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MOBILITÄT - LEBENSRAUM

Ein “von unten-nach-oben”-Prozess

In München wurden im Sommer 2020 sog. Sommerstraßen eingerichtet. Dazu wurden geeignete Straßen - auf Zeit - in verkehrsberuhigte Bereiche, Fußgängerzonen oder zu Spielstraßen umgewandelt.

Das Konzept könnte auch dauerhaft Bestand haben

Die Begründung der Münchner für ihr neuartiges Konzept ist, dass “Sommerstraßen” über mehrere Wochen und Monate der Bürgerschaft in Zeiten der Pandemie die Möglichkeit bieten, den Sommer draußen vor der Haustür zu genießen. Dazu wurden geeignete Straßen in verkehrsberuhigte Bereiche - zunächst temporär - umgewandelt. Das Konzept könnte aber auch dauerhaft Bestand haben.

Weil die Idee auch eine überregionale Resonanz fand, hat die CSU-BA-Fraktion im Bamberger Stadtrat im Sommer vergangenes Jahr den Antrag gestellt, die Einrichtung von Sommerstraßen – soweit rechtlich möglich – auch für Bamberg zu prüfen.
In der jüngsten Sitzung des Mobilitätssenats hat die Stadtverwaltung über die Ausweisung von Sommerstraßen oder –flächen“ berichtet. Hintergrund waren die konkreten Vorschläge der Fraktionsgemeinschaft für eine Konzepterstellung. Diese hatte unter anderem angeregt, beispielsweise auf der obersten Ebene des P&R-Parkhauses Heinrichsdamm tageweise „Sommerflächen“ eventuell an Sonntagen einzurichten. Mit einer Kinderbahn könnte dieser “Sommerplatz” an die Innenstadt angebunden werden - auch zur Attraktivierung des P&R-Systems.
Des Weiteren wurde vorgeschlagen, wochenweise „Sommerflächen“ auf Kirchenplätzen (zum Beispiel St. Heinrich) auszuweisen oder eine „Sommerstraße“ für mehrere Wochen auf der Kettenbrücke.

Verwaltung sieht die Umsetzung Sommerstraßen kritisch

Die Verwaltung sagt dazu, dass “die Einrichtung von Sommerflächen auf Kirchplätzen grundsätzlich möglich ist. Die Bürgervereine sollen nach möglichen Plätzen Ausschau halten, wobei eine Abstimmung mit den Kirchengemeinden notwendig ist.” Die Verwaltung werde die Bürgervereine informieren mit der Bitte, Bewohnerinnen und Bewohner im jeweiligen Quartier zu befragen, ob Interesse an einer „Sommerfläche“ besteht.
Was die Nutzung der obersten Ebene des P&R-Decks Heinrichsdamm anbetrifft, so werde diese Überlegung von den Stadtwerken als Betreiber “kritisch gesehen, da auch am Wochenende Fahrzeugverkehr vorkommt und die Anlage stark frequentiert ist”. Die Anbindung einer „Kinderbahn“ an die Innenstadt benötige “umfassende Abstimmungen und Genehmigungen” .
Auch die Einrichtung einer „Sommerstraße“ auf der Kettenbrücke, verbunden mit einer Vollsperrung, “wird kritisch gesehen. Eine Umsetzung könne nicht als Verkehrsversuch gewertet werden, da ein solcher zum Ziel hat, eine Maßnahme auch über den Testzeitraum hinaus beizubehalten. Grundsätzlich werde die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung am Entscheidungsprozess für die Ausweisung einer Sommerstraße positiv gesehen.
Das Mobilitätsreferat zog als Fazit, dass die Idee der „Sommerstraßen und –flächen“ auf einer starken Partizipation der Bürgerinnen und Bürger vor Ort beruht. Diese müssten die Aktion nicht nur annehmen, sondern auch selbst mit Leben erfüllen und betreuen. Das Referat von Bgm Jonas Glüsenkamp “ist überzeugt, dass Sommerstraßen nur als “von unten nach oben“-Prozesse zielführend sind, die Anwohnerinnen und Anwohner müssten die Plätze nutzen und die Verkehrsreduzierung, auch von ruhendem Verkehr, mittragen und akzeptieren.
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Kommentare   
+7 # CFRA2 2021-05-29 15:11
In München wurden die "Sommerstraßen" eingerichtet so daß die "Bürgerschaft in Zeiten der Pandemie die Möglichkeit" hat, "den Sommer draußen vor der Haustür zu genießen" zu können.
Nun will also unsere CSU-BA-Fraktion dies auch in Bamberg. Geht sie davon aus, daß die "epidemischer Lage von nationaler Tragweite", die Mutti (BK Merkel) im Moment nach Ende Juni unnötigerweise weiter verlängern will, auf ewig anhält?
Selbst Glüsi will erst die Bürger mit einbinden, denn er selbst scheint einzusehen, daß jedesmal Fahrradbügel im Frühjahr aufzubauen und im Herbst wieder zu entfernen doch nichts bringt!
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+9 # Bergradfahrer 2021-05-31 07:57
Offensichtlich geht "man" von einer Fortführung der "Notlage" aus.
Was ich außerdem nicht gut finde, die fortschreitende "Gastronomisierung" der Innenstadt. In der Mehrzahl aller Leerstände eröffnet irgendein Vegan-, Shisha-, Muffin-Café, Biershop,usw. Also wenn nicht vorher schon schnell ein Shishaladen eingezogen ist. Hochwertige und weniger volatile Angebote finden sich zunehmend weniger.
Langfristig sind die Perspektiven eher düster. Wahrscheinlich ist das auch den hohen Mieten geschuldet.
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+3 # supi 2021-05-29 16:40
* Ein “von unten-nach-oben”-Prozess *

auf gut deutsch, halt a gewürge
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+8 # Josh 2021-05-31 10:15
Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, dass Initiativen, die für München vielleicht passen, nicht für Bamberg geeignet sind? Ansonsten schlage ich ein U-Bahn Netz für Bamberg vor, zentraler Umsteigebahnhof "Maxplatz". Wie der Marienplatz in München halt.
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