210408Titelbild-1200

                 Aktuelles zur C-Situation  INZIDENZWERTE!

MOBILITÄT - VERKEHRSICHERHEI

Braucht Bamberg mehr Tempo 30?

Derzeit liegt die Regelgeschwindigkeit innerorts bei 50 km/h. Doch das soll sich nach Willen der Grünen in Bamberg ändern. Sie wollen Bamberg zur Modellstadt machen.

(Noch) fehlt die verkehrsrechtliche Grundlage

In Bamberg gilt in der Altstadt und in Wohngegenden schon oft Tempo 50 als Regelgeschwindigkeit. Auch in verkehrlich neuralgischen Straßen wie in der Königstraße, Löwenstraße, Friedrichstraße oder den Straßen im Berggebiet ist die zulässige Geschwindigkeit heruntergesetzt. Zweiter Bürgermeister und Mobilitätsreferent Jonas Glüsenkamp will Bamberg zur Modellkommune machen und das Tempo in weiteren Straßen begrenzen.
Schon seit etlichen Jahren ist die zulässige Geschwindigkeit in vielen Straßen Anlass für bisweilen heftige Konflikte. In einigen Fällen besteht dieser Konflikt dauerhaft, in anderen Straßen wurde nur zu bestimmten Zeitabschnitten gestritten - meist gab es einen konkreten Hintergrund, z.B. mehrere Familien mit kleinen Kindern. Wenn die Kinder groß genug waren, dann war in der Regel der Konflikt beendet.
Wer in Bamberg mit dem Auto unterwegs ist, wird feststellen, dass es gar nicht so wenige Straßen sind, wo ein Tempo minderndes Schild steht. Dennoch will Mobilitätsreferent Jonas Glüsenkamp dem besonderen Willen seiner Partei Grünes Bamberg folgen. Vor allem in Misch- und Wohngebieten solle es mehr Tempo-30-Zonen geben. Zunächst fehlt aber - so wie in den vergangenen Jahren auch - an vielen Stellen die verkehrsrechtliche Grundlage.

Im Kooperationspapier von Grünes Bamberg und SPD

Glüsenkamp wird im FT (8.5.21) mit den Worten zitiert: “Wir wünschen uns vom Bundesverkehrsministerium eine rechtliche Veränderung, oder eine Möglichkeit, um es im Modell erproben zu können.“ In der politischen Auseinandersetzung der vergangenen Jahre war die Rechtslage das zentrale Hindernis - das aber schon damals maßgeblich die Grüne Fraktion ignorieren wollte. Für die jeweiligen Gegner von Tempo 30 lieferte die Rechtslage das stille Vertrauen, dass schon alles so bleibt, wie es ist.
Aus ihrem Wahlsieg in der Kommunalwahl 2020 schließen die Grünen jetzt, dass in Bamberg eine Mehrheit die Einrichtung von vielen temporeduzierten Straßen wünscht. Grünes Bamberg und die SPD haben deshalb wohl auch in ihrem Kooperationspapier für diese Stadtratsperiode festgeschrieben, dass die Stadt eine entsprechende Bewerbung als Modellkommune prüfen soll. Derzeit ist aber nicht zu erwarten, dass sich beim Bundesverkehrsministerium in dieser Richtung Nennenswertes bewegt.
In Bamberg positioniert sich “gegen Tempo 30 in der Fläche” die Bürgerinitiative „Bamberg Gemeinsam Mobil“. Sie lehnt auch die Absicht ab, Tempo 30 zur Regelgeschwindigkeit zu machen. Nur dort, wo ein Tempolimit zu mehr Verkehrssicherheit beiträgt, soll auch ein solches eingeführt werden.
Mobilitätsreferent Glüsenkamp will im September im Mobilitätssenat einen entsprechenden Grundsatzbeschluss herbeiführen.
Webzet unter www.freie-webzet.de aufrufen und speichern!
10.5.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+3 # Werner 2021-05-09 21:31
Tempo 30 innerorts - hab ich nichts dagegen und finde ich gut, zum Schutz aller. Ausfallstrassen sollten individuell geregelt werden. In reinen Wohngegenden ist auch 30 manchmal noch zu schnell. In Bamberg könnte man schon mal anfangen, dass die Busse der Stadtwerke nur noch 30 fahren sollten (in Wohngebieten anstatt der Kronacher Str.). Damit bricht man kein Gesetz und keine Rechtslage, dass wäre doch mal eine Maßnahme, Glüsendampf - liefern, statt fordern!
Antworten | Dem Administrator melden
-5 # Baba Yaga 2021-05-09 23:20
Etwas Disziplin tut den Leuten doch gut.
Antworten | Dem Administrator melden
+21 # Bergradfahrer 2021-05-10 09:16
Eine generelle Senkung wäre das Kind mit dem Bade ausgeschütten. Da, wo es niemanden belästigt oder schadet, kann man im Grunde 50, 70 oder gar 80 zulassen, warum auch nicht? Über Kopfsteinpflaster wie z.B. in der Markusstr. muss man aber nun wirklich nicht mit 50 brettern, weil einfach zu laut. Und da sind wir, abgesehen von den Abgasen beim Kernpunkt des Problems, der Lärm. Tendeziell sind die Kraftfahrzeuge ja abgasärmer und leiser geworden. Würde man die wirklich nervigen Ausreißer, also auf Lärm getunte "muscle cars" und Feuerstühle radikal aus dem Verkehr ziehen oder "knebeln", wäre das Leben in der Stadt wesentlich entspannter.
Antworten | Dem Administrator melden
+10 # SamS 2021-05-10 12:22
"Aus ihrem Wahlsieg in der Kommunalwahl 2020 schließen die Grünen jetzt, dass in Bamberg eine Mehrheit die Einrichtung von vielen temporeduzierten Straßen". Dazu muss gesagt werden, dass dieser Wahlsieg hauptsächlich auch Studenten zu verdanken ist, die es in Bamberg jetzt in Überzahl gibt. Und davon sind die meisten aus den "weichen" Fächern, die viel Zeit haben und stets die Welt verändern wollen. (Woanders will man Man merkt es an den bisherigen Schwerpunkten der Grünen: Radverkehr, Antirassismus, Antisemitismus, Gender usw. Bamberg hätte sich rechtzeitig gegen die Flut der Pädagogen, Soziologen, Politologen etc. wehren müssen. Woanders ist das die Minderheit oder die Fächer sind zumindest ausgeglichen.
Antworten | Dem Administrator melden
-10 # Bamberger 2021-05-10 13:36
Und ich dachte, eine Kommunalwahl sei geheim.
Sicher haben sie eine Quelle, die ihre Behauptung untermauert, dass der Wahlsieg hauptsächlich an Studenten lag. Oder etwa nicht?
Antworten | Dem Administrator melden
+15 # Bergradfahrer 2021-05-10 17:02
Man kann an Hand der Wahllokale schon gewisse Rückschlüsse ziehen. Es ist im Grunde nur die Bevölkerungsstruktur der dahinter liegenden Straßen mit heranzuziehen. Gut, die Daten sind je nach Auflösungsgrad teilweise recht teuer, aber lassen durchaus Schlüsse zu. Man kann damit sogar wahlkampftechnisch so einiges optimieren.
Antworten | Dem Administrator melden
-10 # Bamberger 2021-05-10 19:52
Ah, verstehe. Weil "die Studenten" alle in den gleichen Straßen bzw. gleichen Vierteln wohnen. Interessant.
Wenn ich mir das Ergebnis aus dem Berggebiet so ansehe, frage ich mich wo sich die Studenten da alle verstecken. Weil viele sehe ich da nicht...
Süd-West 30%
http://wahlen.bamberg.de/Stadtratswahl_2020/stadtratswahl_ba_2020_stimmbezirk_094610000031.html
Stephansberg 35%
http://wahlen.bamberg.de/Stadtratswahl_2020/stadtratswahl_ba_2020_stimmbezirk_094610000034.html
Bug 35%
http://wahlen.bamberg.de/Stadtratswahl_2020/stadtratswahl_ba_2020_stimmbezirk_094610000030.html
Wer kennt sie nicht, die Studentenhochburg Bug? Jeden Abend Party auf den Straßen...
Antworten | Dem Administrator melden
+8 # Bergradfahrer 2021-05-11 08:53
@Redaktion: Sorry für 3. Post.
Ganz so einfach ist das nicht. Sonst könnte es ja auch wirklich jeder! ;-)
Man nimmt zwar die eher groben Ergebnisse der Wahllokale als Kriterium (Maßzahl nach der analysiert werden soll) her, die mehrere hundert Variablen (Bevölkerungsdaten, Bildung, Kaufkraft, KfZ-Daten, "Milieus" usw.) auf Straßenabschnitts oder Gebäudeebene unterscheiden sich sehr wohl und können im günstigen Fall recht viel erklären.
Am Ende hat man dann ein Gleichungssystem, mit dem man ungenutzte Potenziale erkennen kann. Also einen Score z.B. pro Straßenabschnitt oder gar Haus. Oder man kann bei "Löchern" genauer nachforschen und analysieren, warum man dort keine Stimmen bekommen hat, obwohl dort die Zielgruppe lebt. UND vielleicht ableiten, was man denen Gutes tun oder versprechen muss.

Wissen ist Macht!
Antworten | Dem Administrator melden
+8 # Hartman FMJ 2021-05-11 08:11
Sollen sie es doch machen....
Im Hafen bzw Gewerbegebiet Hallstadt gilt halt noch "50" :-)
Inklusive Parkmöglichkeiten "ohne Ende"
Viel Spaß noch, in der baldigen Geisterbude
Bamberg.... ;-)
Antworten | Dem Administrator melden
+7 # Werner 2021-05-11 19:20
In Spanien funktioniert es ja auch. Der Lärm ist ein wichtiger Aspekt dabei, da gebe ich dem Bergradler schon recht.

Man braucht aber keine Grünlinge dazu, es reicht gesunder Menschenverstand.
Antworten | Dem Administrator melden
+10 # Clavius1970 2021-05-11 19:49
Mal ein ketzerische Frage.
Gilt dann Tempo 30 im ganzen Stadtgebiet auch für Radfahrer, wie wird das dann überwacht und wie sanktioniert?
Schon in der Langen Straße tun sich viel Radler mit dem Einhalten der Geschwindigkeitsbeschränkung auf 20 Km/h schwer.
Bamberg hat nun mal viele Hügel und was macht mehr Spaß als das Fahrrad mal laufen lassen.
Im Auto habe ich aber immer ein ungutes Gefühl wenn ich bei Tempo 30 Gefällestrecken fahre. Überholt der Radfahrer jetzt rechts, bleibt er hinter mir, überholt er richtigerweise links. Bin immer richtig froh wenn Lance Armstrongs Nachfolger endlich vorbei sind und sich mit Tempo 40 - 50 den Pfister- oder Kaulberg hinunterstürzen.
Flächendeckend Tempo 30 einzuführen macht schon irgendwie Sinn. Nur dann muss neben dem Schilderwald auch mal der Ampelwald dran glauben um den Verkehrsfluß, auch für die Radfahrer, am Laufen zu halten. Für die Fußgänger könnten die bestehenden Ampeln auf Anforderung umgerüstet werden.
Aber für solche Gedanken muss man mal die ideologische Blase verlassen und das Verkehrsaufkommen in seiner Gesamtheit betrachten. Dachte mir die neuen jungen Grünen wären da vielleicht etwas progressiver.
Sind aber nur die üblichen Hipsterblender, deren Vorbilder durch die Talkshows tingeln und rechtschaffene Bürger beleidigen.
Antworten | Dem Administrator melden
+2 # Bamberger 2021-05-12 08:53
Das Problem bei Tempo 30 ist bei Radfahrern eher, dass die ganzen Pedelecs auf 27km/h begrenzt sind.
Damit sind E-Bike-Fahrer in 30er Zonen für Autofahrer mit Überholzwang nichts weiter als Überholgelegenheiten, die dann oftmals mit viel zu geringem Seitenabstand überholt werden.
Eine Erhöhung der Geschwindigkeit von Pedelecs auf 30km/h und die Quote an Autofahrern, die sich auch wirklich an Tempo 30 hält, würde signifikant steigen.
In den USA sind die Räder zum Beispiel auf 20mph beschränkt, was rund 32 kmh entspricht und in den meisten Wohngebieten das vorgegebene Tempo ist.
Würde man sich dieser Regelung angleichen hätte das sogar Vorteile für die heimische Industrie (Bosch, Brose), da man nicht zwei verschiedene Konfigurationen anbieten muss.
Ich weiß natürlich, dass so eine Regelung außerhalb der Macht einer Kommune steht.
Antworten | Dem Administrator melden
+2 # gablmann 2021-05-15 18:20
Modellstadt für:
Smart City, Fahrradpolizei, Entradikalisierung, Fahrradstadt, Leben findet Innen statt, Tübinger Modell, Modellprojekt für Pflegebedürftige, Modellstadt für Corona-Tests, Modellstadt für das bayerische FITNESSPROGRAMM “STARKE ZENTREN” ...

blablabla undsoweiterundsofort...
gehts noch?
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben

 Bamberchä Deutsch  

Redensarten und Redeweisen

B 77

brässiän:   pressieren, eilen.

Wänns ned so brässiän deed, soochäd i ja niggs. Wenn es nicht so eilig wäre, würde ich ja nichts sagen.

-

Brässogg:   Pressack. dicker Mensch. 

Däs is dä a Brässogg, a oogfrässnä! Das ist (dä=) vielleicht ein angefressener Fettsack.

-

braung:   brauchen.

Wos braung mä dänn?  Was brauchen wir denn? (... sagte früher die Ladeninhaberin zur Kundin)

Äs is ja ned, als wä mäs häddn, miä könnädns scho braung! Es ist ja nicht, dass wir es hätten, wir könnten es schon brauchen!

-

Breedichd:   Predigt. Rüge. 

Eä hod mä dä a Breedichd kaldn. Er hat mir vielleicht (dä) ein Predigt gehalten.

-

Breedsn:   Schimpfwort. Breze(n).

Olda Breedsn! Alte Breze!

-

Breedsnfraa:   Brezenfrau. Brezenverkäuferin. 

Di Breedsnfraa känna mä scho nuch. Die Brezenfrau kennen wir schon auch noch.

-

Breema:   Bremse. Stechfliege. 

Wi a wilda Breema is ä durch di Küchn gsausd. Wie ein wilde Stechfliege ist er durch die Küche gesaust!

Forts

Die webzet-blog hat keine Mitglieder. Der Hinweis ist systembedingt.

Aktuell sind 39 Gäste und keine Mitglieder online

647 4/21-447-1643 1366 Insgesamt 1814848

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Richtlinien für Kommentare

Die Kommentarfunktion der webzet-blog wird bei manchen Themen intensiv genutzt. Leider auch mit destruktiver Absicht. „Richtlinien für Kommentare“ sollen vor Missbrauch schützen. 

Weiterlesen ...

Copyright © 2015.