt des Bahnhofsvorplatzes erfolgen, zum anderen soll das Areal von und zur Zollnerstraße direkt erschlossen werden.
Ziel der Neuanlage eines ROB im direkten nördlichen Anschluss an den Bahnhofsvorplatz soll die Steigerung der Attraktivität des Umweltverbundes aus öffentlichem Nah- und Fernverkehr, Fahrrad- und Fußgängerverkehr sein. Insbesondere die Umsteigebeziehungen und Taktzeiten sollen nachhaltig verbessert werden. Die bisher rund um den Bahnhof verteilten Regionalbus-Haltestellen sollen aufgelöst und zusammen mit Stadtbus-Haltestellen in einem ROB vereint werden.

Baumpflanzungen zur Sicherung des Lokalklimas

Weil das Plangebiet bereits eine starke Versiegelung der Fläche aufweist, sei aufgrund der verkehrssicherheit-relevanten Aspekte nur eine begrenzte Durchgrünung des Gebietes in Form von vereinzelten Baumstandorten möglich. Die von der Deutschen Bahn bereitgestellten Planunterlagen sehen Baumpflanzungen zur Sicherung des Lokalklimas vor.
Die im Bebauungsplanverfahren betroffenen Grundstücke, die sich zum größten Teil im Eigentum von Tochtergesellschaften der Deutschen Bahn befinden, sollen ins Eigentum der Stadt Bamberg überführt werden.
Wann mit der Realisierung des geplanten ROB begonnen wird, steht derzeit noch in den Sternen und wird letztlich auch von der Umsetzung des Bahnumbaus Bamberg (ICE-Trasse) abhängig sein.

Auf der Basis des insgesamt sehr ausführlichen Sitzungsberichtes schlug das Baureferat dem Bau- und Werksenat zum Beschluss vor: Die Aufstellung des Bebauungsplanes zu beschließen, das dargelegte Bebauungsplan-Konzept zu billigen und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit durchführen zu lassen.
Der Bau- und Werksenat nahm in seiner Sitzung am 10.3.21 die entsprechenden Beschlussanträge einstimmig an.

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11.3.21 Bilder: webzet (Symbolbild in der Titelleiste). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+1 # gablmann 2021-03-13 20:57
Einen Schritt weiter?
Das ist alles alter Wein in neuen Schläuchen.
Hört sich mal wieder prima an - ohne die Bahn geht aber nichts, gar nichts. Und dauern würde es auch noch mind. 7 Jahre.
S-Bahnhalt nach Süden verlegen und den ROB dort hin.
Warum prüft man das nicht???
Dort hätte die Stadt Planungshoheit....
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