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MOBILITÄT

Der Widerspruch zwischen Ankündigung und Realität

Was nützen Regeln, wenn sich kaum jemand daran hält? Das gilt nicht nur für das Verhalten auf der Unteren Brücke, sondern altbekannt für Verkehrsregeln. Z.B. bei “Fahrradstraßen”.

Anwohner im Gärtnerviertel wollen Verbesserungen

Die Zeiten, dass in Deutschland auch früh um zwei Uhr ein Autofahrer vor einer roten Ampel hält, obwohl weit und breit kein anderes Auto zu sehen ist, sind offensichtlich vorbei. Heute weiß man, dass vor allem Verkehrsregeln dann beachtet werden, wenn ein Sinn augenscheinlich zu erkennen ist. Ob das gut oder schlecht ist, soll hier nicht bewertet werden. In Bamberg gibt es neuerdings sog. Fahrradstraßen, wo für den Normalbürger außer dem aufgepinselten oder aufgestellten Verkehrszeichen kein Unterschied zu vorher zu bemerken ist.
Ein solches Beispiel scheint sich im Gärtnerviertel (Heiliggrabstraße/ Spiegelgraben/ Mittelstraße, Spitalstraße u.a.) abzuspielen. Jedenfalls wird von der Anwohnerschaft eine bessere Beschilderung, Geschwindigkeitsbegrenzung, mehr Sicherheit und weniger Lärm verlangt. Das diese Forderungen unter der Überschrift “weniger Autos” stehen, überrascht auch nicht. Einmal, weil das prinzipiell nachzuvollziehen ist und andererseits schon seit vielen Jahren allerorts gefordert wird: unsere Autos schon, andere sollen ferngehalten werden. Was natürlich im Prinzip überall dort gilt, wo auch nur ein geringer Durchgangsverkehr besteht.
Natürlich ist es besonders bitter, wenn man versprochen erhalten hat, dass durch die Ausweisung von Fahrradstraßen alles besser, weil anders wird.

Ein Ansatz für eine “überfraktionelle Zusammenarbeit”

Im genannten Bereich des Gärtnerviertels wäre eine Verbesserung der Verkehrssituation geboten, in einem FT-Bericht (v. 21.6.21) waren die verschiedenen Vorschläge und Forderungen von Anwohnern wiedergegeben worden: sinnvolle und rechtlich oder finanziell nicht umsetzbare.
In dem Bericht wurden auch Stellungnahmen der Verkehrsexperten der “Fahrradfraktion” abgedruckt. Da ist von Info-Stelen in der Fahrbahnmitte, von Fahrbahn-Markierungen und versenkbaren Pollern die Rede. Und von “überfraktionellen Initiativen”. Eine solche Initiative hat prompt die CSU-BA-Fraktion gestartet und bei Oberbürgermeister Andreas Starke beantragt, “die Straßenbeschilderung zugunsten der Verkehrssicherheit zu verbessern und übersichtlicher zu gestalten. Die Verwaltung soll zudem prüfen, ob das Konzept einer zentralen Quartiersgarage im Gärtnerviertel umgesetzt werden könnte und soll dazu einen geeigneten Standort vorstellen. Zudem bitte man zur Unterstützung des Handwerks und der Gärtner und Händler dort, um die Prüfung der Möglichkeit beispielsweise von Sonderdurchfahrts-Genehmigungen. Insgesamt bedürfe es eines Gesamtkonzepts. Voraussetzung für die Umsetzung sollte “hier natürlich eine Anwohnerbefragung und spätere Evaluierung sein”, heißt es abschließend in dem CSU/BA-Antrag.
Der Antrag ist von den Fraktionsmitgliedern Dr. Redler, Dr. Lange, Prof. Dr. Seitz, Dechant und vom Fraktionsvorsitzenden Peter Neller unterschrieben.
Das könnte doch ein Ansatz für eine “überfraktionelle Zusammenarbeit” sein.
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24.6.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.